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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Mancipation.

Mancipationtlat.). Ueberlaffungeiiter ^Cache z»m Eigetikhuni. Zneigtiung; U».terwerfnng (vergl. Emancipation).mancppiren. eigeuthtimlich übergebe»,zueigne»; verkaufe». »>»cipi,n, <. Ei-genthumsrecht. Eigenthum; 2. Leibeigener,Sclave.

Manco (ital.), sKaufmJ, Mangel,Fehler, das Mangelnde.

Mandarin (chines.), ein Staaksbeam-ter in China.

Mandat slat.), >- ein obrigkeitlicherBefehl, eine landesherrliche Verordnung;2. Vollmacht. Mandate», hieß ei»Papiergeld in Frankreich, »ach Abschaffungder Assignaten, Anweisungen auf denkünftige» Verkauf der Nationalgüter. !Mandant, Bcvoll,nächtiger, Vollmatt.errheiler. Mandatarius, ein Bevoll-mäcktigtec, ein Anwalt, Sachführer.Mandement (franz. sprich. Mande.mang), ein obrigkeitliches Ausschreiben,i» welchem mehr ermähnt als befohlen wird;besonders ein solches Ausschreibe» der Bi-schöfe, Verfügung.

Mandoline, viersaitigeS Mufikinffru-ment, kleine Laute.

Mandragore, Alraunwurzel, Zau.berwurzel-

Manducakion (lat.), das Essen, dasKaue» des Brodtes im heil. Abendmahl.

Mausige (franz. sprich: Manähsch'),1. Reitschule, Reitbahn; Uebung »nd schul-gerechte Knuff des Reitens; 2. Verfahrens-art in einer Sache; 3. listige Ranke-

Manen (lat.t, dl.ines, hielten bei denRömern die abgeschiedenen Seelen. dieSchatten. Ku den Manen gehen,in das Todteureich, die Unterwelt gehen.Man bringe seinen Manen die-ses iVpfer dar: man ehre und versöhnedadurch den Todte»!

Manga», ei» einfaches, grauweißesMetall, das in Verbindung mit SauerstoffBraunstein bildet-

Mangonen slat.), Sklavenhändler.Mangonie, Atagc»,iu,», Arzeueiverfal-schui-g.

maniabel (franz.), geschmeidig, lenk.sam, leicht zu behandeln, wohl zu regle-ren, z. E. maniable Armee. Ma>nienient (sprich: Maniemang), die

Schweizers Wörterbuch, v.

Manipulation- 205

^ Haudhabung oder Behandlung, die Leitung,z. B- der Geschäfte, der Handgriff; in derMalerei, die Führung des Pinsels.

Maniacus (griech. >, ei» Wahnsinni-ger. Verrückter. Manie, 1. Bec-rücktheit, Wahnsinn, Wuth, Raserei;

2. Sucht, heftige Neigung oder Begierdenach etwas.

Manichäer slat.), eine alte philoso-phische Sekte, (von dem persische» Welt-weisen Mattes im dritten Jahrhundert sogenanntl, welche ein gutes und ein bösesGrnndwescn annahm, Licht und Finsterniß,welche letztere dem erster» stets entgegenwirkt. Jt, figürlichem Sinne und Scherzheißt es auch: ein iingestümer'Glaubigers oder Creditor, ein dringender Mahner.Manichaisnius , die Lehre der gedach-ten Sekte.

Manier franz.), 1. die Art und Weiseüberhaupt; 2. die Art und Weise der Ge-berden, auch die Geberden selbst, besondersi» der vielfachen Zahl, die Art des Beneh-mens, die Sitten; zuweilen auch lächer-liche Geberden, Verzierungen, z. B. sichallerlei Manieren angewöhnen;

3. die jedem Künstler eigenthümliche Artzu arbeiten; 4. Manieren in der Musiksind d>e Verzierungen, welche die Ton-künstler anbringen. z. B. Triller, Doppel-schlage >t. s. w. manierirt, gesucht,gekünstelt, geschroben, geziert, z. B. eineSchreibart svgl. affectirt). Manie-rist, ein Künstler, der die Gegenständeaitf eine gestickte, affectirke Weise darstellt. manieLlich, artig, wohlgesittet.

Manifest slat.), öffentliche Bekannt-machung, Erklärung eines Fürsten oderFreistaates, in einer Staatsangelegenheit,an fremde Mächte gerichtet. Mani-festation, Bekanntmachung, Kundma-chung, Eröffnung, Offenbarung, Aeuße-rung. Manifestations-Eid, Offen,bariitigseid , daß man z. E. von Erbschafts-stücken nichts zurückbehalten, soudcrn allesangegeben habe. rnanifesiiren, kundmachen, zu erkenne» geben, öffentlich be-kannt mache».

Manille, der zweite Trumpf im L'hom-bre und ähnlichen Kartenspielen.

Maniluvium (lat->, Handbad.

Manipulation (lat.), die Beband.lung mit den Hände», namentlich beim20