avouiren.
61
avouiern (franz. sprich: awuire»),1. bekennen, gestehen; 2. gutheiße», aner-kennen, billigen, bestätigen. — Avouö(sprich: Awueh), Schutzherr, Schirm-vogt über Kirchcngüter; auch gerichtliche^Sachivalter.
t, vous (franz. sprich: a wuh), i. anJhiieii (beim Spiel); 2. auf Ihr Wohl-sein ! (beim Trinken).
- rue, auf Sicht.
Avulsio» (lat.), Ab-, Losreißnng.
Are loder Achse), clak.), eine geradeLinie, welche als.durch Die Mitte einesrunde» Körpers gehend gedacht wird. DieErd-Are, eine in Gedanken vom Nord-zum Südpol mitten durch die Erde gezo-gene Linie.
Axiom (griech.), ein Satz, der ohneweiter» Beweis schon durch seinen Inhaltals wahr einleuchtet; eine unwiderleglicheWahrheit, oder ein Grundsatz, der noth-wendig ist, der eine unmittelbare und an-schauliche Gewißheit hat, und aus welchemandere Wahrheiten hergeleitet werde» kön-nen; Ursatz. — axiomatisch, anschau-lich.gewiß, durch sich selbst erwiesen, un-längbar.
Axiopistie (griech-), Glaubwürdigkeit,Aechtheit.
A)?a , i» Spanien, Hofmeister»!, Füh-ren».
Azimuth, ist (in der Sternkunde) derzwischen dem Scheitelkreise eines Gestirnsund dem Meridian des Beobachters enthal-tene Bogen des Horizontes (er ist entwederöstlich oder westlich); Scheitelwinkel. —azimuthal , scheitelwinkelig.
Azoodynamie griech ), in der Heil-kunst, Kraftabnahme.
Azote, Azot(griecb-), Stickluft, Stick-stosf, eine Luftart, in welcher thierischeWesen nicht leben könne». — azotisch,stickluftig.
Azur, 1- das Himmelblau; 2. derAzur- oder Lasur-Stein, ein Steinoder Halbmetall, woraus man die schönsteblaue Farbe, das Lasurblau oder Ul-tramarin, bereitet. — azurn, azu-ren , himmelblau, z. B- das azurneGewölbe des Himmels.
Azyiniten (griech-), so nennt die grie-chische Kirche die Römisch-Katholischen,
. Bacchus.
j weil diese bei'm Abendmal Azyme, d. h.ungesäuertes Brod gebrauchen, da hinge-gen die griechischen Christen gesäuertes neh-men. — Azymon, Azymuni, unge-säuertes Brot.
B.
Baaken, Baken, bei der Seefahrt,Zeichen für Schiffende, damit sie wissen,ivo die Anfuhrt oder Einfahrt, oder auchdas Fahrwasser ist. Es sind entweder be-festigte schwimmende Tonnen, oder Feuer-becken auf Wach- oder Leuchtthürmen.
Baal, ein Götze der Phönizier und Ka-nalisier, (auch der Hebräer zur Zeit dcSManasse). — Baals-Pfaffe, 1. Priesterdieses Götzen; geistlicher Fanlbanch.
Babelmanen , Unruhstifter. Empörer;holländische sogenannte Parioten.
Bablllard (franz.), Schwätzer.
Babiolen (franz.), Spielzeug; Kin-dereien, Kinderpossen, Tändeleien.
Baboschen, Babusche» , (Ueber-schuhe), Päntoffeln mit Hinkerciuartier.
Baccalaureus (lat.), (eigentlich einBelocbeerker), auf Hochschulen ein Ge-lehrter. welcher auf der ersten oder unter-sten Stufe zur Doktorwürde steht. Esfindet diese Reihenfolge Statt: Bakkalau-reus, Licentiat, Doctor. — Baccalau-reat, die Würde eines Bakkalaureus.
Bacchius, ein Versfuß mit einer kur-zen und zwei langen Silben, ;
(vergl. Antibacchius).
Bacchus, der Gott des Weines. —Bacchanalien. Feste, die zn Ehren desBacchus gegeben wurden- Diese Feste wur-den des Nachts mit großem Gelärm gefeiert.Daher bedeutet dieses Wort (Einb. Bac-chanal) auch jetzt noch ein Trink, oderSaufgelage. — bacchanalislren . lär-mende Trinkfeste begehen, wilde Trinkge-lage halten. — Bacchanten und Bac-chantinnen . die, welche die Bacchanalienfeierten ; berauschte Schwärmer und Schwär-merinnen; Trunkenbolde. — Bacchan-ten hießen auch vor der Reformation, dievon Schule zu Schule wandernden erwach-senen Schüler- — bacchantisch , lärmend,ausgelassen, trunken, lveintoll. — Bac-