^ Veränderungen der Erdoberfläche. 165
zweideutig wenig durch vulkanische Kräfte verändertes Ur-gebirge; der Boden der Caldera selbst aber war mit Ba-saltgeröll ider benachbarten Felsen) bedeckt und mit dich-ten Wäldern von Lorbeeren und kanarischen Kiefern be-wachsen; hier herrscht eine erstickende Hitze, weil dieSonnenstrahlen von den benachbarten Felsen abprallen;
' Bimsstein und Asche zeigten sich trotz aller sorgfältigenUntersuchung nicht, wie es doch hätte der Fall sein müs-sen, wäre dieser furchtbare Kessel der Ausbruchskratereines einst thätigen Vulkans gewesen, wogegen übrigensauch schon seine Größe spricht.
Wiederholen wir also, daß bei Bildung der vulkani-schen Berge die Natur auf zweifache Weise zu Werkeging. Es wurden die über dem innern vulkanischen Herdeliegenden Gebirgsschichken und Gebirgsmassen emporge-hoben, sie fielen dann von einer rundlichen oder längli-chen Öffnung nach allen Seiten zu ab (Erhebungs-krater) und aus denselben kamen nun mehr oder weni-'» ger bedeutende Massen von vulkanischen Materien, alsLava, Schlacken, Asche, einzelne Felsen, Bimsstein rc-,die sich um den Krater her aufhäuften und eine zweiteAbtheilung der vulkanischen Berge bildeten, die Herrvon Buch Auswurfskrater nennt. Bei weitemdie meisten Vulkane dürften auf diese Weise entstan-den sein; manche nur auf die letztere, der obere Theilaller auf diese, der untere auf jene Weise. Der umste-hende erste Holzschnitt gibt eine Ansicht von dem Gipfelund Krater eines Vulkans, der immer bedeutenden Ver-änderungen unterworfen ist und nach jedem Ausbruch ein> anderes Ansehen hat, wie die Geschichte der schon feit,* Jahrtausenden genau beobachteten italienischen Vulkane
zeigt.
! Eine andere merkwürdige, mit den Vulkanen verbun-
! dene Erscheinung sind die heißen Quellen. Der Reprä-'sentant der heißen Springquellen ist der Geiser aufIsland, den der umstehende zweite Holzschnitt im Aus-bruche darstellt. Wir lassen Hrn. Lyell über diese merk-» würdige Naturerscheinung reden: