Buch 
J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
Entstehung
Seite
209
JPEG-Download
 

Fricandeau.

lüstlittg. — Friaildise , Leckerei, Nä-scherei.

Fricandeau, rricnnSenu (fron;, sprich:Friggando), ein Stück gespicktes Kalb-fleisch au einer Brühe. — inioas^öe (sprich:Friggassee), ein Gericht von kleinge-schnittenem Fleische oder zerstückeltem Ge-flügel, Eingeschnittcnes. — fricasstren,einschneiden, ein Essen von kleingeschnitte-nem Fleische zubereiten.

Friction (lat.), das Reiben, die Rei-bung.

Fviedrichsd'or, eine Goldmünze mitdem Bildnisse Friedrichs des Großen, sünfpreußische Thaler am Werth.

Friggir, in der nordischen Fabellehre,die Gemahlin des Odin, des Königs derGötter.

Frimaire ifranz.), der Neifmonat,der dritte Monat im französischen Revo-lntionskalender, vom 21. November bis20. Dezember.

fringiren lfranz.), bei den Färbern,stark auSringen, answinden, ivobei dasGarn zusammengedreht wird. Dieses ge-schieht vermittelst eines Haspels, welcherFringireisen oder Fringeisen beißt.

Friprer (franz. sprich: Fripieb).Trödler.

Fripon lfranz. sprich: Frippong),Schelm, Gauner, Schalk. — Friponerte,Schelmenstreich, Gaunerei, Schalkheit.

fvtstren lfranz.), das Haar kräuseln,risur, der Haarbau, die Haarkrause,riseur lsprich: Frisöhr), ein Haar-kränsler.

Frissonnement (stanz. sprich: Fcis-sonnemang), Schauer.

Dritte (ikal-i, das Gemenge oder diezusammengemischte Masse, woraus daSGlas gemacht wird; Glasstoff.

frivol llat.), 1. kleinlich, eitel, nichtig,geringfügig; 2. leichtfertig, leichtsinnig,flatterhaft, mnthwillig. — Frivolität .Mnihwille, Leichtsinn, Leichtfertigkeit, Flat-terhaftigkeit.

Fronde lfranz.), in Frankreich, eineGegenpartei des Hofes im 17ten Jahrhun-dert. So gedenkt man etwa der Wirrender Fronde. Daher Frondeur (sprich:Frondöhc), ein Mißvergnügter, einTadler und Gegner der Regierung. —

Schweizers Wörterbuch. V.

fulminant. 209

frondiren , gegen die Regierung schim-pfen, toben.

Fronte (stanz.), 1. die Stirnseite, dervordere Theil oder die vordere Seite, z. B-eines Hauses; 2. die vorderste Linie einesin Ordnung gestellten Hansens Soldaten;8. diejenige Linie einer Festung, die derangreifende Feind gerade vor sich hat. —Frontieres, die Grenzen eines Landes.— Frontispice, Frontispiz I. Voc-dertheil eines Gebäudes. Vorderseite, Gie-belseike; 2. das Titelblatt eines Buches,Titelknpfec. — Fronton lsprich: Fron-tong), Stirnwand, Giebel, z. E. Thür-giebel, Fenstergiebel.

Frontignac lfranz. sprich: Fronti-niak), ein süßer Muskatellerwein.

frottiren (stanz.), reiben. — Frot-tenient (sprich: Frottemang), Rei-bung, das Reiben.

Fructidov (franz.), der Frucktmonat,der >2te Monat im französischen Revolu-tionskalender, vom 18. August bis 16.Herbstmonak.

Fructification (lat.), Befruchtung,Fruchtbringung.

frugal (lat.i, mäßig, genügsam, spar-sam , haushälterisch; z. B- frugal le-ben. sehr mäßig leben; ein frugalesMahl, ein einfaches Mahl. — Frugaslität . Mäßigkeit im Essen und Trinken,Nüchternheit, Sparsamkeit.

kroges cons,Miere null (lat.), nur zumGenießen geborne Menschen, üppige Müs-siggänger.

Frustration (lat.), Vereitelung, Täu-schung. — frustrire», um etwas brin-gen, täuschen; vereiteln.

Fugacität llat.l, Flüchtigkeit, Ver-gänglichkeit. — kagae suspertuz , in derRechtssprache, der Flucht, der Enkweichungverdächtig. — fugitiv, flüchtig.

kuinius tt'ros's l lat., eigentlich: wir sindTrojaner gewesen, wir sind nicht mehrTrojaner), sprichwörtliche Redensart: esist mit unsrer Herrlichkeit aus!

Fulguration.llat.), das Wetterleuch-ten; der Silberblick (Chemie).

fulminant (lat.), 1. blitzend; 2. wet-ternd, drohend, hitzig. — fulminiren,wettern, fluchen, lästern, toben und wü-then. Man braucht dieses Wort auch vongewissen Körpern, welche bei der Lntzü»-14