Vorwort zur vierten Auflage.
Bei dieser neuen Bearbeitung des von Herrn Pfarrer Schweizervon Dirmenstorf mit vielem Fleiße verfaßten, und seit seinem Hin-schiede noch ein Mal ziemlich sorgfältig revidirten Fremdwörterbuches,waren meine Bestrebungen hauptsächlich auf folgende Punkte gerichtet:
Vor Allem auS suchte ich theils Unrichtiges zu verdrängen,theils den vorliegenden Definitionen mehr Genauigkeit und Prä-cision zu geben. Und daß sich nicht nur zu dem Letzter«, sondernauch zu dem Erster« Gelegenheit darbot, mögen einige Beispielezeigen. Wie unbefriedigend und ungenau waren nicht, um nur gleichbei der Mythologie zu verweilen, Bestimmungen folgender Art:„Juno, die höchste und mächtigste Gottheit der Griechen und Römernach dem Jupiter" u. s. f. — Mars, Mavors, der Kriegsgottder Griechen und Römer" u. s. s. — »Merkur, bei den Griechenund Römern der Bote der Götter" u. s. s. — „Saturn, bei denGriechen und Römern deS Uranus Sohn." Wer vermißt hier nichtüberall einen Wink über die griechischen Benennungen und findet indem ersten Artikel noch anderes Ungenügendes?— Allein es hattensich noch offenbarere Unrichtigkeiten eingeschlichen. Sehen wir gleichin dieser Beziehung nochmals auf mythologische Gegenstände, so stießman auf folgende Erklärungen: „Aesculap, so hieß ein berühmtergriechischer Arzt. Daher heißen geschickte Aerzte Aesculapen." Hierwar offenbar der Gott der Arzneikunde an einen bloßen Menschenvertauscht worden. (Sollte aber darauf Rücksicht genommen werden,daß Aesculap erst später unter die Götter versetzt wurde, so hätte doch