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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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69
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Benzol.

Benzol', ei» balsamisches Gummiharzvon dem Benzokbanm auf Java und denumliegende» Insel».

Berca», Berkan, ei» aus Ziegen-haar, oft auch Wolle gewirktes Zeug.

Berreau (sprich: Berßoh). 1 Wiege2. in der Gartenkunst, ei» Bogengang, eineBogenlanbe, ein Laubengang; li. Laufbretan der Buchdruckerpresse.

Bergamotte, 1. eine edle Birnenart;die Fürstenbirne; 2. eine ihr ähnliche Ci-trone. Bergamotten-Vel, eine ausdiesen Citronen gezogene Essen;-

Bergere, Lorgrro (scanz. sprich: Ber-schall rei, t. Schäferin; 2. Ruhebett,ein Stuhl, dessen Lehne man zurück legenkann, um darauf zu liegen, gepolsterterRuhesitz; ö. ein großer Frauenzimmer-Strohhnt mit breitem Rand.

Berline, Berlinerwagen, einegroße bedeckte Neisekntsche, von Philipp vonCbieze im XVII. Jahrhundert zu Berlinerfunden, und in Paris nachgeahmt.

Berlocke», Brelocken , üreiogc,-,.?(franz.), t. die mancherlei Zierathen,welche an die Uhrketten gebangt werden.Uhrgehangsel; 2. Kleinigkeiten, unbedeu-tende Dingerchen.

Bernhardiner, geistliche Ordensleuteder katholischen Kirche, nach der Regeldes H. Bernhard aus dem XII. Jahrhun-dert.

Bevnoise (franz. sprich: Bernoase),Bernerkanz.

Berserker LVuth, wilde Kampfwuth von dem in der altnordischen Fabellehrevorkommende» Helden Berserker.

Berthollet'sches Pulver, Schieß-pnlver, das aus t> Theilen überoridirt salz-sanren Kali, einem Theil Schwefel undeinem Theile fein geliebten Kohlen besteht,und weit stärkere Wirkung als das gewöhn-liche Schießpnlver hervorbringt; es ent-zündet sich durch Reibung oder Schlag.Jetzt wird eine etwas verschiedene Mischungals Knallpulver zu den Zündhütchen ge-braucht.

Beryll (auch Aquamarin genannt),durchsichtiger grünlicher Edelstein, Meer-grünstem.

Besan-Mast, Hintermast. Besan-Segel, Hintersegel.

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Bestie (lak. Lesiia), t. wildes Thier,Waldthier; 2. wilder, viehischer Mensch, bestialisch, viehisch, viehmäßig; ab-scheulich. Bestialität, der Zustandeines unvernünftigen, grausamen und nie-drigen Lastern ergebenen Mensche»; beson-ders Sodomikerei, Thiermißbrauch, viehi-scher Trieb.

Bäte (franz. bäte, sprich: Bat'),l. Rieh; unvernünftiger Mensch, Dumm-kopf; 2. im Kartenspiel, der Einsatz desVerlierenden, Strafsatz. Bätise, Dumm-heit, dummer Streich, Pinselei.

Betel, eine offindische Pfefferpflanze,deren Blatter viele Morgenlander ihresWoblgernchs wegen kauen.

Betilles, Bethilles, eine Art wei-ßer. indianischer Nesseltücher.

Bevüe (franz. sprich: Bewüh'), einVersehen, ein Verschliß.

Bewindhebber, der Oberanfseher einerholländischen Handelsunkernehmnng, beson-ders der ost- und westindischen Handelsge-sellschaft.

Bey ltürk.), in der Türkei, und beson-ders in Nordasrika, Statthalter. So heißtz. B. der Beherrscher von Tunis, wah-rend derjenige von Tripolis Dey genanntwird.

Bezette, mit Cochenille gefärbtes Stückfeiner Leinwand, rothes Schminklappchen.

Beziers (franz. sprich: Besieh),eine Art von weißem Bordeaur-Wein.

Bezoar, Bezoar-btein, (arab. i,ein steiuartiger Körper. der oft im Magender Gemsen und Bezoarböcke gefunden wird-

Bibale (lat.), Zechgelag. Bibalien,l. Zechgelage; 2. Trinkgelder; Neben-Einnahmen oder Accidentisn der Beamten;Z. Jnnnngs- oder Znnfkgelder beim Auf-dingen der Lehrjungen. Bibax (Bi-bers»), Trunkenbold, Zecher-

Bibliognosie (griech.), Bücherknnde,Anleitung zur Bücherkenntniß.

Bibliograph < griech.), ein Bücher-kenner, Bücherknndiger, der eine großeKenntniß von Büchern, ihrem Inhalt undihren verschiedenen Ausgaben ,c- besitzt.Bibliographie, Bücherkenntniß, Be-schreibung der Bücher sowohl nach ihrem