Sind aber die Arme nicht auf einander äguirt, aberGewicht und Schwerpunkt des Wagebalkcns gegeben:so läßt sich die ungleiche Größe der Abtheilungen zwaraus der Theorie des physischen Hebels bestimmen, aberbequemer und besser blos durch Versuche finden.
I!I. Sind große Lasten mit einer Schnellwage abzu-wägen: so muß der Balken mit Zapfen, Haken, Ket-te u. s. w. die gehörige Stärke haben; auch sind beson-dere Vorrichtungen nöthig, die Lasten aufzuhängen, unddie Wage aufzuziehen.
S. 46. Anmerkung. Die §. 45. beschriebene Schnellwa-ge ist die so genannte römische, eigentlich rommanische,von dem arabischen Worte Rom man, ein Granatapfel, wel-che Gestalt das Gegengewicht vnoch jetzt im Oriente hat. A»der so genannten schwedischen oder dänischen läßt sich der Nuhe-pnnkt verschieben, indem das Gegengewicht v in B fest ist.
§.47. Erklärung. Ein unveränderlicher Win-rz«.kel AC B, mit unbiegsamen Schenkeln, der sich um sei-nen unvecrückten Scheitel 6 drehen läßt, heißt ein g e«brochenerHebel, oder Winkelhebel. Die Schen-kel des Winkels AC, CB heißen seine Arme.
§.48. Lehrsatz. Zwey entgegengesetzte KräfteP-, Q, am Winkelhebel AC b, sind im Gleichgewicht,wenn sie sich wie ihre Entfernungen umgekehrt ver-halten.
I. Fall. Die Richtungen der Kräfte A P, BQ,perpendikular auf die Hebelsarme AC, BC, welche da-her zugleich der Kräfte Entfernuugen sind»
Beweis. Aus C beschreibe man mit C A, C B, Krei-fe, und ziehe den wagrechtcn Durchmesser u CB, an wel-chem die Gewichte p, q, die den Kräften P, Q gleich sind,wleken« Nun suchen P und p, so wie Q und q, mitgleicher Gewalt die Scheibe nach ihrer Seite um C zutreten 5,, und es ist für das Gleichgewicht p: q “ .
C b : C a