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Cursus der angewandten Mathematik oder der physisch-mathematischen Wissenschaften / verfasset durch Johann Friedrich Lorenz
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2. Naturwissenschaften.

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schen Grundbegriffe, die ihr und der ganzen Physik ge-mein sind, als Einleitung, voranschrckt.

§.24. Anmerkung!. Mit diesen allgemeinen physi-kalischen Theorien muß man also außer Zweifel das Studiumder Physik anfangen, in fo fern solche theils die allgemeinenund nothwendig zum voraus zu seienden Lehren enthalten;theils blos mit Hülfe der gemeinen Geometrie, ohne welcheNiemand auf physikalische Kenntnisse Anspruch machen darf,sich meist auf gemeine Beobachtungen gründen, die offen-bar einfacher und leichter, als die zusammengesetzter» und künst-lichern Versuche sind.

§.25. Anmerkung 2. Es lassen sich aber die Unter,suchmigen der allgemeinen Physik sämmtlich unter zwey Haupt-klassen bringen, deren erste die Grundbegriffe von den allge,meinen Eigenschaften derKörper; die zweyte aber die Leh-re von derB e w e gung, ohne welche keine Veränderung desKörpers in seinen Erscheinungen statt finden kann, enthält.Hierbey aber ist die Betrachtung der Bewegung in doppelterRücksicht anzustellen, daß man theils ihr-Theorien zwarganz allgemein, jedoch besonders in Beziehung auf dieKörperunsrer Erde behandelt; theils aber auch diese Theorien im Gros-sen auf dieBewegnug der Himmelskörper anwktidct. Endlichist auch noch für alle Erscheinungen in der Natur, und besonder«für die von der letzten Art, die Lehre von dem natürlichen undkünstlichen Sehen unentbehrlich.

§.26. Anmerkung 3. Hieraus ergeben sich vier Haupt-abtheilungen der allgemeinen Physik, «der der angewandte»Mathematik:

». Die physikalischen Grundbegriffe, als eineEinleitung, welche theils eine Uebersicht der Naturkundeüberhaupt, und der Physik insbesondere, gewährt; theils denBegriff von der Materie, oder die allgemeinen Eigenschaften»derKörper entwickelt, die bey allen physikalischen Untersuchun-gen zum Grunde liegen, und deren bisheriger Mangel in derangewandten Mathematik manche Lücke gelassen hat.

2. Die mechanischen, d. i. die st a t i sch r n und d y.Hämische «Wissenschaften, welche die Lehre vom Gleich-gewicht und von der Bewegung, oder von den Kräften derKörper, Bewegungen zu verhindern, oder hervorzubringen,enthalten; wobey man jedoch fürerst blos Rücksicht aus dieKörper unserer Erde nimmt.

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