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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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68 Beelzebub.

Beelzebub (hebe.), (Fliegenfürst), derOberste der Teufel; oft Teufel überhaupt.

Beg, i» der Türkei, Herr. als Titelgewisser Beamte». — BeglerbeeZ, iuder Türkei ein Befehlshaber über eineLandschaft; ei» Laudpfleger, Statthalter,Oberstatthalter.

Beginen, Beghiiie», Beguinen,

1. Klostersnngfern, Frauenzimmer. dieentweder unverheirathet oder als Wittivenein eingezogenes Leben führen, ohne jedochdas Klostergelübde gethan zu haben, wie-wohl sie eine eigene, schwarze Kleidungtragen. Die Männer nennt man Beg-harden. — In den Niederlanden sindsie häufig. 2. Betschwestern.

Behemoth , das Riesenthier. das größteLandthier, nach dem alten Testamente;wahrscheinlich der Elephant.

Beirat», ein großes dreitägiges Festbei den Mohamedanern, welches gleich ausden Ramasan (siehe diewS Wort) folgt,und, da dieser letztere mit Fasten gefeiertwird , dem Osterfeste verglichen werden kann.

Belenliut lgriech.). Luchsstein, Pfeil-stein, Strahlstein, Donnerkeil, Herenfinger— nichts als die Versteinerung kegelförmi-ger Schnecken, ähnlich einer Lanzenspitze.

Bei-Esprit (fr. spr.: bell Esprit,),Schöngeist, sinnreicher, witziger Mensch,der sich mit den schönen Wissenschaften be-schäftigt, sonst aber tiefer Studien erman-gelt.

bel-btage lfranz. spr.: Bell - etab sch'),Hauptgeschoß eines Hanfes über dem Erd-geschoß, das Stockwerk eine Treppe hoch.

Bellas thebr.), t. Teufel, Höllenfürst;

2. ei» böser, niederträchtiger Mensch.

Bella domia lital.), Wolfsküsche,

Tollkraut, Wuthbeere, eine Giftpflanze.

detles lettre.-i (franz. sprich: bell'Let-ter), die schönen Wissenschaften, oder diettuinanioi-a, als Beredsamkeit, Dichtkunst.Daher: Belletrist, Liebhaber der schönenWissenschaften, ein Schönschriftler, einSchöngeist. — belletristisch, was zu denschönen Wissenschaften gehört, schöngeiste-risch. — Belletrisierei. Belletristik,Schöngeisterei.

Bellona tlat.), die Göttin des Krie-ges, welche mit Helm, Lanze. Schild undeiner Geißel bewaffnet abgebildet wird, und

Benignitäk.

wie sie die Pferde bor dem Wagen desKriegsgottes antreibt. — bellum ouruiunrcontra onmes, Krieg Aller gegen Alle,Zustand, worin Jeder dem Ander» entge-genwirkt.

Bell-fiancafiersche Methode, sieheüancastersche Methode.

Bellevue lfranz.), Schönsicht. Vgl.Belvedere.

Belvedere lital. spr.: Belwedebr),ei» erhabener Ort, wo man eine schöneAussicht Hot; (daher viele Gartenhäuserund Lustschlösser diese» Namen erhaltenhaben), eine Schönsicht, Lnstwarte, Ans-sichthans, Schanthurm.

Beiiares, Art ostindischer Silberstoff.

beul! tlat), gut, gütlich. — Vene quilatuit, beue vlXlt, Mancher lebt im Stillenam glücklichsten.

benedeie» oder beiiedicire» tlat.),segnen. — Benedicite, der Tifchsegen,das Tischgebet vor der Mahlzeit in Klö-stern. — Bencdictio» . Segen, b.sson-bers Ertheilnng des priesterlichen Segens.

— Benedictiiier, geistliche Ordenslentein der katholischen Kirche, nach der Aregeldes heil Benedictns.

Beneficiarius und Beneficiat, dereine Pfründe oder ei» Einkommen besitzt,das von einer gewissen Stiftung herrührt.

— Beneficium oder Beuestce, Be-nefiz, t. eine Wohlthat; 2. ein mitgewissen Vergabnngseinkünften versehenesgeistliches Amt; Pfründe; Z. Vortheil,Gewinn. — Ein Benefiz-«soncert, einConcert, dessen Ertrag einer Person, diesonst für Gesang oder Musik ein bestimm-tes Gehalt bezieht, außerdem zur Beloh-nung überlassen wird. — Lcueüciu», In-ventai'jj, der Vortheil der Untersuchungund Beschreibung der Hinterlassenschaft einesVerstorbenen, dessen Erbe man nicht ohnegerichtliche Prüfung antreten will; die Be-fngniß zur Ecbfchaftverzeichnnng vor demAntritt derselben, damit man nicht Schul-den zahle» müsse, welche auf dem Ver-storbenen lasteten.

Benevoleiiz llat.s, Gewogenheit, Wohl-wollen, Geneigtheit. — benevolent,wohlwollend.

. Benignität (lat. >, Gutmüthigkeit,Freundlichkeit, Leutseligkeit, Freigebigkeit.