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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Backbord. '

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chusbruder. Zecher. Bisweilen wirdsogar geradehin ein arger Weintrinker einBacchus genannt, besonders wenn dasGetränk gut bei ihm anschlagt

Backbord , die linke Seite einesSchiffes.

Backrvardation (engl. sprich: Back.wär da schein, beim Sraatspavier-Han-del, die Zinsen, die der Verkäufer trage»muß.

Baculatioir slat.). Stockprugelung. Baculometrie. Kunst, mit Stäben ,Meßruiheu >c- Ausmeffungen vorzunehmen.

Badaud (franz. sprich: Bad oh),Maulaffe. Tropf, Pinsel.

Badian, SkernaniS-

Badin (sprich - Bad eng), einScher-zec, Spaßmacher, Schäker. badini»ren, Spaß treiben, scherzen, spaßen, Pos-se» machen. Badiliage (sprich: Ba-din ah scb'), Badiiierie, Spaß, Posse,Scherz, Schäkerei- Badilie ^ Tändel-stöckchen; Reitgerte.

Bagage (franz. sprich: Bagahfch'),Gepäck, Reisegeräth, Sachen, die ma»auf Reisen oder im Krieg mit sich nimmt.Sodann, gemeine Waare, die man mitsich schleppt. Plunder. Endlich gar bis-weilen: schl-chles Gesinde!, Pack. Bargage-wage», Packwagen.

Bagatelle (franz.), Kleinigkeit. Uner-heblichkeil, unbedeutende Sache. Lumperei.

Bagnette» (franz. sprich: Baniet-te», Trugtulpe», Tulpen, die leicht aus-arten.

Bagno (sprich: Banjo), Berwal).rungsork der Christeusklaven, Sklavenge-fangniß. z. D. i» Konstaukinopel; sodaniiGaleerensklavenkerker.

Baguette (franz.), 1. Gerte, Spieß-ruthe. dünnes Stäbchen; 2. Ladestock.

Bai, kleiner Meerbusen.

Bajaderen, 1. i» Ostindien, Mäd-chen. welche bei öffentliche» Lustbarkeitentanzen, singe»; Freudemadche». 2. VomNacken der kreuzweise »der die Brust ge-schlungene seidene oder wollene Riemen.

Bajazzo (von Doja. Spaß), heißtder bei Seiltänzern, Kunstreiter» u. dergl.gewöhnlich vorkommende Possenreißer, oberHanswurst.

Ballast.

Bailli, Baillif (franz.), Amtmann;Landvogt.

Bajonett, Bajonet, ein dreischnei-diger Dolch, der oben auf die Flinke ge-steckt wird (von der französische» StadtBajonn e).

Bairam, siehe Beiram.

Baiseinain (franz.), Handkuß. Bairsement (sprich: Bäsemang), Fußkuß,in Bezug auf den Papst. Baisers,t. Kusse; 2. mit Schaum gefüllte Zucker-plätzchen.

Bakel (lat.), Stock, Schnlstock.

Basadin. Schautänzer, Ballettänzer.

Balance (franz.), 1. das Gleichge-wicht, die Schwebe, Wage: 2. i derKaufmannssprache, Bilanz, Rechnungsab-schluß, Ausgleichung. balanciren(sprich: balanßireu), 1. daS Gleichge-wicht halten, aufwägen. 2. In figürlichemSinne: unschlüssig sein, zweifeln , anstehe»,schwanken. Balancelle. kleines, sichschaukelndes Fahrzeug. Barke. Ba-lancier, eine Stange oder ei» Balke»,der in der Mitte »m einen eiserne» Za-pfen beweglich ist und an beiden Enden oftbleierne Kugeln oder andere, schwere Ge-Wichte enthält. Er dient zur Regliecungoder Erleichterung einer Bewegung-

Balcon. Balkon (franz.), Altan,Zinne, Söller, Fenstervortriit.

Baldachin, ein Traghimmel, Thron-himmel, eine ausgespannte zierliche Decke,die bei öffentliche» Auszügen über große,vornehme Herrn, oder bei feierliche» Um-gänge» über die Monstranz gehalten undgetragen wird.

Baliste, siehe Balliste-

Baldrian (aus dem lat. Valeriana),Katzenkrank.

Ballade (franz.), ursprünglich ei» Tanz-lied; eine Art Gedichte, welche etwas He-roisches (Heidenmäßiges) oder Abenteuerli-ches zum Gegenstände haben; doch znwei-le» auch den Charakter der gewöhnliche»Romanze» annehmen.

Ballast, Balast (von Last und demdänischen bag, hinken: Hinterlast), 1.Steine, Sand u. dergl , womit der un-terste Raum der Schiffe angefüllt wird,um ihnen die gehörige Schwere und dasGleichgewicht zu geben; SchiffSbeschwerung,