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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Diner.

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Diner oder II,»-(franz. spr.: Dineh)das Mittagsmahl. — -inike» , zu Mit-tag cffen-

Diöces, Diöcese (griech ), Kirchen-sprengel, ein LaudcSbezirk, daö in Reli-gioiiSsache» einem Bischöfe. Superintenden-ten , Dekan. oder Inspektor untergeordnetist. — Diocesn», einer, der in einenKirchsprengel gehört. Mitglied eines sol-che», ein Eingepfarcter.

Diöcia (griech.), eigentlich zweigehäu-sige Pflanzen, d. h. solche, die auf ver-schiedenen Stammen männliche und weid-liche Blüthe» kragen.

Diogenes» ist der Name eines grie-chische» Weltweisen von der Cynischen Secte,welcher übertrieben einfach lebte. über Sit-te» und Wohlanständigkeit sich wegsetzte. —Daher pflegt man bisweilen einen Men-scheu, der auf Anstand nud LebenSverhalt-uisse wenig Rücksicht nimmt, eine» Dio-genes zu nennen. Vergl. Cyniker.

Dionäa (griech.), 1. Beiname derVeiinS von ihrer Mutter Dione; 2. dieVcnuS-Zliegenfalle, d. i. eine nordameri-konische Pflanze mit eirunden Blatter»,die. wenn eine Fliege oder ei» anderesThierchen sie berührt, sich schließen undjene wie in einer Falle fange» und erdrücken.

Dionysos. der griechische Name desWeingottes. Dgl. Nncchus. — Diornyslrn, Bacchusfeste.

Dl'onyßus , «in berühmter Tyrann vonSyrakuS in Sicilien. — DaS E)hr desDionyftUS, eine den Schall zurückiver-sende Felsengrotte, i» welcher der Tyranndie Rede» der Gefangenen belauscht ha-ben soll.

Diopter, inopi,--, (griech.). das Ab-sehen anf einem Meßinstrument; die Seh-spalce, oder Schauritze. — Dioptrik,die Lehre von der Brechung der Lichtstrah-len, und vom Sehen durch gebrochene Licht-strahlen, Dnrckistchtlehre, -Skrableiibruch-kund«. — dioptrisch, zu der Lehre vonder Strahlenbrechung gehörig.

Diorama sgriech.), ei» durchsichtigesGemälde, hauptsäckilich ein Nnndgemälve,welches mit sich ändernder Beleuchtung ge-sehen wird. Ein Beispiel: DaS Dio-rama einer Kirche kann so eingerichtetsein, daß die vor der bemalten Leinwand

Diplom.

stehenden Zuschauer, zufolge einer treffli-chen Berechnung der Ekrahlenznrückwer-siing und Strahlenbrechung, die Kirchebald i» der Tageshelle, bald in der Däm-merung, bald beim Mondschein erblicken,ja sie bald leer, bald von Andächtige» er-füllt sehen.

Diorthosis, Diorthose (griech.),Einrichtung verrenkter oder krummer Glie-der, Einrenkung. — diorthotisch . znmGerademache» oder zum Einrichten geeignet.

Dioskuren, Dioscure» t griech. j,Eastor und Pollnr, die beiden Söhne Ju-piters von der Leda. Sie wurden alsSchutzgöttec der Seefahrer verehrt. IhreNamen sind in dem Gestirn: die Zwillinge,verewigt.

Diosiosts, Diosiost (gri.ch.), Kno-chenverschiebnng, AuStritt der Knochen.

dipetalisch und -i'phyllisch, zwei-blätterig.

Diphthong (griech.>, ein Doppellaut:zwei zusammengesetzte Selbstlaute, die mitEinem Tone ausgesprochen werden, z. E.ei, au, u. s. f.

Diplasiasmus (griech.), Verdoppe-lung eines Buchstabens, besonders einesConsonanken, um den vor ihm stehendenSelbstlaut lang oder gedehnt zu machen,z. B. reNigio statt r-Iigia. — Diplnston,Doppelflugel, Pianoforte mit zwei Clavia-turen.

Diplüe (griech.), 1 . das Zellgewebe,die markige Substanz zwischen den beide»K nochenplakten der Hirnschale; 2. die Kuo-chenplatten selbst.

Diplom. Niniaio.i sgriech.), ein offe-ner ZreiheitS-, BestäkigungS-, oder Gna-deubcief, worin Würden, Rechte oder Frei-heiten ertheilt und bewilligt werden; einBestallungSdrief, ErnenniingSbrief, einAdelsbrief, eine Urkunde. — Diplomci-tik, >. Urknndenlehre, die Kunst oderWissenschaft, welche alte Urkunden verste-hen, beurtheilen und benutzen lehrt; 2.GesandtfchaftSkunde, die zur GesandtschafkS-fühcring erforderliche Kenntniß der verschie-denen Staatenverhältniffe; die Unterhand-lnngSklinst, StaatSgeschäfköknnde. In die-ser Bedeutung kommt auch Diplomatievor. — Diplomntiker , >- Urknnden-kenner; 2. GesandtschaftSkundigec. Inderletzter» Bedeutung kommt auch Diplomat