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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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avouiren.

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avouiern (franz. sprich: awuire»),1. bekennen, gestehen; 2. gutheiße», aner-kennen, billigen, bestätigen. Avouö(sprich: Awueh), Schutzherr, Schirm-vogt über Kirchcngüter; auch gerichtliche^Sachivalter.

t, vous (franz. sprich: a wuh), i. anJhiieii (beim Spiel); 2. auf Ihr Wohl-sein ! (beim Trinken).

- rue, auf Sicht.

Avulsio» (lat.), Ab-, Losreißnng.

Are loder Achse), clak.), eine geradeLinie, welche als.durch Die Mitte einesrunde» Körpers gehend gedacht wird. DieErd-Are, eine in Gedanken vom Nord-zum Südpol mitten durch die Erde gezo-gene Linie.

Axiom (griech.), ein Satz, der ohneweiter» Beweis schon durch seinen Inhaltals wahr einleuchtet; eine unwiderleglicheWahrheit, oder ein Grundsatz, der noth-wendig ist, der eine unmittelbare und an-schauliche Gewißheit hat, und aus welchemandere Wahrheiten hergeleitet werde» kön-nen; Ursatz. axiomatisch, anschau-lich.gewiß, durch sich selbst erwiesen, un-längbar.

Axiopistie (griech-), Glaubwürdigkeit,Aechtheit.

A)?a , i» Spanien, Hofmeister»!, Füh-ren».

Azimuth, ist (in der Sternkunde) derzwischen dem Scheitelkreise eines Gestirnsund dem Meridian des Beobachters enthal-tene Bogen des Horizontes (er ist entwederöstlich oder westlich); Scheitelwinkel.azimuthal , scheitelwinkelig.

Azoodynamie griech ), in der Heil-kunst, Kraftabnahme.

Azote, Azot(griecb-), Stickluft, Stick-stosf, eine Luftart, in welcher thierischeWesen nicht leben könne». azotisch,stickluftig.

Azur, 1- das Himmelblau; 2. derAzur- oder Lasur-Stein, ein Steinoder Halbmetall, woraus man die schönsteblaue Farbe, das Lasurblau oder Ul-tramarin, bereitet. azurn, azu-ren , himmelblau, z. B- das azurneGewölbe des Himmels.

Azyiniten (griech-), so nennt die grie-chische Kirche die Römisch-Katholischen,

. Bacchus.

j weil diese bei'm Abendmal Azyme, d. h.ungesäuertes Brod gebrauchen, da hinge-gen die griechischen Christen gesäuertes neh-men. Azymon, Azymuni, unge-säuertes Brot.

B.

Baaken, Baken, bei der Seefahrt,Zeichen für Schiffende, damit sie wissen,ivo die Anfuhrt oder Einfahrt, oder auchdas Fahrwasser ist. Es sind entweder be-festigte schwimmende Tonnen, oder Feuer-becken auf Wach- oder Leuchtthürmen.

Baal, ein Götze der Phönizier und Ka-nalisier, (auch der Hebräer zur Zeit dcSManasse). Baals-Pfaffe, 1. Priesterdieses Götzen; geistlicher Fanlbanch.

Babelmanen , Unruhstifter. Empörer;holländische sogenannte Parioten.

Bablllard (franz.), Schwätzer.

Babiolen (franz.), Spielzeug; Kin-dereien, Kinderpossen, Tändeleien.

Baboschen, Babusche» , (Ueber-schuhe), Päntoffeln mit Hinkerciuartier.

Baccalaureus (lat.), (eigentlich einBelocbeerker), auf Hochschulen ein Ge-lehrter. welcher auf der ersten oder unter-sten Stufe zur Doktorwürde steht. Esfindet diese Reihenfolge Statt: Bakkalau-reus, Licentiat, Doctor. Baccalau-reat, die Würde eines Bakkalaureus.

Bacchius, ein Versfuß mit einer kur-zen und zwei langen Silben, ;

(vergl. Antibacchius).

Bacchus, der Gott des Weines.Bacchanalien. Feste, die zn Ehren desBacchus gegeben wurden- Diese Feste wur-den des Nachts mit großem Gelärm gefeiert.Daher bedeutet dieses Wort (Einb. Bac-chanal) auch jetzt noch ein Trink, oderSaufgelage. bacchanalislren . lär-mende Trinkfeste begehen, wilde Trinkge-lage halten. Bacchanten und Bac-chantinnen . die, welche die Bacchanalienfeierten ; berauschte Schwärmer und Schwär-merinnen; Trunkenbolde. Bacchan-ten hießen auch vor der Reformation, dievon Schule zu Schule wandernden erwach-senen Schüler- bacchantisch , lärmend,ausgelassen, trunken, lveintoll. Bac-