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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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333
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Alurialieum.

aal, besonders »m Sardinien herum; 2.ein ebensalls schmackhafter Lachs in Pommern.

Aiurislic»», slot.)) Salzsäure. NIU-rintisch , salzsaner,

Murkt, !>äol,r,>oi sfranz. bom deutsch,murre»), eine ehemals übliche Art klei-ner Tonchicke für das Clavier, wobei derBaß dur-chgeheiids aus gebrochenen Octavenbestand, und eine murmelnde Bewegungverursachte.

murrhiuische Gefäße tlak. >->--<inui-rdioi,, eine Art äußerst kostbarer undschön gearbeiteter Prachtgesaße bei den Alten.

Mufagetes, Musaget (griech.). >.ein gewöhnlicher Beiname des Avollo, dener als Vorsteher der Musen führte; 2.Ehrenname eines Gönners und Freundesder Wissenschaften und Künste.

Müsc (scauz. ,n»sc>, Muscus llat.!,Moschus, Bisam. Muscridttl (sprich:Müsgadängh), ein Lisamduster. Duft-herrchen , ein Spottname der Stutzermüskire», mit Bisam wohlriechend machen.

Muscateller, Muscutwei», einsehr snßer italienischer Wein.

Musculcir-Gysiem, sieheMuskeln-

Musen (griech.), die neu» Göttinnender schönen Künste und Wissenschaften, näm-lich : Erako, Euierpe, Kalliope. Klio, Mel-pomeue, Polyhymnia, kerpsichore, Thalialind Urania. Ihr Lehrer war Apollo. Siebewohnien die drei Berge Helikon, Pindusund Parnassns und die heiligen Quellei,daselbst und weiden als schöne. bekleideteJungfrauen mit Kranze» vo» Lorbeeren,oder Palmlaubc oder Rose» abgebildet; 2,»neigenilich: die schönen Künste und Wis-senschaften; besonders die Dichtkunst.Musen-Almanach, Taschenbuch, dashauptsächlich Gedichte euchalk. Mu-sensttz, ein Ort, wo Künste und Wissen-schatten blühen, eine Akademie, Hochschule. Muscnsoh», ei» Skudirendec. Hoch-schüler Museum, t . ein Mnsenkem-pel; 2. eine Sammlung von Kunstsache»und Naturerzengnisseu zu wissenschaftlichemGebrauche; 3- Versammlungsort für Künst-ler und Gelehrte; so Lese-Museum,Ort, wo jeder Gebildete Zeitungen, Jour-nale und andere lileracische Werke lesenkann; 4. Arbeitszimmer eines Gelehrten.

Müsette (sranz.), Dudelsack-

Muskete. 333

Musik (griech ), 1. Tonkunst, sowohlSingkiinst als Spielkunst auf Instrumen-ten . Tonwiffenschaft; 2. Tonspiel, Ton-stück. Musikus. Musiker, Tön-küustler, der die Musik wissenschaftlich ver-steht und sie als Kunst ausübt, wieHaydn, Mozart. Beethoven, Ros-sini, (entgegen dem Musikanten, dersie als bloßes Handwerk nm Lohn treibt).Musikalten, geschriebene oder gestocheneMusikblätter. musikalisch, 1. tvaszur Tonkunst gehört, tonkünstlich; 2. vonNatur fähig zur Tonkunst, geschickt in derTonkunst. muficiren, Musik machen. Musikophilos. Musikfreund.

Musiv- oder musivische Arbeit,siehe Mosaique- musirt, « durchMosaik, Mosaigne verziert: 2. ver-goldet und durch Stemveldrnck verziert(musirier Schnitt auf Büchern).

Musiv-Gold, meist eine Zubereitungaus Zinn, Schwefel, Salmiak und Queck-silber, welche eine goldgelbe Farbe bekommtund zum Vergolden, Malen und Schrei-be» gebraucht wird. DaS ächte Musivgoldwird aus dem Abgänge von den geschlage-nen Goldblättchen verfertigt. Eine der zu-erst erwähnten ähnliche Zubereitung auSZinn , Quecksilber und Wismuth heißt Mu<siv-MIber.

Muskate, eine runde Kugel aus Korkvon der Größe einer Muskatnuß, für Ta<scheuspielerkünste.

Mäiskeln (voni lat. m»sc»t».<i), dielängliche» und erhabenen Fleischtheile desthierischen Körpers, die aus reizbaren Fibernbestehe» und durch ihre Zusammenziehling dieKörpertheile bewege». muskulös, mus-kelbaft. mit starke» Muskel» begabt.Muskulär System, der Zusammenhangaller Muskeln.

Muskete tneulat.). ehemals eine ActBüchsen mit einem Lnntenschloß; sodanneine große Flinte, jetzt eine gewöhnlicheSoldatenflinte. Der Name soll von !Uu-si'llei»-, der Sperber, herkommen, weilman vor Altem die Geschosse nach allerleiRaubthieren benannte, z. B. Feldschlangen,Falconet, u. s. w. Musketiere, «-Fußsoldaten, die mit Muskete» bewaffnetwaren; 2. Flinteurräger- Musketo»,eine veraltete Art Musketen mit kurzemLause und weitem Munde, woraus manmehrere Kugeln zugleich schoß.