Don den secondären ob. FliHforniationen. 273
als ein Übergangsglied zwischen der Kreide und den eoce-nischen Formationen betrachtet hat, die aber durch ihreVersteinerungen und durch ihr Wechsellagern mit einigenGliedern der Kreide als zu dieser Gruppe gehörig be-zeichnet wird. Diese Schicht besteht aus weißem oderlichtgclbem, sandartigem oder kalkigem, sehr versteine-rungsreichem Gesteine, welches in seinem unteren Theilegroße, unförmliche Hornstein- und Feuersteinknollen ent-hält, und allmälig in die weiße Kreide mit schwarzenFeuersteinen übergeht.
Östlicher findet sich die Gruppe sehr entwickelt, andem nördlichen Rande des westphälischen Schiefergebirges,in der großen Ebene von Münster bis an den südwestli-chen Rand des teutoburger Waldes. Diese Formation istin mineralogischer Hinsicht sehr verschieden von der Eng-lands ; man findet nirgends eine Spur von weißer Kreidemit schwarzen Feuersteinen. Am Südrande herrscht bläu-licher und grüner Mergel vor, mit einzelnen Lagern vonfestem, ganz mit grünen Punkten und Körnern erfülltem,nach und nach sandig und sandsteinartig werdendem Mer-gel. Dieser Mergel liegt theils unmittelbar auf demKohlcnsandstein und enthält viele Versteinerungen, wiebei Essen, theils bildet er oft 20 Fuß mächtige Lager imgelben Mergel, wie südlich von Wert und Soest bis Pa-derborn; er liefert gute Bausteine. Im teutoburgerWalde liegt oben hellgrauer, kalkigex, an der Luft leichtzerfallender Mergel, darunter ein dichter weißer Sand-stein, oft von splitterigem Bruch, der in seinen unterenSchichten grünlich und dunkel gefärbt ist; darauf folgtein dunkelgrauer, bröckeliger Kalkmergel, mit kugelförmigausgeschiedenen Massen eines dichten, gleichgefärbten Kalk-steins, wie in der Nähe von Bielefeld, dann sandigeroder kieseliger gelblich grauer Lhonmergel mit scharf ge-trennten wellenförmigen Streifen, mit häufig vorkommen-den Ausscheidungen von Chalcedon und Hornstein. Dasunterste Glied besteht aus einem meist hellgesärbten, bis-weilen eisenschüssigen, sehr mächtigen Sandstein, der nurselten Conglomeratlager enthält. Im teutoburger Walde
Geologie. 18