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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Ahasverus.

Ahasverus . der ewige Jude. ei» er-dichketec Unglücklicher, der wegen seinerBerschuldnngen gegen Christus, so sehr ersich nach dem Tode sehnt, doch nie ster-be» kann »nd gleich einem ruhelos durchdie Welt gehetzte» Wilde nmhcrirrt.

Aide (franz. Acd'). Gehülfe- Aidede ctanip (sprich: Aede de Kang),Adjutant, Gehülfe des Generals.Aide-Major «sprich: Aed' Matchohr), Ad-jutant, der dem Major in seinem Dicnstebehülflich ist und in seiner Abwesenheitseine Stelle versieht; er hat Licntenants-Rang.

Aidoioyraphle (griech.), Beschrei-bung der Schamtheile.

Aigrefin (fran;. sprich: Acgerfän g),Schlankopf.

Aigrette liranz. sprich: Acgrett'1,1. der Name des weißen Reihers oderNeigers in Persien und Ostindien, dessenlange, am Hinterkopf herabhängende Le-dern die Morgenländer sehr theuer bezah-len und auf dem Turban trage». 2. Rei-gerbusch. Kopfputz von den Federn des Rei-gers. 3. Zikternadel, Demantstranß, Ge-schmeide von herabschwebenden Edelsteinenoder brillante» Haarnadeln.

aigriren (franz. sprich: ägrirc»),1. versänre»; 2. erbittern, verdrießlich ma-chen. Aigreur (sprich: Aegröhr),Schärfe; Bitterkeit; Verdruß.

Alle, siehe Ale-

aimadle (franz. sprich: ämabel),liebenslvürdig.

?(lv (franz- sprich: Aehr), das äußer-liche Ansehen, die Miene, die Art oderHaltung im Gehe». Stehen, in Gebebrden.Daher die Redensart: Er giebt sich ein A i r,d. h. er giebt sich ein großes, vielbeden-tendes Ansehe».

Aisance. 1. Leichtigkeit, Ungezivungen-heit; 2. Gemächlichkeit, Wohlstand.Aise (sprich: es), » so» ol,-.? sein, lvohl-habend sein, ein gutes Auskommen haben ;, sich in einem behaglichen Zustande befinden-Daher mich: aufgeräumt, bei guter Launesein.

Aiti'ologie, siehe Aetiologie.

a jour (franz. sprich: aschur),durchbrochen, durchsichtig; l> jo»>- fassen,Edelsteine so fassen, daß auf der Hintern

aklastisch. 21

Seite kein Metall ist, und sie daher durch-sichtig bleiben; cbopesu L ;our, durchsichti-ger Strohhut. ä jour , in der Buchhal-tung bedeutet, alles sei bis auf den lau-fenden Tag in die Handlungsbücher einge-tragen. er jour sein, frischen Tisch ge-macht haben (Siehe tourant).

ajournire» (franz. sprich: aschnrni-ren>, vertagen, aufschieben, die künftigeSitzung bestimme».

ajustiren (franz. sprich: aschüsti-re»i. siehe adjustiren.

Akademie (griech.), t. hohe Schule,in welcher die höher,, Wissenschaften undfreie» Künste gelehrt werden. 2. Gesell-schaft von Gelehrten, welche sich mit ge-wissen besonder» Fächern der Gelehrsamkeitbeschäftigen, um dieselben z» vervollkomm-nen. So giebt es z. E- Akademien derWissenschaften, der schönen Künste, derMalerei, der Inschriften, ». s. lv.Akademie!, Akademiker, bei de» Al-ten, 1. die Anhänger des Plato, welcherin der Akademie, einem in einer Vor-stadt Athens gelegenen Gymnasium, lehrte;2. die aus der Plmonischen Schule hervor-gegangenen Skeptiker, Zweifler. Sodannist bei den Neuern Akademiker, Aka-demist, ,. einer, der auf einer hohenSchule studirt; 2. Mitglied einer gelehr-te» Gesellschaft, die den Name» Akade-mie führt. akademisch. was zur ho-he» Schule, znr Akademie gehört. Z. E-die akademische Laufbahn, d. h. dieJahre, welche man aus der Akademie zu-bringt.

Akanthen (griech), Laubverzierungenan Säulen. AkaNthologie, Stachel-gedicht-Sammlung.

akataiektisch (griech.).mangelhaft,vollständig, besonders von Versen.

Akatalepste (griech ), 1. Hirnzcrrüt-tung; 2. Unbegreiflichkeit. akatalep-tlsch unbegreiflich unerkennbar. Aka»taleptiker, ein Zweifler, dem Alles un-erkennbar scheint.

»katholisch (griech), unkatholisch,uculliolw,, Nichl-Katholiken.

Akazien-Baum, siehe Acacia.

AkephaU, Akephalen, siehe Acerphalen-

aklastisch (griech ), Strahlen nicht bre-chend.