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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Moscovadk.

Moscovcide, Moscowade lfranz.eigentlich indianisch: lVIo,Ic>,ka>) , in denguckersiedereien. der durch die erste Siediingaus dem Zuckerrohr gewonnene Saft, derRohzucker, aus welchem Lurch die zweiteSiedung der yelbe Karin, durch die dritteder weiße Karin, durch die vierte derLunipeuzucker, durch die füufte derMclis, durch die sechste die Raffinade,durch die siebente der feine Zucker, unddurch die achte der Ranarien - Zucker

bereitet wird.

Moskiten, Mosquitos. Beißflie-ge», eine beschwerliche Art Mücke», in denheiße» Erdgegeudeu, die i» ungeheurenSchwärmen erscheinen, und deren Sticheine heftige Entzündung verursacht.

Moskowiten, Mofcowiten, dieRussen. inoskowitisch , russisch.

Moslem tiu der Mehrheit Mosle-min«), (türkisch), Anhänger des Moba-meds. Bekeuuer des Islam, Muselman».

»in.^o sital.), Musik, bewegt, mit etwaslebhasterec Beiveguug.

Motacillen- lSänger). das Dögel-geschlecht. zu welchem die Nachtigall, Gras-mücke ». s. w. geboren.

Motette lfranz. vom ital. motio), einnur für Singstimmen »ach ^ugenart gesetz-tes Tonstück über eine» biblischen Text inProsa; Svruchgesaug, Singsatz i» derKirchenmusik.

Motion <lat.), t. Bewegung, Leibes-bewegung; 2. ein Antrag, Vorschlag, z. B.er bat in der Versammlung eine Motiongemacht, etwas auf die Bahn gebracht, einenAnt,ag gemacht; Z. Gramm.. Abwandlungder Haupt- und Beiwörterach dem Ge-schleckt. Motionnaire, Motionär,der Antragsteller.

Motiv (lat.), Beweggrund, Triebfe-der- motiviren, mit Gründen bele-gen, Ursachen angeben. Motivirung,Begründung. Alle diese Ausdrücke wer-de» auch von den Kunstwerke» gebraucht,-und zwar so: das Motiv ist die Grund-idee des Kunstwerkes. oder auch das der,selben entsprechende glückliche Mittel, wo-durch ei» besonderer Theil desselben herbei-geführt wird. Die Motivirung bestehtin der Durchführung der Grundidee undder glücklichen Begründung der einzelnenMoment«.

Moussons. 331

Motto (ital.), Denkspruch, Sinn-spruch, eine znr Ueberschrift einer Abhand-lung oder eines Buches ausgewählte Stelleeines fremden Schriftstellers.

invlu proprio (lat., freiwillig, aus eige-nem Triebe.

inotus peri.Uallicur (lat. «I. griech.), diewnrmförmige Bewegung der Gedärme, vondem Magen an bis zum Ende des Grimm-darms.

Mouch-rr- (franz. spr. : Muschahr),Späher, Spion, Kundschafter.

Mouches, Mouche» lfranz. sprich:Mu scheu, eigentlich : Fliegen), Schön-pllästerchen im Gesichte: allerlei von schwar-zem Taffcut ausgeschnittene Figuren.mouchettire» (sprich: muschetire»),eine» weißen Grund mit schwarzen Fleckenbesprenge», fleckig mache», rnple».

Mouchettes (franz. spr.: M u schetk'),Lichkpntzc.

Mouchoir (franz. sprich : Muschoar),Taschentuch, NaStuch; Halstuch.

Moufette. Mussette, Mofette(franz.), die schädliche Bergwerkslnft, derSchwaden.

niouillire» (franz.), benetzen,machen.

Moulin-rge (franz. sprich: Mttli-tt ab sclf), l. Seidenzwirniing; 2. die dazunöthige Geräthschaft.

Moulines lfranz.), t. ein Drehkreuz,beim Tanzen; 2. Fertigkeit, den Degen,Säbel oder Stock in kreisförmigen Win-dungen so zn drehe», daß Stöße oderSchläge von mehreren Gegnern zugleichabgewendet werde» können-

Mousquete, siehe Muskete.

Mouffekin, MousseUne, Nesseltuch,feines, lockeres Baumwolleiizcug. Mous-sekiliet, eine Art Mousseline mit glattemGrunde und gestreift, zu den schönsten undleichtesten Sommerkleidern für die Damengebräuchlich.

«uousstre» (franz. sprich: mussiren),schäume», aufbrause», z. B- vom Cham-pagnerwein.

Moussons (franz.), Winde, die imindische» Meere während der eine» Jahres-hälfte von West nach Ost. während deranderen^ von Ost nach West wehe». (Dgl.Passntwind).