184 Veränderungen der Erdoberfläche.
den konnte, so kann er auch nicht auffallend fein, Lticr-reste bei einander zu finden, die sehr verschiedenen Zeit-räumen angehören, wie z. B. Menschenreste mit denenvon Elephanten, Rhinoceros, Bären und anderen Qua-drupeln erloschener Specien. Da in den meisten dieserFälle keine Excremente von irgend einem dieser Thieregefunden wurden, so darf man auch annehmen, daß siedie Höhlen nicht bewohnten, sondern daß ihre Reste mitdem Sande, Schlamm und Geschieben hineingefüsrt wor-den. In anderen Höhlen finden sich neben Kriechen vonMenschen und wilden Thieren auch die Ercreinente vonletzteren (das sogenannte äZbum xrascam), s, wie auchrohe Töpfergeschirre und and're Kunstprodukte und end-lich auch Land - und Süßwassermuscheln. M«n kann an-nehmen, daß die Höhlen zu einer Periode den wildenThieren als Schlupfwinkel gedient haben, während zueiner späteren Periode die früheren Bewohner der Gegen-den dieselben in Besitz nahmen und sie entweder als Zu-fluchtsort gegen Feinde oder als Wohnpläse, oder endlichals Begräbnißplätze benutzten. Man könnte ferner an-nehmen, daß der Lauf eines benachbarten Flusses durchirgend eine temporäre Ursache aufgehaltn und Laß da-durch eine Fluth entstanden sei, die in die Höhlen drangund alle Reste verworren durch einander häufte, auch indie innern Kammern führte.
In einigen Gegenden von Deutschlind, der Schweizund Frankreich liegt auf den Schichtn der Oolithen-gruppe eine eigenthümliche Eisensteinbildang, welche haupt-sächlich aus Thonlagern besteht, wenn der Eisenstein(Bohnerze) vorkommt. Dieselbe ist spätern Zerstörungenausgesetzt gewesen und diese Massen haben sich wieder angünstigen Punkten der Oberfläche, in Vertiefungen, Sen-kungen abgesetzt und eine dem ursprünglichen Vorkommenähnliche Ablagerung gebildet. Da sich Rhinoceros- undBärenknochen in diesem angeschwemmten Eisenstein (indem Doubs-Departement und in Kram) gefunden haben,so fällt seine Bildung wahrscheinlich mit der der Knochen-breccien in eine Zeit zusammen.