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Anleitung zum Selbststudium der Geologie : nach dem Book of Science / von Karl Hartmann
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312
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812 Von den secondären od. Flötzformationrn.

in das Rothliegende statt, sondern die Grenze ist durchabweichende Lagerung sehr hervorgehoben. Es tritt aberauch nur dolomitisches Conglomerat, Stellvertreter desZechsteins und nicht wahres Rothliegendes, damit in Be-rührung. Die Hauptmassen des Kohlenkalksteins sind sovom vlä reä und dem Kohlengebirge getrennt, daß sie,einiger kleinen Wechsellagerungen ungeachtet, bei größererAllgemeinheit dieser Verhältnisse als selbstständige Bildun-gen betrachtet werden müßten In den mittleren TheilenEnglands ist der untere Theil des Kohlengebirges undder obere des Kohlenkalksteins vorherrschend, die im Sü-den an ihren Grenzen nur wenig Wechsellagern und an derGrenze einen neuen Charakter angenommen haben, in-dem sie als eine Masse von Schieferthon und (meist grob-körnigem) Kalkstein, hin und wieder mit Kohlenflötzen,erscheinen; das Ganze ist sehr mächtig und unter demNamen WUstone Ai-it (Mühlensandstein) bekannt.

Weiter nach Norden hin hört die Trennung zwischendem Kohlenkalkstein und dem Kohlengebirge ganz auf,und eine Gebirgsart geht in die andere über. Zwei Ab-theilungen sind daher vermengt und keine Scheideliniekann zwischen beiden gezogen werden. Auch der nochübrigbleibende Vlä reä verliert das gewöhnliche Aussehen,welches er in Südengland und Wales hat. Es ist hierein Conglomerat, welches anstatt wie dort allmälig indie darunter liegenden Grauwackenschichten überzugehen,in den Umgebungen des cumberlandschen Seegebirges aufden aufgerichteten Schichtenköpfen des Schiefers liegt undbisweilen ganz fehlt, so daß der Kohlenkalkstein unmit-telbar abweichend die Schichtenköpfe der Grruwacke be-deckt.

Ebenso verschiedenartig, wie die Verhältnisse der nord-englischen Kohlengruppe sich gegen die der südenglischengestalten, ist auch das große schottische Kohlengebirge.Es ist eine große Masse von Conglomeraten, Sandstei-nen, Schieferthonen und Kalksteinlagern mit Kohlenflötzen.Unterschiede, wie sie in Südwales zwischen den drei Ab-theilungen der Gruppe natürlich erscheinen, lassen sich