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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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177
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Veränderungen der Erdoberfläche. 177

Blättern von Bäumen und Sträuchern, gemengt mitWasserpflanzen. Viele WurzcM befinden sich in ihrernatürlichen Stellung, während die Stämme umgefallensind. Birken, Fichten, Eichen lassen sich erkennen, an-dere Bäume lassen keine Bestimmung mehr zu. Im All-gemeinen ist das Holz verrottet und zusammengedrücktund nur einzelne Stücke haben sich gut erhalten. DieUnterlage ist Thon, darüber einige Zoll hoch zusammen-gedrücktes Laub. Diese Ablagerungen dehnen sich aufweite Strecken landeinwärts aus, so daß die Küste nurein natürliches Profil davon darbietet. An den Küstendes Firth of Forth in Schottland dehnen sich die unter-mecrischen Wälder mit Unterbrechungen 2 Meilen weitaus und ruhen auch auf Thon, der an mehreren Stellenals der schlammige Absah eines Binnensees erkannt undunregelmäßig mit Sand und kleinen Geschieben bedeckt ist.Unter den Holzarten erkennt man auch die Erle.

Sehr beträchtlich sind die untermeerischen Wälder ander Westküste von England in den Niederungen zwischendem Mersey- und Deeflusse in Chcshire Baumstubbenverzweigen sich nach allen Richtungen und sollen wie 2Fuß hoch über dem Boden abgeschnitten erscheinen. DiePflanzenmassen liegen auf blauem Mergel und sind mitSand bedeckt.

An der Küste von Morlaix in Rordfrankreich erstrecktsich ebenfalls eine Masse von Pflanzenresten ziemlich weit.Die Blätter sind gut erhalten, die Baumstämme und Ästeaber größtentheils verrottet; es war darunter Eichenholzzu erkennen. Die Lage ist von Sand bedeckt und wirdnur durch Fluthen bisweilen entblößt.

Diese Erscheinungen lassen sich sehr gut mit einerVeränderung in dem relativen Niveau des Meeres unddes Landes vereinigen; denn die Bäume konnten nichtunter dem Meeresspiegel wachsen, während dasselbe denBoden überschwemmte- Die Senkungen des Landes konn-ten jedoch erst in den Zeiten erfolgt sein, in denen dasKlima wenig oder gar nicht von dem gegenwärtigen ab-wich. übrigens sprachen wir schon weiter oben von denGeologie. 12