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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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219
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Veränderungen der Erdoberfläche. 2IS

gewisse Stufen der Bildung durchlaufen mußte, daß sieauf der Erdoberfläche zuerst die einfachern und nur nachund nach die künstlicher zusammengesetzten Organismenhervorzubringen im Stande gewesen war; so müßten sichnicht nur in den Überresten der alten, untergegangenenorganischen Schöpfung die Spuren dieser allmälig in derZeit vorgeschrittenen Ausbildung immer vollkommener Or-ganismen zeigen, sondern man müßte sie auch in dernach der angeblichen allgemeinen Katastrophe erneuertenorganischen Schöpfung wahrnehmen, welche in unsererZeit ungefähr ihren Culminationspunkt erreicht habendürfte, wenn nicht vielleicht, nach jenem Systeme, dieErscheinung eines noch vollkommener» Organismus, alsder des Menschen ist, erst noch zu erwarten steht. Nachdieser Ansicht müßten in gewissen organische Überreste ent-haltenden Erd- und Steinlagen sich nur die Reste dereinfachsten Thierarten, Gewürm und dergleichen, in an-deren schon die von vollkommenem Geschöpfen, und sostufenweise immer weiter die Überreste solcher organischenWesen allein und unter sich zusammengeordnet finden, diedem Zeitpunkte der jedesmaligen Bildungsfähigkcit derNatur entsprächen. Es müßte sich ergeben, daß diejeni-gen Erd- und Steingebilde, in denen die Reste der un-vollkommeneren Geschöpfe begraben liegen, wirklich dieältesten und die mit den Überbleibseln der vollkommenerenangefüllten die neuesten wären. Und wollte man hier-nach z. B. annehmen, daß die Katastrophe, die die vo-rige organische Schöpfung zerstört haben soll, eingetretensei, als die vollkommeneren Thiere lebten, von denen wirbegrabene Gebeine finden, die Elephanten u. s. w., somüßten wir nun auch die Überreste der unvollkommenerenWesen finden, mit denen die zweite organische Schöpfung,welcher wir, die Höchstvollkommenen, angehören, ihre Lehr-jahre angefangen haben soll.

Von diesem Allen aber findet sich Nichts. An Wahr-nehmungen der letzteren Art ist schon gar nicht zu den-ken; aber eben so wenig bestätigt die Art, wie sich dieÜberreste der vermeintlichen früheren Schöpfung in den