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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Aloäiis.

Momus.

»loilaa, Modus (lat.), I. Art, Weis«,Manier: 2. Redeart bei der Veränderungder Zeitwörter, z. B. «noäu» i„cjicativus,be/^immte Nedeart; conjottelivu^, rerbnn'dene; imperaiivuz, befehlende; jllüniUvus.unbestimmte. — Illoilus .-recjuik-tknäl, die Artetwas zu erlvcrben, — iNoäus pnococleitdi,Verfahrensart. Gebrauch.

Möre», Moire» (griech.), die Schick,salsgötiinneii, siebe Parze».

Mogilcilos (griech.), ei» Schwerspre-chender, Stammler.

Mohamedailismus, die Lehre oderReligion des Mohamed (Mubamed,Wlahomed), eines Arabers, der im VII.Jahrhundert lebte, und sich als einen Hä-hern Gottesgesandten denn Christus geltendmachte; die türkische Religion.

Moire (franz. sprich: Moahc'), Sei-denmobr, gewässertes Seidenzeug. — inowe

Perlmuctermetall, geflammtes Metall. —inoivire» , vermittelst erwärmter, blau-kec Eisenvlatten, unter welchen seidene Zeugeoder Bänder gepreßt werden, diese» einflammigtes, wässerigtes Ansehe» geben. Da-her moiriren, lväffecn.

lUoitis sfranz. sprich: Moatjeh), I.die Hälfte; (M oaki eh ma ch en , Gewinnund Verlust im Spiele theilen, halbpartmachen); 2. Ehebälste; Z. im Tanze, Ge-fährte , Gefährtin; eben so bei der Tafel,Tlschnachbar, Tischnachbarin.

Mokha, arabischer Kaffee.

Mol», mota <-a,-nea <lat.>, Mondkalb,Mißgeburt, unförmlicher Klumpen.

Molecüles, Molecülen (lat.), i.Kügelchen, aus welchen z. B. das Blutbesteht; 2. Elemeiitartheilchen.

Molestie ffranz. lat.), Beschwerde.

— molesiire» , beschwere» , behelligen ,znr Last fallen, Ungelegenheit mache». —molest, beschiveclich. — moie», Last,schwere Masse.

Molette (fr.), Reibstempel für Maler.

Moli»isie», Anhänger der Lehre desMolina, eines Jesuiten, daß nur dieWürdigen der göttlichen Gnade theilhaftwerden.

wo», Moll (lat.), die weiche Tonart.

— Molltone, weich« Töne.

Mollcrh, türkische Priester und zugleichRichter in großen Städte».

Molleffe (franz.), 1. Weichheit; 2.Weichlichkeit.

Mollienticr (lat.). erweichende Mittel-

— »lollificire». erweichen.

Molluske» (lat.), Weichthiere (wie

die Auster); Schleim-, Weichwürmer.

Molo lilal. vom lat. mvie-), ein, ineinem Hafen, in das Wasser hinein, vongroßen Quadersteinen gebauter Damm, inwelchem ei» mit einer Kette oerschlicßbarerEingang für die Schiffe befindlich ist; .Ha-sendamm , auch Höft genannt.

Moloch. ei» Götze der Ammonitec nndMoabiter, unter dem sie die Sonne ver-ehrten, und dem sie Menschenopfer brachten.

Molossus, Moloß (gr.>, Schwer,fuß, schwerfälliger Versfuß, der a»S drei

langen Silben besteht t_), von den

alten Molossern in Epirus , welche in schwe-rer Waffenriistnng z» tanzen pflegten.

malt« (ikal.), sMnsik), viel oder sehr,z. E- invlta Ä»exi-c>, sehr geschwind; naoltoanäaule, sehr langsam :r.

Molton (sranz. moleton), dichtes Wol-lenzcng mit langet, Haaren.

Molybdän (griech.), Wafferblei, einfilberiveißes, glänzendes Metall , das mitdem Neißblei viele Aehnlichkeic bat. —Molybdän - Gäure , Mafferbleisänre,saurer Kalk aus kalzinirtem Wafferblei.

Moinent (lat.), sder), I. Augenblick;Zeitpunkt; 2. fdas) Punkt, Stück, Theil;Gewicht; so sagt man: Eintheilungs-Moment, ferner: das Haupt-Momenthiervon ist das :c. d. h. der wichtigstePunkt. Man sagt auch: die Momenteam Hebel sind gleich, wen» die Grö-ßen auf beiden Seiten desselben gleich sind.

— Moment»», augenblicklich, nicht langedauernd, sehr kurz.

Moniiers, eine mystisch-religiöse Serieim Westen der Schweiz, welche zu denMethodisten gehört. Siehe dieses Work.

Momus llat.), 1. der Gott der Sa-tyrs und der Tadelsncht, als Jüngling miteinem satyrähnliche« Gesichte nnd Narren-kolben in dec-Hand abgebildet; der Geistdes Hohnes; 2. ein Tadler.

„Den lauten Markt mag M o m u s unterhaltet!.

Ein edler Sinn liebt edlere Gestalten."

Schiller.