201 Flanell. Floret.
Flanell, ungefärbtes leichtes Wollen-zeug.
Flanke. Flanque (franz.), die Seite,Seitenfläche; der Heeresflngel; die Steeich.linie einer Festung. — I„ die Flankefallen, von der Seile einbreche». —Flanqueur, Streifreiter, herumstreife»,der Netter, der den Feind beunruhigenmuß, Plankler. — fiankire» , flanqui-re», t. von der Seite bestreiche», be-schießen, angreifen; 2. die Seite decke».— heruinflankiren, Herumschweifen.
Flatterte (franz.), Schmeichelei, ck-was Schmeichelhaftes. — Flatteur ,(sprich: Flattöhr), Schmeichler. — flat-tiren , schmeicheln, süße Worte geben;übermäßig loben; liebkosen.
Flatus llat), Blähungen, Winde imUnterleib. — Flatulenz, Blähsucht, Ge-»eigtheit zu Blähungen, Austreibung desUnterleibes. Das Work wird auch bild-lich gebraucht; so sagt Menzel vcn ge-wissen Schriften: „Solche Schüler-F la -t» lenzen sollte man verbrennen, oderunter alten Papieren für die Privaterinne-rung begraben." — flatulent, t. dlä-hend; 2. an der Blahsncht, Windsuchtleidend.
i'Umto (ital.), Flöte. — tl»nia„,la, flö-tenartig.
Fleche. Flesche tfran;.), >. cigeut-lich ei» Pfeil; 2. Pfeilschanze, pfeilfürmi-geS Festungswerk, das auf dem Fuße desClaris an den bedeckten Weg gemachtwird.
flectire» (lat.), 1. biege»; 2. in derSprachlehre, die Wörter nach den Regelnabwandeln, verändern, biegen, umbilden,declünreu oder conjngiren.
Fleuret (franz. sprich: Flöreh), t.Nappiec, stumpfer Zechtdegeu; 2. Flock-seide.
Fleuretten (franz. sprich: Floret-ten , Schmeicheleien, Süßigkeiten.
Fleurist, t- ein Blumenfreund. Blu-menkeiiner; 2. Blumenhändler; 3. Blu-menmaler (auch Florist). — Fleuro»lsprich: Flörong). t. Verzierung vonBlumen und Laubwerk; 2 . ein aus alle-gorische» Figuren zusammengesetzter Kupfer-stich, welcher auf das erste Blatt einesBuches gesetzt zu werden pflegt, Titel-Vig-nette, Titel-Kupfer.
fleribel (lat.), biegsam, lenksam. —Fleribilitnt, Biegsamkeit, Lenksamkeit.
— Flerio» . Biegung, das Biegen. —Fleror, Beugmuskel. Dgl. fiectlre».
Flibustier tholl. sprich: Flibüstieh),Seeräuber, Freibeuter in den amerikani-schen Gewässern.
Fließ, auch Vließ (vom lat. Veit»,),ein Fell, woran sich noch die Molle be-findet.
Filet, Fliete ein Aderlaßeisen, beson-ders zum Gebrauche bei den Thieren.
Flintglas, weißes, Helles Kieselglas,das zu Fern- und Vergrößerungsgläserngebraucht wird.
Flip, ein englisches warmes Getränk ausBier, Branntwein, Eier und Zucker.
Flor (lat.), 1 . die Blüthe, der Blü-thestand. die Blüthezeit; 2. eine Samm-lung in der Blnthe begriffener Blumen,z. B. Tulpenflor; Z. bildlich, Wohlstand,Gedeihen ; 4. dünugewebterZeug von Seide.
— Flora, >. die Blumengötti», alsjunge Nymphe mit einem Blumenkörbe ab-gebildet; 2. die Gesammtheit der in einemLande wachsenden Pflanze»; auch das Ver-zeichniß derselben. — Floralie» , Festeder Flora mit üppigen Schauspielen undTänzen gefeiert. — Floreal llranz.),Blumenmonat, der 8te Monat im vorma-ligen französischen Revolutions-Kalender;vom 22. April bis ill. Mai.
Flore» (lat. k'lnrenn.-i) , b'lorin , Florrin (franz. sprich: Flor ang), einGulden.
Florencelfranz. sprich: Floranss'),Florentiner Taffel, starker Fntkerkaffek.
floveiitinische Gchule, die berührn-ten florentinischeu Künstler. besonders Ma-ler und Bildhauer, vom töten Jahrhun-dert an.
Flores (lat.), Blumen; die feinstenund edelsten Theile, die aus den Körpernchemisch geschieden werden. — ttoi-es .--»l-,,>»>, l?, Schwefelblnmen. — In Flori»bus lebe» , d. i. herrlich und in Freu-den leben; vielen Aufwand machen.
Floret, 1. Flockseide, das rauhe Ge-spiunst, welches den reinen Faden des Ko-kons umgibt und nicht - gehaspelt werdenkann sondern gesponnen werden muß; 2.Ausschuß oder Abgang der gute» Seide,