Aphthe.
Aphthe (griech.), Schwämmche» imMunde, Mundfaule, Soor.
aphyllisch (griech.), blattlos, ohneKelchblatt.
apicos jul'is (lat.), Rechtsspitzfindigkeiten,Nechtsfinten.
Apicius (ursprüngl. eigener Name),Schlemmer, Leckermaul.
Apirie (griech ), Unerfahrcnheit.
Apis , ein bei den alten Aegypternals Gottheit verehrter Skier.
Apistie l griech-), Unglanbe.
aplaniren (lat.). t. verebnen, ebenmache»; 2. ausgleichen.
l, p!oi»b (franz), senkrecht, »ach demSenkblei. — Aplomb (Hauptw.), 1. senk-rechte Richtung. 2. feste, sichere Haltungim Benehme», Charakterfestigkeit.
apodiktisch lgriech.), „nwiderleglich,unbedingt-nothwendig, unstreitig. Ei» apo-diktisches Urtheil ist z. B. folgendes:„Jede Wirkung muß ihre Ursache haben."— Apodiktik, Wissenschaft von demUnbestreitbare».
» poca a pnca < ital.), Mus., nach undnach, allmälig.
Apodosrs (griech.), der Nachsah i»einer Rede, als der wichtigste Theil dersel-ben. — Das Gegentheil von Protafls.
Apogäum (griech. kommt im Kalendervor: Apog.i, Erdferne, d. h. derjenigePunkt in der Bah» eines WelikörperS,z, B- des Mondes, in welchem derselbe vonder Erde am weiteste» absteht. — Das Ge-gentheil heißt Perigäum.
Apographum (griech.), Abschrift,Copie. — Das Gegentheil ist Aulogra-phum.
Apokalypsis, Apokalypse (griech.),die Offenbarung Johannis. — apoka-lyptisch, geheimuißvoll, dunkel, schwär-merisch , träumerisch. — Apokalyptiker,ein Liebhaber von Geheimnisse», Schwär-mer, Träumer-
Apokope (griech.), 1. Endverkürzung.wen» am Ende eines Wortes ein Buchstaboder eine Silbe weggeworfen wird; z. E-thu', statt thue; geh', statt gehe. — DasGegentheil ist Aphäresis. — 2 . Weg-nahme eines Gliedes.
Apokryph» (griech ), oder apokry-
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phische Bücher sind l. diejenige» Bü-cher der Bibel, welchen, wenn sie auch alslehrreich anerkannt wurden, doch. im Ge-gensatze gegen die kanonischen, keingöttlicher Ursprung beigelegt und deren In-halt nicht als Glaubensnorm betrachtet ward,»nd die auch nicht öffentlich vorgelesen wer-den durfte»; 2. überhaupt: Schriften uiübekannter Verfasser. — apokryphisch,verdächtig, nnkcrgeschoben.
Apolepsis (griech.), Stockung der Le-benskhatigkeit; Hemmung, Ausbleiben desAthems, des Pulses u. s. w.
Apollo, Apoll. i. einer der vornehm-sten Götter der Grieche» und Römer, derSohn des Jupiters und der Latona. Erwurde theils als Sonnengott, theils alsGott der Künste und Wissenschaften, be-sonders der Dichtkunst, der Tonkunst, derBeredsamkeit, der Arzneikunst verehrt. Beiden Dichtern heißt er auch Phöbus, He-lios, Sol (die Sonne). 2. Ist es der
Name eines schön gezeichneten Schmetter-lings, der auch Alp e»- Schmetteclingund Augenspiegel heißt.
Apollyon (griech.), der Verderbet',TodeSengel (Offeub. Joh. IX. II.) softvon Vorwitzigen auf Napoleon bezogen).
Apolog (griech.), Lchcfabel. lehrreicheFabel, besonders eine solche, worin unver-nünftige oder leblose Wesen, z. B. Pflan-zen aufgeführt werden.
Apologie (griech.), Schutz- oder Ver-theidigungsrede oder Schrift. — Apo-loget, Apologif! , ein Vertheidiger,Schutzrcdner. — Apologetik, die Ber-theidigungslebre der Wahrheit des Chri-stenthums. — apologetisch, vertheidigend,znr Vertheidigung gehörend. — apolo-glfrre» , vertheidigen, eine Schutzredshalten-
Apopchasis. Apovhase (griech.).Ertheilung eines Rathes, ohne daß es denAnschein hat, daß man einen solche» erthei-len wolle-
Apophlegmatika (griech.), Schleimabführende Mittel.
Apophthegma (griech.), ein kurzer,lehrreicher, scharfsinniger, nachdrücklicherAusspruch, Sinnspruch, Kernspruch, Denk-spruch. Mehrheit: Apophthegmen. —apophthegmatisch, sinnsprüchlich, tref-fend, kurz und sinnreich ausgedrückt.