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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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306
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Manna.

inanu np»iot,i.

Magnetismus die sanfte Bestreichung »derReibung des Körpers mit der Hand, dieBetastung, eben so die Anwendung vonStriche», ohne Berührung, indem derMagnetiseur mit vorgestreckten Daumenoder auf andere Weise von der Stirne derzu magnetistrenden Person aus gegen dieHerzgrube fahrt. »iciiilpuliren, mirden Handen berühren, besonders magne-tisch bestreichen, betasten, befühlenMinnipcl, <»>Äi,igu!ur>, t. eine Hand-voll, z. B. Kräuter, daher auf den Re-zepten : »wn., ,»g., dl.; 2. bei den altenRömern eine Abtheilung Soldaten von 6Vbis 200 Man». Vier derselbe» machteneine Lobort«, und dreißig eine Legion aus.

Manna, ein gelblicher, süßer Saft,der, »ach Art des Harzes, aus mehrerenBäumen, vorzüglich auS den Tamariskenam Sinai, aus unzählig vielen kleinendurch den Stich gewisser Jiiseckeu veran-laßten Oeffnnugen hervorquillt, und derals Abführungsmiktcl dient.

Mannequin (franz. sprich: Mau-nekäng), t. Gliederpuppe, Gliedermann,hölzerner Mann mit beweglichen Gliedern,lzum Studium für Maler); 2. ein charac-terlosec Mensch.

Manoeuvre (franz. sprich: Man oh-wer-, I. die mancherlei Bewegungen undWendungen eines Soldaten oder Regimentsoder einer Armee; auch eines Schiffes odereiner ganzen Flotte; 2. VerfahrungSact,Benehmen. mcmoeuvriren , -.ver-schiedene Bewegungen und Schwenkungenmachen; 2. sich benehme».

Manometer, Maiioskop griech.).Luftmesser, Luftwage, Werkzeug, um dieDichtigkeit der Lust zu messen. VergleicheDasymeter.

M-iuque, lviunguemenl (franz. sprich:Mangge, Manggemang), 1. Man-gel, Fehler, Abgang; 2. Versehen.manquire» (sprich: manggire»). 1.mangeln, fehlen, verfehlen; 2. bei denKaufleuten, bankerott machen, zu-zahlenaufhören.

Mansarde (franz.), l. ein gebroche-nes Dach, Dach, das in der Mitte einenAbsatz hat, und oben nicht sehr spitzig zu-geht, so benannt von seinem Erfinder',dem französischen Baumeister Mansard,(man sagt auch Mansarddach) ; 2. ei»

Dachzimmer an einem gebrochene» Dacheangebracht, ein Giebelzimmer.

Malischester, siehe Manchester.

Manschetten siehe Manchetten.

Mantelet (franz.). 1. ein kleiner Man-tel, Mänkelchen; auch Mantelette, 2.eine Panzerhaube in den Wappen; Z. Deckelüber die Stücklöcher an den Kriegsschiffen;4. das Schirmledec an einer Kutsche, daßes nicht hineinregnen kann; Z. in der Mehr-heit Mantelets. Blendungen oder bre-terne Wände auf Rollen gestellt, mit wcl-che» man die Belagerte» räuscht, um hin-ter denselben desto sicherer sich naher» undmmiren zu können.

Manteliiie. Mantille (franz.),Franenzimmec-Mäntelchen.

Maiitik (griech.), Wahrsagcknnst.

Mantisse, Zugabe, Zusatz, Anhang.

Manual (lat.), i. das Buch, worinKaufleute und Ncchnungsführer die kägli-chen Vorfälle aufzeichnen und aus welchemdie Jahresrechnung gezogen werden muß;Handbuch, ein Handlungsbuch, RIaddeoder Memorial; auch von gerichtlichenProtokolle» j 2. bei den Orgeln, die Ta-sten , welche mit den Fingern berührt wer-den , im Gegensatze des Pedals. welchesgetreten wird. Manual-Acten, Hand-acten oder Prozeßschriften. welche ein Ad-vokat oder eine Partei für sich sammelt;zum Unterschiede von denen, welche beiden Gerichten selbst aufbehalten werde».Maiiual-Cbirurgie, Lehre von den inder Wundarzueiknnst vorkommende» Hand-griffen. Maiiual-slexikoii , Hand-wörterbuch.

Manuduction (lat.), Handleitung,Anweisung, Anleitung.

Maiiufactur sneulat.), Werkhans,Gewerkanstalt; wo Waaren ohne Hammerund Feuer bereitet werden, wie z. D. Tuch-weberei. Hutmacherei. Manufactu«rist, i. Arbeiier in einer Manufaktur;2. der Inhaber einer Maiiufactur.

INUUN .iruiulu (lat.), mit bewaffneterHand. >uunu, mnriu.i, eigentlich todteHand. Man sagt: ein Gut kommt in einetodte Hand, wenn es an eine geistlicheStiftung übergeht, weil es in diesem Falleaus dem Handel und Wandel kömmt linddaher für den Staat gleichsam todt bleibt;