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Cursus der angewandten Mathematik oder der physisch-mathematischen Wissenschaften / verfasset durch Johann Friedrich Lorenz
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r. NakurerschLimmgen. 3

die Schwere aU eine anziehende Kraft unserer Erbe vor, dieuns aber auch eben so unbekannt ist.

§.8. Vnnierküng 2 . Beyden a llg emein en Phä-nomenen müssen blos ihre Gesetze erforscht werden, ihre Ur«fachen aber hypothetisch bleiben, z. E. bey der Schwere. Beyden besondern P b a n c pr e n e n lassen sich die Ursachen durchmehrere Glieder der Kette verfolgen, bis ein Glied kommt,wo die Erklärung hypothetisch bleibt. Man gehet nämlich vonden nächsten Ursachen zu den entfernter« fort, die alle in eineerste Ursach zusalymenlaufen.

§. 9. Erklärung, Natürlich, naturae con-veniens, heißt, was den unveränderlichen Gesehen derNatur gemäß ist; unnatürlich, naturae aciversiim,was diesen Gesetzen widerspricht.

Sonst heißt auch n a türli ch, naturale, was oh-ne Zuthun der Kunst vorhanden ist; im Gegensatze deskünstlichen, artefactum , was durch Menschen oderThiere bewirkt worden ist.

§. ro. Erklärung. Die Kunst, Erfolge her-vorzubringen , welche die natürlichen Kräfte der Körperzu übertreffen scheinen, heißt die Zauberkunst, ma-gia ; und zwar die .natürliche, natur&lis , in so ferndiese Erfolge sich dennoch auS den natürlichen Kräftender Körper erklären lassen.

F. ii./Erklärung. Erfahrung, experien-tia, heißt alles das, was unsere Sinne an den Natur-erscheinungen wahrnehmen. Hierzu gehören theils B e,obachtungen, observationes, wenn die Körper blosin dem Zustande, worin sie sich von selbst, ohne unserZuthun, besinden, betrachtet werden; theils Versu-ch e, experimenta, wenn wir die Körper mittelst Instru-mente (physikalischen Apparats) in einen belie-bigen Zustand versetzen, worin rrO ihr Verhalten nachGefallen bemerken können.

Z. E. Man sagt: daß man eine Sonnen- oderMondfinsterniß, oder den Durchgang eines Planeten

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