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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Maire.

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Regiment«, der Oberstwachtmeister.Majora. die Mehrzahl der Stimme».Stimmenmehrheit. Bergl. Majorität.

1 >«>> »>!>jora, mit Stimmenmehrheit.Majorat. t.daS Vorzugsrecht »der Vor-recht deS weitesten in eiiier Familie; 2. «inGut, oder eine Besitzung, welche jedesmal»»getheilt dem Ältesten einer Familie zu-fallt. Majoren», volljährig, mündig,der keines Vormundes mehr bedarf. DaSGegentheil ist minorenn. Majoren-nität. Volljährigkeit, Mündigkeit.Majores, die Vorältern, Ahnen.Majorität, die Mehrheit, das Ueberge-wicht der Stimmen. DaS Gegentheil istklTinorität- »oinu,, Oberhaus-hofmeister, der angesehenste tzofbeamte beiden alte» fränkische» Königen.

Maire lfranz sprich: Mahr'), dieerste obrigkeitliche Person in Städten, Fle-cken, Vorsitzer des Gemeinderaths oder derMunicipalität; Skadtrichkec, Schultheiß-

Mairie, 1. das Amt eines Maire;2. das Hans oder die Amtsstube desselben.

R.ckl,'-, Maktre (franz. sprich: Müb-te r). 1. Lehrmeister, Lehrer; 2. Meister,der andere in irgend einer Geschicklichkeicübertrifft; Z. Gebieter. Maitrcffe,1. Geliebte, KebSweid, Beischläferin; 2.Gebieterin. maitristren, beherrsche»,herrisch behandeln.

Majuskel-Achrist. Druckschrift Mitlanrer großen oder Anfangsbuchstaben cz. B-auf Titeln).

Makaroni. stehe Macaroni-

Makel, Schandfleck, stehe !>l«cui».

Makrele, ein sehr fetter und schmack-hafter Zisch im Nordmeere.

Makrobiotik sgrieih.), die Kunst,das Leben zu verlängern Ledensverläuge-rungskunst. makrobiotisch , lai,zie-hend; zur Verlängerung des Lebens ge-hörig.

Makrocephalus lgriech.), ein Groß.,Dickkopf.

Makrochekv lgriech), ei» Langhäu-diger.

Makrokosmos, Mikrokosmuslgriech.) das ganze Welkgedaude die Welkim Großen. Man sagt besonders: derMakrokosmus wird aus dem Mik,rokosmns, und dieser aus jenem erklär-bar. d. h. die Natur des Menschen lehrt,

HIal lle Knples.

daß auch Geistiges in dem Weltall enthal-ten sei, und die Kenntniß der Stoffe undKräfte des Weltalls gibt eben so Ausschlußüber den Menschen.

Makrologie (griech.), Weitschweifig-keit im Reden, weitläufiges Geschwätz.

Makrophthalmos (griech.), «inGroßäugiger.

Makroptera, Makropteren lgc.),Langflügler, unter den Insekten.

Makroscil lgriech.), Langschakkige, dieeinen lange» Schatte» werfen, um desStandes der Sonne willen.

makrostichisch (griech ), langzeilig.Makrosticho», Makrostich, langzei-liges Gedicht.

Makulatur, stehe Maculatur.

Malachit (griech.), ei» grüner, glas-artiger Stein, Schreckstein.

Malacie (oder Malakie) (griech.),das Gelüsten, besonders schwangerer Weiber.

malade (franz.), krank, unpäßlich.Maladie, Krankheit, Unpäßlichkeit.

Maladreffe lfranz.), Ungeschicklichkeit,UnaiisteUigkeit. maladroit, lmala-drett) ungeschickt, unanstellig.

»>«>« 6s« (lat.), treulos, hinterlistig;wider bester Miste» und Gewissen.IN.,!., 6ilv pos.!«,»»r, iinrechtmaßiger Be-sitzer. »>«)« ns« etwas thun, vor-setzlich etwas begeheii, wovon man weiß,daß es nicht recht ist.

Malaga, ei» spanischer süßer Wein.

Malagma lgriech.), ein Umschlag,zur Erweichung einer Geschwulst. marlakttsch, erweichend.

i».ii-«!.<!« lfranz. sprich: Mallähs'), dasUebclbefinden.

Malandrino lital.), Straßenränder(als Schimpfwort).

,»«> ä propos lfranz.), zur Unzeit, zuschicklicher, ungelegener Zeit; am »»rech-te» Orte.

Malaxatio», Erweichung; besondersdas Weichkneren von Pflastern.

malcontent (franz.), I,zufrieden,mißvergnügt.

Al«i s« di«pi«, lfranz. sprich: Mahlde Napel), das Uebel von Neapel, oderdie Lustseuche, weil die Franzosen bei der