Mcinumission.
unveräußerliches Kirchengnt. — m.-cnu pro-mit eigener Hiand, eigenhändig; wildoft durch m. 1^. angedeutet. — >„a»u s>j-pulala, mit oder durch Handschlag. —IN.1NUS man»»! eine Haud wascht die
andere, Einer beschönigt das Unrecht deSAnder».
Mauumisfro» (lat.), Entlassung, Frei-lassung, z. B. eines Sclaven.
Mauuscript (lat.), I. eine .Hand-schrift. besonders eine solche, die zumDrucke bestimmt ist; 2. ein vor der Erfin-dung der Buchdrnckerknnst geschriebenes Buch.(Wird abgekürzt geschrieben: Mscpt- oder->I8. oder dl8ct. in der vielfachen ZahldI88).
Manustupration(lat.), Selbstschän-dnng. Lgl. Dname.
Manuteneuz, Manuteutkon (lat.),Erhaltung, Aufrechtbalknng. — Manurteneuz Dekret, ein Schutzbrief zur Si-cherung des Eigenthumes-
Mappe (franz.), I. eine Tasche oderei» Thek, Schriften bineinzulegc» ; Schrif-tentaschc, Zeichentasche; 2. Landkarte. —Bilder-Mappe, eine Sammlung vonGegenständen zum Nachzeichne» oder Jllu-minireu für Kuider. — Mappemonde,Weltkarte, Erdkarte. — Mappirer,Mappeur , Verfertiger von Landkarte»,Kriegskarten. — mappiren , Landkar-teu zeichnen, reißen. — Mappirungs-kuilfi, Kunst, Landkarten zu zeichnen.
Maquerelle (frauz.), Kupplerin.
Maquignon (franz.), Pferdehändler,Rogkamm. Pferdemaklec.
Marabout, i. ein mohamedanischerPriester, der eine Moschee bedient; 2.leichte Schmuckfeder auf Dameuhüten.
Marauatha (syrisch-chaldäisch, eigent-lich: der Herr kommt, nämlich zum Ge-richte; verflucht, verdammt.
Maraskino, Marasquin (svrichi» wie äug), seiner Branntwein von Ker-nen saurer Kirschen.
Marasmus lgriech.), Abzehrung,Verwelkn,ig, Schwindsucht. Dürrsucht. —Marasmus senills, das allmäligeSchwinden der Lebenskraft bei alten Leuten.
Maratismus , ein Schreckenssystem,ähnlich dem von Marat in der französischenRevolution eingeführten.
Marge. 307
maraude, marode (franz.), ermü-det, matt und entkräftet. — Marau-deur, Marodeur (sprich: Maro-döhr), ein Soldat, der unter dem Ver-wände der Müdigkeit zurückbleibt und aufRauben und Brandschatzen ausgeht; Nach-zügler , Plünderer, Feldstreicher; für vieleMarodeurs paßt der Ausdruck: Nanbge-findel. — maraudiren , marodiren,aufs Plündern ausgehen, rauben, brand-schatzen.
Maravrdi , eine spanische Scheide-münze, ungefähr ein Pfennig.
Marcasrt, <- Schwefelkies, Eisen-kies; 2. WiSmuth.
»I.rrcaio (ital.), fMnfikj, hervorgeho-ben , nachdrncksvoll.
Marcelliiie, eine Art Seidenzeug,sehr guter Taflet-
Marchand (fc.. spr. : Marschaug),Kaufmann, Hiandelsmann.— Marchandede Modes, Putzhäudlerin. — rnar-chaildiren, bandeln, Handel treiben;markte». — Marchandise, Kanfmanns-waare.
Marchese (ital. sprich: Markest,in Italien eben das, was man in Frank-reich Marquis nannte.
Marelpa» , mandelartiges Zuckerbrod.
Mareage, das Matrosengeld, dasverdungene Matrosengeld für eine Reise.
Marechal, iviarrrvai (franz.>, Mar-schall. ursprünglich : Stallmeister; sodann:Aufseher und Anführer bei öffentliche» Feier-lichkeiten; besonders: fürstlicher Hanshof-meister, Aufseher der Haushaltung des Ho-fes. — dtcnöctial lte cainy, Generalma-jor, Zeldmarschall. — tNarc-rlial äer lozir,Regimentsguariiermeistsr.
^nrocliau^se, Marechaussoe (franz.sprich: M are sch osse h), eine Art Reite-rei in Frankreich, die für die Sicherheitder Straßen und für die öffentliche Ruheund Ordnung zu sorgen hatte, und an de-ren Stelle jetzt die Gendarmen gekommenfind. (Siehe diesen Artikel.)
Marge (franz. sprich: Mahr sch'),„largo (lat.), marglne (ital.), der leerge-lassene Rand iu Fracht- und Geschäftsbrie-fen , auf welchen mau die Zeichen undNummern der Speditiousgüter notirt. Ebenso der Rand in Handlungsbüchern.