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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Granate.

220 Koverno, a Kvverno.

schaft. — gouverniren, guberniren,regieren, beherrschen, verwalten. — Gou-verneur lsprich: Gnwernöbr), (Gu-bernator), 1. Befehlshaber oder Statt-halter eines Landbezirks; 2. Commandanteiner Festung; Z. Erzieher oder Hofmeistereines junge» Herrn vom Stande.

(ikal. sprich: Gowerno), bei den Kauf-leuten, zur Nachricht, zur Regel oderRichtschnur.

Grace lfcanz. sprich: Grahst'l, l.Anmuth, Lieblichkeit, Reiz; Anstand; 2.Gnade, Gunst, Wohlgewogenheik. — gra-ciös (vom lat. zrsüosu»), l. anmuthig,lieblich; 2. gnädig, gewogen.

gradattin (lat.), stufenweise. Schrittfür Schritt, allmählig. — Gradation,Stufenfolge, Abstufung, allmähliges Auf-steigen oder Erbeben, stufenweise Erhöhung.Speziell: fRedek.j Steigerung, Erhöhung;fMalereij, unmerkliche Facbenändecung,Farbenabstnfung. — gradiren , t. erhö-ben, abstufen; 2, dem Gold eins höhereFarbe geben; 3. eine Flüssigkeit in einemöglichst große Fläche ausbreiten, oder ineine möglichst große Menge von Theilenzertheilen, (z. B. durch Abtröpfelung),welche der warmen Luft sehr viele Berüh-rungspunkte zum Verdunsten darbieten,besonders der Salzsohle durch Abdampfungdes Wassers mehr Gehalt geben. Der,welcher dieses Geschäft verrichtet, heißtGradirer, und die Verrichtung desselbenheißt Gradlrung.

Gradivus (lat.), Zuname des Mars,der kühn einherschrcitende.

Grabuale, Grahual (neu-lat.), beiden Katholiken, ein Buch, worin die Ge-sänge stehen, welche bei dem Gottesdienste,besonders bei der Messe gesungen werden.

— Versus grsäuales, Stnfenverse, dieje-nigen sonn. und festtäglichen Gesänge, durchwelche das Chor in gewissen Absätzen ant-wortet. — Gradual-Schrift, Gra-dual-Disputatio» , akademische Streit-schrift, vermittelst welcher Jemand Magi-ster oder Doctor wird. lSiehe Gradus.)

— Gradualität, allmähliges Vorrücken.

— Graduaticm . t. Abtheilung in Grade,z. B. auf der Landcharte; 2. Ertheilungeiner gelehrten Würde, z. E. Doctor- oderMagistecivnrde. — graduirt, einer, der

durch eine akademische Schrift eine gelehrteWürde erhalten hat. — Grabus, stGrad, Stufe; 2. Ehrenflnfe, akademischeoder gelehrte Würde; 3. Steigerungsstufeder Beiwörter und Nebsnwörker; nämlichPositiv, die gesetzte; Comparativ, die Ver-gleichnngs-, und Superlativ, die obersteStufe; z. E. der gelehrte, gelehrtere, ge-lehrteste-

Gräcismus (griech.), eine Eigenheitder griechischen Sprache. — gräci stiren,griecheln, griechische Spracheigenbeiten ein-mischen. — Sräcomailie, blinde Vor-liebe für das Griechische.

Graffito (ital.), Grau in Gran (da-her stanz. Grisaille sprich: (Gcisallje),Malerei mit Schwarz und Weiß.

Gragvam, halbseidenes, stämmig ge.streiftes Zeug zu Sommerkleidern.

gramirte (stanz, von gram, Korn,Same) Zeichnung, geriefelte, bei wel-cher jeder Schatten mit der schief gerich-teten Spitze des Bleistifts aufgefetzt wird,und welche daher ein geriefeltes oder kör-niges Ansehen bekommt.

Grains (stanz.), Seidenraupeneier.

Grammatik (griech.), Grammaivessranz.), >. Sprachlehre, Sprachkunst: 2.ein, die Regeln einer Spräche enthalten-des Buch. — Grammatiker, Sprach-lehrer, Sprachforscher. — grammatisch,grammatikalisch, was zur Sprachlehregehört, oder auf die Sprachlehre gegrün-det ist. — grammatisch-richtig, sprach-richtig, nach den Regeln der Sprachlehre.

Gramme, die Einheit des Gewichtesin Frankreich, ungefähr t? Grä». Grünaber ist ein sehr kleines Gold- und Silber-gewicht, beim Golde das Drittel einesGrans, beim Silber der l8te Theil einesLothes, daher Dekagramm«, Gewichtvon 1v Grammen.

Gran. kleines Apothekergewicht, der20ste Theil eines Scrupels, der 6vste einesQuentchens.

Granalien (nenlat. >, die zugesetzteund gekörnte Masse einer Münze oder einesMetalles, die zur Untersuchung des Ge-haltes gekörnt wird.

Granat, Blntstein, ei» geringer blnt-rother. Edelstein.

Granate, Brandkngel, Znndkugel,