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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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319
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Metaplasmus.

lehrt. metaphysisch, was zu derMetaphysik gehört, übersinnlich.

Metcrplnsmus, Metaplnsm (gr.),Aenderung eines Wortes durch Weglaffnngeines Buchstabens oder einer Sylbe.

Metapodium oder Metatarsus(griech.), Mittelfuß, Fnßblatt.

Metnptosis oder Metaschematis-MUS (griech.), Umwandlung einer Krank-heit i» eine andere.

Metastasis, Metastase (griech.).die Versetzung eines Krankheitsstoffes a»Seinem Theile des Körpers in einen andern.

Metasynkrisis, Metnsynkrise(griech.) , die durch äußere Mittel hervor-gebrachte innere Wirkung, z. B. die durchBlasenpflaster bewirkte Befreiung von schäd-lichen inneren Stoffen.

Metathese lgriech.), Versetzung; be-sonders «nchstabenversetzung.

Metempschychosis Metempi'chy-chose (griech.), die Keelemvanderung, dieLehre, daß die Seele» anS einem Körperin einen andern übergehen. < Unter denGrieche» war Pythagocas besonders die-ser Lehre zugethan.) Metempsycho-sisie», Anhänger dieser Lehre-

Mctemptosis. Metemptose (gr.),das Auslasten eines Schalttages in 134Jahre», damit der neue Mond nicht einenTag zu spat komme.

Meteor (griech.), Lufterscheinung, einejede Veränderung, die sich im Dunstkreisder Erde zuträgt, z. B- das Nordlicht, dieSternschnuppen. - meteorisch, auf Luft-Veränderungen sich beziehend, davon ab-hängig. Daher mcteori fch e P flau zeusolche, die sich nach der Beschaffenheit derLuft und des Lichtes öffnen und schließen.

Meteorstein, Meteoroiith. s.-roliih- Meteorograph, ein Wet-ter- oder Witternngsbeschieider- me-teorographisch , nennt man diejenigenMaschinen, welche die Veränderung derLnft, auch in Abwesenheit der Beobachter,selbst aufzeichnen. Meteorologie, dieLnfkerscheinnngenlehre, die Lehre von denVeränderungen im Lichtkreise, Witkerungs-lehre, Wetterkunde. meteorologisch,die Witterung, die Lnfterscheinungen be-treffend. meteorologische Lage.eigenthümliche Witternngslage eines Ortes.

Meteorophyten, vermeintliche pflan-

Menonymie. 319

zenartige Niederschlage aus der Lnft, Luft-producke. Meteoroskop, ein mache-malisches Instrument, die Lange» und Brei-ten der Oerter zu bestimmen; auch Wekker-veränderungsanzeiger. MeteSrosko«pie , Wetterbeobachtung.

Meteorismus (griech.), Banchschwel.lung. Bauchgeschwulst l>» Janlfiebern).

Meth, Homgtrank; er wird aus Honigund Wasser durch Kochen bereitet, in rehneu Fässern, durch Zusatz guter Hefe beieiner Wärme von 8V bis W Grad Fah-renheit, zum Gahcen gebracht und dannzum Genusse aufbewahrt.

Methode (griech.), Art lind Weiseetwas zu erreichen, oder zu erforschen; einplanmäßiges, regelmäßiges Verfahren; be-sonders Lkhrart, Lehr- oder Vortragsweise. methodisch, nach einer gewisse» Ord-nung oder Regel eingerichtet, regelmäßig,ordentlich, zweckmäßig; kunstmäßig, wissen-schaftlich. Methodik oder Metho-dologie, Lehrartsanweisung, Anweisung,zu einer plan - und ordnungsmäßigen Er-lernung oder zum Vortrage einer Wissen-schaft; Lern. oder Lehrknnde; lMethoden-lehre). Bisweilen werden die nämliche»Wörter aus alle Wissenschaften insgesammtbezogen.

Methodisten (griech ), eine schwärme,rische ReligionSgesellschaft in England undAmerika, im Jahr I7ZÜ gestiftet, auch inFrankreich und im Westen der SchweizAnhänger zählend. Sie halten am meistenauf eine augenblickliche Bekehrung, und derschwächste Glanbensfnnke gilt ihnen höherals gute Werke; je größer die Unwürdig-keit eines Menschen, desto größer ist dieGnade Gottes gegen denselben. Sie sindder Bluttheologie zugethan.

Methyologie, Methystik (griech.),Zechkunst, Trunkenheitslehre.

Metier (franz. sprich: Metieh). 1.Handwerk. Gewerbe; Beruf; 2. Gestell;Stuhl worauf etwas verfertigt wird.

Metonomasie lgriech.), die Verän-derung eines Eigennamens in einen an-dern durch Uebersetzung; z. E- Schwarz-erde in Melanchthon (griech.); Hausscheinin Oekolampad < griech.); Schneider inSartoriuS (lat.), dgl.

Metonymie (griech.), Namensver«wechslnng, Namenkausch, in der Redekunstdiejenige Figur, wodurch ein verwandter