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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Marotte.

308 Marginalien.

Marginalien (lat.), l. Randglossen.an den Rand eines Buches oder einer Schrifthingesetzte Bemerkungen; 2. die bei gedruck-ten Büchern auf dem Rande befindlichenJnhalksanzeigen. as marginom oder ininar^ne, am Rand«. inarginiren,beranden, mit einem Rande versehen;2. am Rande bemerken, Randanmerkiingenmachen.

Mariage (franz. spr.: Mariahsch),Heirakh. eheliche Verbindung, Vermahlung.

riahsch' de Kongßiangß't, eine Ge-wissensehe. d. i. eine solche, bei welcherdie gesetzliche Form nicht beobachtet wird. iriili iäAe st la 8t. äacgu65, in Frank-reich. Verbindung, Zusammenleben vonPersonen beiderlei Geschlechtes, ohne förm-liche Ehe. Mariage ist außerdem einbekanntes Kartenspiel zwischen zwei Per-sonen.

Marine (franz.), die Seemacht einesStaares; das Seewesen. Marinier,t. der Seemann, Schiffsmann; 2. See-soldat.

mariniren lfranz.), de» Speise»,;. B.Fischen einen Scegeschmack verschaffen. da-durch , daß man fie in Esfig und Gewürzeinlegt, einsäuert. Marinade, einge-beizte, gesäuerte Speise. mit Seegeschmack.

Marionetten lfranz.), Drahtpuppe»,Gliederpuppen; eine Art kleiner Puppen,mit denen man, indem sie an verborgenenDrähte» oder Schnuren gezogen und ge-lenkt werden, auf einer kleinen hierzu er-richtete» Bühne (Marionettentheater)Schauspiele, auch Oper» aufführt, währenddie hinter den Coulissen stehenden Personendie Worte dazu sprechen oder singen.

Marisicen (lat.), sMediz.), Zeigwar-zen, Goldaderknoten.

marilii» (lat.), der Gatte.

*) Marienglas, Fraueneis, GihSspath, eindurchsichtiges, in dünne Tafeln trennbares Foßil,das in Rußland als Fensterglas gebraucht wird,im Winter nicht gefriert, mit Seife sich reini-gen läßt, nur nicht so hell ist, wie gewöhnliche»Fensterglas,

Marienbad nennt man die Stellung eine»ein Material enthaltenden Gefäßes in ein ande-res Gefäß mit siedendem oder heißem Wasser.

Maritagium (lat.) sjnr.f, Brautlö-sung, Zahlung für eine Leibeigene an de-ren Herrn, um sie zur Frau zu erhalten.

»)

Marke, siehe Marque,

Marketender, Marketenderin lv.ital. mcrcanlaie, kramen), eine Person,die allerlei Lebensmittei für die Soldatenfeil bat, Feldkoch, Feldköchin , Feldschenke.

Marketenderei , Gewerbe des Mar-ketenders.

Marketerie, siehe Marqueterie.

Markettcn, Marquetten (ital.),die Tafeln und platten Stücke des weiß-gebleichte» Wachses.

Markomannen , eine altdeutsche Völ-kerschaft.

Marli, Marly (franz.), 1. durch-sichtiges, gitterförmtges Gewebe oder Ge-stricke; 2. Halbseidenzeug, das der Gazegleicht.

Marmelade (franz. vom span. mur-melt», Quitte), ein mit Zucker eingekochterSaft aus verschiedene» Früchten, welcherin flache Schachteln gegossen und kalk genos-sen wird, Dicksaft. Saftmuß Schachtelsaft.

marmorire» <lat.>, einer Sache einmarmorähuliches Ansehen geben; »ach Mar-mocart malen. inarmorirtes Pa-pier, gemarmelles, gesprenkeltes Papier.

Marmotte (franz.), Murmelthier.marode, siehe maraude.

Maronage lfranz. sprich: Ma ro-ll a h s ch'). Sclavenfiucht, Einweichung vonNegersclaven , besonders auf St. Domingo.

Maronneger, entflohener Neger-sclave.

Maronen lital.), eine Art großerschmackhafter italienischer Kastanien.

Maroquin, Marokin tfrauz. spr.:Maroggäng), ei» feines Ziegenleder,ursprünglich a»s Macocco, das sich durchschöne Farbe» und künstlich eingedruckteNarbe» auszeichnet, Saffian.

Marotte (franz.), l. die Narrenkolbe,Schellenkappe; daher 2. die Narrheit, dasSteckenpferd, die Grille; z. B- das istseine Marotte.

») Mark, ein Gold- und Silberzewicht,16 Loth Silber, 2l Karat Gold.