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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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207
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Forleresse.

überzogene Hammer hak; es nute, scheidetsich vom Claviec dadurck, daß man aufdemselben den To» verstärken nnd schivä-che» kann.

Forteresse (franz.), kleine Festung.Siehe Fort- — fortificireu , einen Ortnach den Regel» der Kriegsbaukunst be-festigen. — Fortification, >. Befesti-gung, Schanzwerk; 2. Befestignngskunst,Kriegsbaukunst; 3. Zestnngsbanamt. —fortificireii, starken, stark machen.

Fortuna (lat.l, die Glücksgöttin- —Fortiilie, koi-toi»- (fraiiz), Gluck. Da-her die Redensart, koeiune machen, seinGlück machen, einen gute» Schick machen.— ä In fnl iimo tiu pol (strith: allaFor-tühn' dü Poh), auf Hiansmannskost(einladen).

Forum (lat.), Gerichtshof. Gerichts-beborde. (Eigentlich heißt es ein Markt-platz, und hat die Bedeutung eines Ge-richts darum erhalten, weil bei den Nö-mern die Rechtshändel auf öffentlichemMarkte entschieden wurden.) — körnn,cv»ipe>eu5, das Gericht, wohin eine Sachegehört, oder wo Jemand belangt werde»muß. Das Gegentheil ist kor,,,» j„co,»>,e-tenr. — in tui-o, vor Gericht. — körnn,tlelicii euinnii«!»', die Gerichtsbehürde, ivelthesteh aii deni Orte befindet, wo ein Verbre-chen begangen wurde. — körnn, ileelinnrr,,vor einem Geriehie nicht erscheinen wolle».Daher: s o r i d e c l i »a t o r i sch, ei» Ge-richt nicht anerkennend, ablehnend. — ko-ren.,!,, gerichtlich. — koren,er, so vielals koranei, Fremde.

Fossil. M. FosfiliciXlat ), jeder ausder Erde bervorgegrabene Körper, sowohlein versteinerter organischer, als ein unor-ganischer, Grnbengnt, Berggut. — fossil(als Beiwort), ausgegraben, versteinert,z. B- fossile Ruschen. '

Fötus , stehe oben.

Fou (franz. sprich: Fnh), l. Narr;2. Lauser im Schachspiel.

soudroylreii (franz.), niederdonnern,»iederfchmeltern.

Foulard lfranz. sprich: Fnlahr),ostindisches seidenes Taschentuch-

Fourage, Fourrage (franz. strich:Zucahsch'), Futter für Pferde einer Ar-mee; »»eigentlich, Lebensmittel überhaupt.

Fraktur. 207

— fourragireu , Futter oder auch Le-bensmittel hole», anftreiben.

Fourberie (franz. sprich: Fnrbcrih',Schelmerei, Betrügerei.

Fourgo» (stanz, sprich: Für gong),

1. Gabelwagen, Packwagen; 2. (milit.)Vorrathswagen.

Fourrier, Furier stanz.), ein Un-teroffizier bei einer Compagnie, der für dieQuartiere der Soldaten sorgt, das Com-misbrck und die Rationen erhalt und aus-theilt. „nd das Lager mit abstecken hilft.

— Hoffurier bestellt Onarkiere für dieam fürstlichen Hofe ankommenden Gäste-

— Rainmerfurier , besorgt das Quar-tier für die reisende Herrschaft. — Fürrierschütze» , Fnriergehülfen, gemeineSoldaten, welche dem Furier im Feld-dienste helfen, auf dem Marsche vorausge-hen, Quartiere bestellen ». s. w.

Fourilier (stanz ), dünne schönfarbigeHolzblattchen zur Auslegung künstlicherTischlerarbeiten. — fourulreu , furili-ren. 1. bei den Tischler», Geräthe vongemeinem Holz mit dünnen Blattchen vonallerhand schönein Holz künstlich auslegen;

2. hergeben, etwas liefern, einen mit et-was versehen.

Fourrüre (franz.), 1. Peljwerk, 2.Granwerk oder Hermelin in der Wappen-kunst.

fovireu (lat.), eigentlich: bähen, wär-men ; daher pstegen , begünstige» , nabreii.

Foyer franz. sprich : F oj eh), eigent-lich: >. der Heerd; 2. Brennpunkt, Mit-telpunkt, der Ort, von welchem aus etwasBöseS. Verkehrtes sich verbreitet; 3. dasWärmzimmer im Schanspielbause; ein Sam-melplatz der Kenner »nd Nichikcnner, Non-vrllisten, und Benrtbeiler des Theatecper-sonale und der Theaterstücke.

Frac, Frack (engl.), eine Art ein-facher, kurzer Herrenröcke.

Fraction, (lat.). I. die Brechung,z. B- der Lichtstrahlen; 2. ei» aus Zahlenbestehender Bruch.

Fractur, krnclnrn (lat.). l. Trennungdes Zusammenhangs eines Knochens, ei»Beinbruch. 2. gebrochene oder eckige Buch-stabenschrift; zum Unterschiede von der run-den oder sogenannten Schwabacherschrift;Kanzleischrifr. — fragil, zerbrechlich;