Loimogrciphie.
„Wort" vorkommend, z. B. „das Wortist Fleisch geworden."
Loimogräphie (griech.), Beschreibungeiner Pest oder Seuche.
Lombard , Leihebauk, Leibhaus, Pfand-haus. eine öffentliche Anstalt, wo, zurVerhütung des Wuchers, besonders der be-dürftigere Bürger gegen hinlängliche Pfandeauf kürzere oder längere Zeit Geld gegenfestgesetzte Zinse bekommen kann. Sie Hutihren Namen von ihren ersten Stiftern inDeutschland, reichen, aus Italien, vor-nehmlich aus der Lombardei, ausgewan-derten Kaufleuten.
Lomber, stehe I'IIoml»'«!.
üongnvitrit llat.), langes Leben, ho-hes Alter, siehe Srnndstvität-
Longe lftanz. sprich: Longsch'),Leikseil.
Longlinetrie slat. griech.), derjenigeTheil der Geometrie, welcher von der Aus-messung der Längen handelt, Längcnmes-sung. Längcnmaßkunst.
Longitudo (lat.l, die Länge, die geo-graphische Entfernung von einem gewissenMeridian oder Mittagskreise nach Ostenoder Westen. — longitudinnl, die Längebetreffend; z. B. L ong i tudi n al-Gra-de, Längengrade.
Lootse, Lothse, Lothsnmnn, inden Seestädten, ein des Hafens und derGegend umher kundiger Mann, welcherden ein- und auslanfendetz Schiffen, fürein gewisses Geld, das Lothsgeld ge-nannt, den Weg zeigt.
Loquricität (lat.), Geschwätzigkeit,Schwatzhaftigkeit, Redseligkeit.
Lord lcngl.), wörtlich: gnädiger Herr;Ehrenbenennung des hohen AkelS iu Eng-land, auS dessen Mitglieder» das Oberhausbesteht. Oft wird das Wörrlein Mh,d. i. mein, vorgesetzt. — Lord-Mmjor,ist die vornehmste Stadt - MagistraiSpersonzu London.
*) Lollbarten, eine geistliche Brüderschaft,die stch's zum Geschäfte machte, Kranke undGefangene zu besuchen, Missethäter zur Nicht-stätte zu begleiten u. s. f. Man leitet das Wortvon Lullen, den leisen, dumpfen Klaggesängenbei Lcichcnbcgängmffcn, ab.
lucid. 297
Lorgnette lfranz. spr.: Lorniett'),Fernglas, Handfernglas, Taschenfernglas.— lorgnettiren , lorgniren . mit demHaudfernglase beschauen, beobachten.
loricire» (lat.l. 1. bepanzern: 2. inder Chemie, Gläser mit Thon umgeben,damit sie im Feuer aushalten.
Lotterie lital. und franz,), Glücksspiel,wo der Gewinn und Verlust der Spielen-den durch das Loos entschieden wird. —Lotto, Zahlenloosspiel.
Lotus, Lotushaum, ein afrikani-scher Nahrnngsbaum, der für Menschenund Vieh labende Früchte trägt.
Louisd'or (franz.), Goldmünze, lüfl.an Werth.
Loupe (franz. sprich: Lup'). Hand-vergrößerungsglas, z. B- für Kupferstecher,Augenglas.
Louvre lfranz. sprich: Lnwer), deralte königliche Palast zu Paris, worin jetztGemälde- und Bildsäulensammlungen sind.
Loxodronue (griech.), loxodroini-sehe Linie, der Schieflanf, das Schiffeuin schiefer Richtung außer den vier Haupt-windstvichen oder nach einer Nebengegendzu. — loxodroniische Täfeln. Tafeln,nach welchen man einen solche» Schieflanfberechnen kann.
lohäl ffranz. vom lat. log.ill!), gesetz-mäßig, gesetzlich; rechtmäßig; redlich, bie-der, treu, aufrichtig.— Lokalität, oderLoyriutv (sprich: Lojoteh), Biederkeit,Biedersinn. — Lohnlisten Ivurden imNordamerikanische» Freiheitskriege die derenglischen Regierung treu gebliebene» Ame-rikaner genannt, die gleichwohl nicht Ro-tz al (sie n heißen wollten.
Loholite», beiße» die Jesuiten vonihrem StifterJgnatius von Loyola (siehe(Jesuiten).
Lubricitrit llat.), Schlüpfrigkeit (immoralische» Lünne).
Lucarne llat.), Dachfenster.
Lucerne (franz. sprich: Lüßern'),eine Art Klee, Schncckenklee-
lucid (lat.), hell, klar. — t„ci-ic> >»-t°,-rul>!>, helle oder lichte Zwischenzeiten,oder Zwischenraume, wie z. B. bei Fieber-kranken, Wahnsinnigen, n. s. w.; guteund helle Skltnden, Augenblicke. — Luci>ditstt, Helle, Klarheit.