Marque.
Marque (franz. sprich: Margg'),
1. Zeichen, Merkmal; 2. Rechenpfennig,Spielpfennig. — Marque-Briefe , Ka-perbriefe , Vollmachten znr Freibeuterei aufder See. — Marqueur (sprich : Marg.göhr), der Wärter in Gasthäuser» beimBilliardspiel, welcher zählt »nd die Par-tien aufschreibt; dann auch Aufwärtcr. —marquiren, bezeichnen, bemerken.
Marqttrteri'e, Marketerie (franz.),eingelegte Arbeit von allerlei gefärbtem Holz.
Marquis (franz. sprich: Marggih),ehemals in Frankreich ei» Adelicher, derzwischen dem hohen und niederen Adel inder Mitte stand: Markgraf. — Mar-quise, die Gemahlin eines Marquis,
2. ein Schirmdach bon Leinewand vor denFenstern, ein Sonnendach; 3. Ueberzug«der ein Osfizierzelt; 4. eine Art großerBirnen. — Marquisat, die Wurdeeines Marquis, auch sein Gebiet; Mark-graskhnm-
Mars, (Mavors) (lat.), lgriech.Ares), 1 der Kriegsgotl der Alte», einSolni des Jupiter und der Juno; er wirdals ein junger männlicher Krieger in vol-ler Rüstung abgebildet: 2. uneigentlich,bei den Dichtern: der Krieg; 3. einer derPlaneten, der alle zwei Jahre um dieSonne lauft; 4. in der Chemie, das Eisen,— martialisch , kriegerisch. heidenmäßig,wild. — Martialisches Jahr, worinder Planet Mars regiert.
Marschall, vergl. Marechal.
Marschroute, Rciseweg, Neiserich-
timg.
Martingaleur sfrauz. sprich: Mar-ia nga loh r). beim Pharao, ein solcherSpieler, welcher, er mag gewonnen oderverloren haben, den Einsatz immer ver-doppelt.
Märtyrer, stehe Märtyrer- —Martyrologium , Martyrerbuch, Ver-zeichnis! der (christlichen) Blutzeugen.
*) Marschländer (v. lat. m»>«, Meer),tiefliegende, besonders a» den Meeres ufern undauch an großen Wissen befindliche Ländereien,die sich durch einen sehr fruchtbaren, meist schwar-zen, riefen, feuchten, aber doch stark zusaminen-bängenden Boden auszeichnen, z. B. die Dilt-marschcn an der Nordsee. — Der Marsch-länder, der Einwohner einer solchen Gegend.
Massette. 309
Marunke, gelbe Eiecpflaume-
Maschale, Achselhöhle- — Mascha!«oilkus, Achselbenle
Maschine, Maschinist, siehe Ma-china.
Mäscaro» (franz-1 sBankuiisst, Fra-tzenkovf.
Masculinuni (lat->, ei» Wort mann-lichen Geschlechts, z. E- der Mann, derVater.
Mascopey, Maskopey holländ.),eine Handels- oder Kaufleute - Gesellschaft,auch Maatschappy, Maatschaft ge-nannt.
Maske, Masque (franz.). 1. einnachgemachtes inwendig hohles Gesicht, wel-ches man zur Verstecknng seines eigenenvor demselben befestigt, eine Larve; 2. «inean Gesicht oder auch am ganzen Leibe ver-mummte Person; 3. eine verstellte Denk-nnd Handlungsweise; Verstellung, Vorwand.— sich maskiren , masquiren, l.sichvermummen. verlarben, verkleiden; 2. sichverstellen, verdecken, bemänteln. — Mas«kerade, eine Lustbarkeit maskirter Perso-nen, Larventanz, Dermummung.
Masora shebr.), eine Sammlung kri-tischer, grammatischer und erklärender Be-merkungen jüdischer Gelehrter des drittenund der folgenden Jahrhunderte über diehebräische Bibel, deren Verfasser undSammler Masoreteu genannt wurde».
Massacre (franz ), Ermordung, Blut-bad, Gemetzel. — massacriren, nieder-hauen, ermorden, metzeln.
Masse, Massa (lat.), 1. die Mate-rie , woraus etwas besteht , das Ganze, derKlumpen, z. B. ein Teig; 2. eine großeMenge von Dingen oder Personen. InMasse aufstehen, bon einem Volke,das sich empört. 3. ein großer Hammeroder Schlägel der Bildhauer; 4. der Kol-benstock bei pem Billiard, zum Stoßen derweit abstehende» Balle; 5. der Einsatz inGlücksspielen. — INNI.IN bonoouin, dieGüter- oder Vermögensmasse, der Ver-mögeusbestand. — »>ns§n >,ne,-eäitati-, derganze Nachlaß eines Erblassers.
Massette, Mazette s franz.), 1.
eigentlich: ein elender Karrengaul, Schind-mähre; 2. „»eigentlich: ein schlechter, lü-derlicher Mensch; 3. ein Stümper, schlech-ter Spieler.