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Mineralien
Minor.
Erde, mit allem was darauf ist, z. B.Häusern, Festungswerke», u. s. f. vermit-lelst darin angezündeten Pulvers in dieLuft zu sprenge», — miniren, untergra-ben, — Minirer, Mineur , Schanz,gröber, Sprenger.
Mineralien !lat. Einh. Mineral),beißen alle unorganischen Natnrkörper, z, B,alle Stein-, Metall- und Erdarteu, Salzeii. s. w., stehe Fossil. - Mineralien-Eabinet- Sammlung von Sreinarten. —mineralisch steiichaltig, erzhaltig. —Mineral-Reich, Steinreich. — Mi-neralische) - Wasser sind solche, welchemit metallischen oder sauern Bestandcheilenverseht gefunden werden. — Mineral-Blau, eine »en erfundene schone hellblaueFarbe. — mineralisirt heißt ein Körper,welcher von mineralischen Bestandtheilendurchdrungen ist; versteinert. vererzt. —Mineralogie, die Wissenschaft von denunorganischen Naturkörpel,, , Erzknnde,Steinkunde. Berggurskund«. — Mine-ralog, ein Liebhaber, Kenner dieser Wis-senschaft. — mineralogisch , was zudieser Wissenschaft gehört.
Minerva (lat.). sgriech. Pallas), dieGöttin sowohl des Krieges als der Weisheitund Erfindsamkeit; die Beschützerin der schö-nen Künste. Als Kriegen» erscheint stevöllig gerüstet, mit goldenem Helm, Har-nisch, Lanze und der Aegide mit dem Haupteder Medusa; als Göttin der Friedens-künste in bec Tracht griechischer Matronen.Es wird sehr oft des Umstandes gedacht,daß Minerva aus Jupiters Haupteentsprang, und zwar in voller Rüstung dar-aus hervorging. — inviia dlinerva (widerden Willen der Minerva), ohne Talent,ohne Beruf. — Minerva!. 1. bei demOrden der Jllnminaten, der unterste Grad,Schüler oder Lehrling; 2. Lehrgeld.
Miniatur lfranz.!, Miniatur-Ma-lerei, Kleinmalerei, Malerei im Kleinen.
— Miniatur-Gemalde, ein Gemäldeim Kleinen. — Miniatur?, im Kleinen.
— dem Worte Miniatur-Maler ent-spricht Miniaturist-
Minimum l lat.), daS Kleinste oderGeringste; der niedrigste Preis; das kleinsteMaß. Das Gegentheil ist Maximum -
— Minima, Kleinnote, halbe Tactnote.
— Minimen (Mindeste) , ein Mönchs-orden , des heiligen Francilcus a Paula,
ein sehr strenger, in der Mitte des XV.Jahrhunderts gestifteter Orden.
Minister (lat.), (eigentlich Diener),
1. ein hoher Staatsbeamter, welcher einbesonderes Fach der Staatsverwaltung,z. B. der Finanzen, des Kriegswesens:c.zu besorgen hak; 2. ein Geistlicher, Predi-
1). tl.), Diener des göttlichen Wortes. —Ministerium, t. die Gesammtheit dervornehmste» Scaatsdiener, das Cvlleginmder Minister; 2. die ganze Geistlichkeit,sämmtliche Prediger. — minisierial, mi-nisteriell , >. was von einem Minister-oder vom Ministerium ausgeht und ge-schieht; 2. amtlich, amtsmaßig. — Mi-nisierial Partei . heißt diejenige, die esmit den Ministern halt, im Gegensatze der(Opposition«! oder antimtnisieriellenPartei. — Minisierialisnius , Partei-lichkeit für die Beschlüsse der Minister.
Ministranten (lat.). diejenigen, welchedem Priester bei der Messe zur Hand ge-ben, Meßdieiier. — minisiriren, abwar,ken. zndienen, an die Hand geben, beson-ders bei der Messe.
Minor (lat.), 1. der Kleinere, Jüngere;
2. der Minor, terminu« minor, in einemVernnnftschluß, ist der Begriff, der unter-geordnet wird, meist als Subject deszweiten Vordersatzes. Die Minor ist derUntersatz, oder jener zweite Vordersatz. Z. B-in dem Schlüsse: alle Menschen sind sterb-lich ; ich bin ein Mensch; also bin ich sterb-lich , ist der Satz : „ ich bin ein Mensch"die Minor, die prapoailio minor, und„ich" der wo-omus minor. — ppnorat,das Erbfolgerechk des Jüngern. im Gegen-satze von Majorat- — minorenn,minderjährig, unmündig. DaS Gegentheilist Majoren». — Minorennitat, Min-derjährigkeit, Unmündigkeit. — Mino-rität, »»ter Mebreru die kleinere stahl,Minderzahl, Minderheit. Das Gegentheilist Majorität- — Minoriten , die
') Minnesinger (altdeutsch), der Nameschwäbischer Dichter oder Sänger des Mittel-alters, die größtentbeilS Ritter oder Edelleutewaren, und deren Gedichte oder Lieder haupt-sächlich von der Minne oder Liebe handelten.Aus ihnen gingen in späteren Zeiten die Mei-stersänge!: hervor.