Benzol.
Benzol', ei» balsamisches Gummiharzvon dem Benzokbanm auf Java und denumliegende» Insel».
Berca», Berkan, ei» aus Ziegen-haar, oft auch Wolle gewirktes Zeug.
Berreau (sprich: Berßoh). 1 Wiege2. in der Gartenkunst, ei» Bogengang, eineBogenlanbe, ein Laubengang; li. Laufbretan der Buchdruckerpresse.
Bergamotte, 1. eine edle Birnenart;die Fürstenbirne; 2. eine ihr ähnliche Ci-trone. — Bergamotten-Vel, eine ausdiesen Citronen gezogene Essen;-
Bergere, Lorgrro (scanz. sprich: Ber-schall rei, t. Schäferin; 2. Ruhebett,ein Stuhl, dessen Lehne man zurück legenkann, um darauf zu liegen, gepolsterterRuhesitz; ö. ein großer Frauenzimmer-Strohhnt mit breitem Rand.
Berline, Berlinerwagen, einegroße bedeckte Neisekntsche, von Philipp vonCbieze im XVII. Jahrhundert zu Berlinerfunden, und in Paris nachgeahmt.
Berlocke», Brelocken , üreiogc,-,.?(franz.), t. die mancherlei Zierathen,welche an die Uhrketten gebangt werden.Uhrgehangsel; 2. Kleinigkeiten, unbedeu-tende Dingerchen.
Bernhardiner, geistliche Ordensleuteder katholischen Kirche, nach der Regeldes H. Bernhard aus dem XII. Jahrhun-dert.
Bevnoise (franz. sprich: Bernoase),Bernerkanz.
Berserker LVuth, wilde Kampfwuth— von dem in der altnordischen Fabellehrevorkommende» Helden Berserker.
Berthollet'sches Pulver, Schieß-pnlver, das aus t> Theilen überoridirt salz-sanren Kali, einem Theil Schwefel undeinem Theile fein geliebten Kohlen besteht,und weit stärkere Wirkung als das gewöhn-liche Schießpnlver hervorbringt; es ent-zündet sich durch Reibung oder Schlag.Jetzt wird eine etwas verschiedene Mischungals Knallpulver zu den Zündhütchen ge-braucht.
Beryll (auch Aquamarin genannt),durchsichtiger grünlicher Edelstein, Meer-grünstem.
Besan-Mast, Hintermast. — Besan-Segel, Hintersegel.
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Bestie (lak. Lesiia), t. wildes Thier,Waldthier; 2. wilder, viehischer Mensch,— bestialisch, viehisch, viehmäßig; ab-scheulich. — Bestialität, der Zustandeines unvernünftigen, grausamen und nie-drigen Lastern ergebenen Mensche»; beson-ders Sodomikerei, Thiermißbrauch, viehi-scher Trieb.
Bäte (franz. bäte, sprich: Bat'),l. Rieh; unvernünftiger Mensch, Dumm-kopf; 2. im Kartenspiel, der Einsatz desVerlierenden, Strafsatz. — Bätise, Dumm-heit, dummer Streich, Pinselei.
Betel, eine offindische Pfefferpflanze,deren Blatter viele Morgenlander ihresWoblgernchs wegen kauen.
Betilles, Bethilles, eine Art wei-ßer. indianischer Nesseltücher.
Bevüe (franz. sprich: Bewüh'), einVersehen, ein Verschliß.
Bewindhebber, der Oberanfseher einerholländischen Handelsunkernehmnng, beson-ders der ost- und westindischen Handelsge-sellschaft.
Bey ltürk.), in der Türkei, und beson-ders in Nordasrika, Statthalter. So heißtz. B. der Beherrscher von Tunis, wah-rend derjenige von Tripolis Dey genanntwird.
Bezette, mit Cochenille gefärbtes Stückfeiner Leinwand, rothes Schminklappchen.
Beziers (franz. sprich: Besieh),eine Art von weißem Bordeaur-Wein.
Bezoar, Bezoar-btein, (arab. i,ein steiuartiger Körper. der oft im Magender Gemsen und Bezoarböcke gefunden wird-
Bibale (lat.), Zechgelag. Bibalien,l. Zechgelage; 2. Trinkgelder; Neben-Einnahmen oder Accidentisn der Beamten;Z. Jnnnngs- oder Znnfkgelder beim Auf-dingen der Lehrjungen. — Bibax (Bi-bers»), Trunkenbold, Zecher-
Bibliognosie (griech.), Bücherknnde,Anleitung zur Bücherkenntniß.
Bibliograph < griech.), ein Bücher-kenner, Bücherknndiger, der eine großeKenntniß von Büchern, ihrem Inhalt undihren verschiedenen Ausgaben ,c- besitzt. —Bibliographie, Bücherkenntniß, Be-schreibung der Bücher sowohl nach ihrem