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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Laveton.

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l^aterna mn^icz.

l./>ler»!> ,»->8>L-> (lat.), Zauberlaterne;«in Instrument mit einem Hohlspiegel n„dzwei erhabenen Gläsern, wodurch man ineinem verfinsterte» Zimmer an einer Wandsehr kleine Figuren in einer gewissen Ent-fernung in riesenmäßiger Grösse vorstelle»kann. (Siehe Lsmera vksoui a. )

Interne, in der Baukunst, ein kleines,auf alle» Seiten offenes Thürmchen.

laterilifrreil, einen an den Laternen-pfähl oder Arm. d. h. an eine» der eiser-nen Stäbe aufknüpfen, an welchen zu Pa<riS die Straßenlaternen hänge»; ein WortauS der französischen Revolutionszeit.

tatet aiiAuis in Verba (lat.), es ist eineSchlange im Grase verborgen. eü stecktetwas dahinter, «S drohet Gefahr, Ver-rath.

Latinismus (lat.1, eine der lateinische»Sprache eigene Reden-art; «ine auS derlateinischen Sprache in eine andere überge-tragene Wendung. — Latinist, Lateiner,Kenner der lateinischen Sprache. — la-tinisiern . lateinische Endungen, Aue-drucke. Wendungen gebrauchen, lakeineln.— Latinität, die lateinische Sprache,daS Latein.

liatitudinarier (lat), t. so hiesse» inEngland und Schottland diejenigen, welcheim >7ten Jahrhunderte während der hefti-ge» Streitigkeiten, in welche mehrere reli-giöse Secte» verwickelt waren, Vermitte-lungSversnche machten, und daher von denverschiedenen Parteien als Laue verschrieenwurde»; 2. Vertheidiger schlaffer mocali-scher Grundsätze und Handlungen. DaSGegentheil von Rigsrist-

Latitudo (lat.), Latitüde lsianz),die geographische Breite. Der letzte Aus-druck bezeichnet auch: weiter Spielraum,weite Ausdehnung; daher wieder: grosseFreiheit, freie Hand; oder auch Unbe-stimmiheit der Bedeutung.

Latiunr (lat.), die Hanptprovinz d«Salten Italiens, der Wohnsitz der altenLateiner; derjenige Strich Italiens, derjetzt tlampaxns äi lioinn heisst; wird in derhöher» Schreibart auch überhaupt für dieitalienischen Staaten der alten Römer ge-braucht.

Latona lgriech. Leto). die Göttin,welche Mutter des Apollo und der Diana ist.

Latvinen(lat.),Abtritte, AbtcittSgrnbe».

Latrsciniunr <lat.), Straßenrand.

Latun, Messingblech.

Latus llat.), 1. eine Seite; 2. inRechnungen, die Summe oder Betrag einerSeite. — I-atu- per re, Seite für sich;in Rechnungen, wenn nicht mehr als ei»Posten auf einer Seite steht.

Latwerge, Dicksaft, Saftmus.

Laudanuin llat.). Mohnsaft «in schlaf,bringendes, schmerzstillendes Arzneimittel.

Laudum (lat.), ei» schiedsrichterlicherSpruch und Vergleich.

Laudeniiuin (lat.), Lehengeld, LehnS-gebühr, Lehnschatz-

laudiren > beim Tuchscheere», das Tuchvor dem Pressen mit Baumöl bestreichen,um ihm eine» falsche» Glanz zu geben-

Laudisien (lat.), Lobsänger, gewisseitalienische Sänger, die weißgekleidet undmit brennenden Kerzen durch die Straßenziehen und vor den Kirche» singen.

Laureat llat ), ein Belorbeertec, ei»gekrönter Dichter.

l..iur v-o < lat. Gott Lob! Gott sei ge-lobt!), weil man ehemals diesen Ausrufoben über die Schuldrechnunge» setzte, sobezeichnet er auch jetzt noch eine Rechnung,die man bezahlen soll.

Lautenist» Lautenspieler.

Lauwine, Lawine, eine Masse Schnee,die sich aus hohen Bergen aus einem klei-nen Klümpchen bildet und im Herabrollenoft fs^roß wird, dass sie Häuser umreißt;Schneesturz.

Lava, ein Gemisch geschmolzener Ma-terien, welche die feuerspeienden Berge aus-werfen. Der auS dieser Feuermasse, in-dem sie sich abkühlt, entstehende, demMarmor gleichende Stein, wird znm Pfla-stern und Hausbau gebraucht.

Lavement lsprich: Law'mangh) Kly-stier , Aftereinspritzung.

Lavendel, Spike (wohlriechendes Gar-tengewächs).

Laverna (lat.), die Göttin der Diebeund Betrüger bei den Römern.

Laveton (sprich: Lalvetong), dieheim Walke» der Tücher in den Walkstöckenzurückbleibende Wolle, woraus man nochschlechte Matratzen macht, daS Walkhaar.