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Filet.
Filet (franz.), 1. ei» aus feinem Zwirnin Gestalt eines Netzes gestriktes Gewebe,welches mit Blumen benähet, und zu ver-schiedenen Kleidungsstücken gebraucht wird;ein Netzgewebe; 2. Lendenbraten. Kiel -wIioeuk; 3. ein in Gestalt ven Nudeln ge-schnittenes Backwerk. — Fileten . Gold-striche auf Biicherbänden, oder auch dieStempel dazu, Skrichstempel-
Filier!, llat.), eine Tochter- oderRe-benkirche, eine Kirche oder Gemeine diein eine Mutter- oder Hanvkkirche einge-psarrt ist, und wo der Gottesdienst voneinem Geistlichen der Mntterkirche gehaltenwird. — Filialisi, >. der zu einer Ne-bcnpsarre gehört; 2. in der Schweiz auchder Geistliche, welcher zur Haltung desGottesdienstes in der Nebenkicche bestellt ist.
Filiation (lat.), k. Anerkennung einesKindes für das seinige; Kindschast, recht-liche Abstammung; 2. Zusammenhang.
Filigran (fran; ), feines Gold- oderSilberdrahtgeflechte.
Filoselle, eine Art Florctseide. Flock-seide.
Filou 'franz. sprich: Filouh), einpfiffiger Betrüger, Gandieb, Spitzbube,Bcntelschneider. — Filoukerie. Spitz-büberei. Betrügerei, Schelmerei, Gaunerei.
filtriren llat.), durchseihen, eine Flüs-sigkeit durch Löschpapier, Tuch. seines Siebu. s. f. lausen lassen. — Filtrir-Stein,ein löcheriger oder grobporoter Sandstein,dessen man sich zum Durchseien bedient. —Filtrum , Seihetuch, Seiher. — Fil-tration , Dnrchseihnng.
Final, Finale llat.), tdas), der Be-schluß, das Ende, der Ansgang einerCache, Schlnßstück. — Final-Sentenz,Endnrthell, letzter Spruch.
Finanzen (franz.), der Staatshaus-halt, das Staatsvermögen, die Staats-einkünfte, Daher: Z i n a n z - R a th, Fi-nanz-Minister, Finanz - We se n ,F i n a n ; - C o l l eg i n m . F i n a n z - W i s -senschask. Bisweilen wendet man diesesWort auch auf das Vermögen einer ein-zelnen Person an. — k'Nwucis,- (sprich :Finangßieh), Skaatswirkh, Kammerbeamter, Schatzverivaltec. — finanziell,was sich auf daS Staatsvermögen bezieht.— finanziren, ). die Staatseinkünfte
Fiskal.
vermehren, den Schatz vergrößern; 2. sichauf den Erwerb verstehen.
Finesse (franz.), Feinheit, List, Kunst-griff, Kniff, Verschmitztheit.
fingiren (lat.), erdichten, vorgeben,z-B. fingirte Münze», angenommene,eingebildete Münzen, von deren Werthman keine ausgeprägten Stücke hat, dienur Nechnungsmünzeii sind. Vgl. Ster-ling.
icinis (lat.), 1. Ende; 2. Endzweck. —v'iui., l'oron.t Opus, das Ende krönet dasWerk; Ende gut, alles gut,
! V'lnito (ital,), in der Kaufmannssprache,Rechnungsabschluß.
Finte, eigentlich ein Trngstoß in derFechiknnst, daher figürlich: eine List. ei»listiger Streich. Siehe v'eiuie.
Firlefanz, Tand, Albernheit, Possen,
Firma (lat,), der Name, unter wel-chem eine Kansmaniis-Haiidlniig geführtwird. Handlungs-Unterschrisr, HandlungS-nanie, Nagion. — Firma geben, d. h,einem Handlnngsbedienten Vollmacht geben,die Handliingsnnkerschrift zu gebrauchen, —firmire», den Handliingsnamen »ntcr-schreiben.
Firmainent (lat), die Fest« des Him-mcls, das scheinbare Himmelsgewölbe.
Firman, Ferman (türk.), ein Befehlvom türkischen Großvezier im Namen desKaisers ausgefertigt, türkisches Cabinets-schreiben; Bestallung, Erlanbiiißschein, eineschriftliche Erlaubniß, Handel zu treiben.
Firmung, Firmelung (lat ), einesder sieben Sakramente der römisch-katholi-schen und der griechischen Kirche. Es isteine Tanfbcstatignng, Taufei Neuerung, diebei den Katholiken vom 6ken bis zum t itenJahre vorgenommen wird- Der Weih-bischof oder Bischof zeichnet, in Gegenwartder Pathen, dem Kinde mit Cbrysam, d. i.geweihtem Oel, ein Kren; auf die Stirn,legt ihm die Hand aufs Haupt und gibt ihmeinen leichten Backenstreich. Vergl. chon-firmande»- — firmeln, die beschriebeneCeremonie vollführen.
Firniß , eine flüssige, ölige oder har-zige Materie, um gewissen Körpern einenGlanz zu geben, ein Lack, glänzender An-strich.
Fiscal (lat.), t. eine obrigkeitliche