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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Montgolfiere.

öffentliche» Leih- und Pfandhäuser. —Mo»w, heißt in Rom jedes Kapital, welchesaus unbewegliche Guter ausgeliehen wird.

Montgolfiere tfranz.1, ei» Luftball,von seinen Erfindern . den Brudern Mont-golfier in Frankreich so genannt. (SiebeAvrosiat)

montlren tfranz.), 1. die Soldatenbekleiden; 2. die Reiterei beritten machen;Z.die Schiffe bemannen; 4. erhöhen, stei-gern, aufrege». Daher bedeutet: „er istmontirt": er ist im höchste» Grade auf-geregt. — Montur. Montirung. dieKleidung, besonders des Militärs, Sol-datenkleid.

Monument llat.l, Denkmal. Ehren-denkmal, sowohl in Erz, Stein u. dergl.als in Schriften.

moquiren (sich) (franz. sprich: mog-giren), steh über etwas aufhalten, spot-te». — moquant, spöttisch, kadelsüchtig.— Moqueur sprich: Moggöbr),Spötter. — Moquerie, Spötterei,Ansböhnung.

Moquette, Mokade (franz.), einsammekartigeS Zeug.

-n«,» (lak->, Verzug, Aufschub, Zöge-rung. — , ohne Verzug- — »>»>'»

!o>ve»<ti, Zahlungsverzögerung. — „io>>a>npurgire» , sich von dem Verzug reinigen,d. h. die auf einen Verzug gesetzte Straferechtlich von sich ablehnen. — moroixiosMustk), zögernd, verweilend. — Mora-torium, ein Aufschubs- oder Schntzdrief,obiigkeillicher Freiheitsbrief, wodurch einemSchuldner eine gewisse Frist gewährt wird,wahrend welcher die Gläubiger ihn nichtdrangen dürfen: Fristverwilligung. — mo-riren, zögern.

Moral (lat.), die Sittenlehre, Pflich-teulchre. — Moral-Gesetz , ein für alleMensche» verbindliches Pflicht- oder Sitken-gesetz. — die philosophische'Moral ,die in der Vernunft gegründet ist, im Ge-gensatze der theologischen . die sich aufdie Bibel stutzt. — Moral-Philoso-phie, praktische Philosophie, welche alles,IvaS der Mensch thu» und lasse» soll, ausder Vernunft herleitet. — moralisch ,1. der Moral gemäß, sittlich; 2. aus derMoral genommen, in ihr gegründet; 3.der Freiheit im Handeln und der Sittlichkeitfähig; 4. waS man sich nur denkt, und

morgagnische Feuchtigkeit. 329

nicht wirklich da ist, z. B- eine morali-sche Person, d. h- eine gedachte, nichtwirklich eristirende, ei» Gedankenwcsen.—moralisch gewiß, für vernünftig undsittlich denkende Wesen gewiß. — mora-lisch nothwendig, nothwendig ausGründen, die auf der sittlichen Natur desMensche» beruhen. — moralische kVelt,die Mensche» überhaupt, insofern sie Frei-heit und Vernunft besitzen, gut oder böse,glücklich oder unglücklich sind. — Mora«lisation, Moralifirung, Einführungguter Sitten, Bersikllichnng. — morarlisrren, >. sittliche Betrachtungen an-stellen , Lebenspflichten vortrage» , den Sit-tenlebrec mache»; 2. versiitliche». sittlichmackien. — dlloralist, ein Sittenlehrer.— Moralität, t. Sittlichkeit, sittlichesVerhalten eines Menschen; 2. die Beschaf-fenheit einer Handlung, so fern sie, mitdem Sitkengesetze verglichen, gut oder böseist. Das Gegentheil ist Immoralität.

Moratorium, siebe »w,-«.

Morbideste, -»-»'bilier.-- (franz.),nioi'iiili,./.,- liral.), in der Malerei, dieMürbheit, die Weichheit, das Nachgebendeund Sanfte, am gemalten Fleische. —morbide, weich, mürbe.

Morbona llat.), die Göttin der Krank-heiten und Seuchen bei den Römern. —

>»,, eine hitzige, heftige Krankheit.

morilant tfranz.), beißend, stichelnd. —

Mordante, Mordente, i» der Musik,diejenige Spiel- oder Singmanier, wo manwechselweise bald die Haupknote. bald diezunächst unter derselbe» befindliche anschlagtoder hören läßt; Halbirillec.

mordorv (franz.), hochroth, braunroth.

inoi-ensa oder invi'iente tital.) sMusik),ersterbend, nach und nach verhallend.

wo,---(lat.), die Sitten, das Betragen,die Aufführung. — »--»-es lehre», einemden Kopf zulecht fetzen, ihm sagen, ivie ersich zu betragen hak. — mors LoINo, inons<-on.-me>>>, „>oee inajaemn , auf gewöhnlicheWeise, nach altem Herkomme» oder Ge-brauche.

Moresken, soviel als Arabesken.

morgagnische Feuchtigkeit, diefeine Feuchtigkeit zwischen der Kcystalllinsedeck Auges und ihrer Kapsel. — mpr-