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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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352 offeriren.

theidigungsbnndniß. (Erwähnt man beideWörter zusammen, so erlaubt man sichmanchmal die Abkürzung: Off- und De-fensiv Allianz. )

offeriern slat.), anbiete», erbieten,darbieten. — Offerte. Anerbiekuug, daSAnerbieten; der Antrag.- Offertorrum,1. das Opfergeld, ivelcheö auf den Altargelegt wird; 2. die Aufhebung »>1d An.bekung der in der Monstranz befindliwe»geweideten Hostie bei der katholische» Messe;3. die Musik oder der Gesang, der beidieser Ceremonie gesungen wird.

Officinl, ein Kircheubeamter, Kirche».Vorsteher; auch der Stellvertreter einesÄischofs. — Officialat, 1. das Amteines OfficialS; 2. seine Wohnung; 3. derGerichtshof, worin er seinen Vorsitz hat.

Officiant (lat.), ei» Beamteter, Be-amter, Unkerbeamteter. So spricht manbesonders von Post-Olficiankeu.

officiell (lat. okliciall.,), was von Amts-Wege» oder aus Pflicht geschieht; amtlich,pflichrmaßig. — offizielle Berichte, dievon AmtS- oder ObrigkeitSwegen ausge-fertigt werden.

Osficier, 1- ein Kriegsbeamter, einBefehlshaber über Soldaten; 2. an einige»Orten auch ei» Civilbeamtec oder vorneh-mer Bedienter der Großen. Haiisofficier-

Offici» llak. >, Werkstatt«, besondersbraucht man dieses Wort von Buchdrucke-reien und Apotheken. — officiiiell. wasaus den drei Naturreiche» in den Apothe-ken zu Arzenei gebraucht wird. arzeueilich,heilkräftig. — Officillrili-r, Arzenei-waare».

ofstcios (lat.), dienstfertig, dienslwillig,auch übergeschafiig, eine» verkehrten Dienst-eifer an den Tag legend. — Officium,Amt, Pflicht, Dienstgeschaft. — ,-käcio,aus Amtspflicht, von Amtswegen.

Olle! jam 5->lir est! llat.), O! es istschon genug!

Oiiiometer, siehe Oenometev.

Okygrnphie lgriech.), Schnellschrei-bekunst.

Oleander, Lorbeerrose, ei» ostindi-sches Gewächs, dessen Blätter und hellrotheoder auch weiß« Blüthen giftig sein solle».

Olenfiev (griech.), wilder Oelbaum.

Oleosa llat.), Arzeneien, deren Haupt-

OlyMP.

bestandtheil ei» Oel ist. — Oleum, Oel.

und Mühe verloren, d. h. mich umsonstund vergeblich abgemühet. — »lern» rvrnucervi, Hirfchhornöl- — »lernn lini, Leinöl,»lernn p>ni , (oder leinpliirunr) , Kienöl.—oleui» riirioli, Vitriolöl, Schivefelsäure.— Olltate» llat.), allerlei Arten vonOelen, Essenzen, aus Pflanzen.

Ollfant, das Hiefboru der fahrende»Ritter-

Olifmit oder Olifant' Papier,holländisches Elephankpapier, die größteHand-Papierart zu Tabellen, Kupferstichen.

Oligarchie (griech.), diejenige Regie-rnngsform, bei welcher nur wenige Per-sonen im ausschließenden Besitze der gesetz-gebenden und vollziehenden Gewalt sind.Daher ein Oligarch. einer, der dieseRegierungsform wünscht und liebt; oderauch einer, der ei» Mitglied einer solchenRegierung ist. — oligarchisch, was zueiner solchen Regierung und Regierungs-sorm gebort, waS derselben gemäß ist. —Oligokratie, die Herrschaft Weniger.

Oligopistie (griech.), schwacher Glaube,Kleingläubigkeit.

oliin(lat ), ehemals, vor Zeiten, vorAlters. Zu oder vor OlimS Zeiten,vor Zeiten, einst.

Olive llat. oliv.,) , Oelbeere, länglich-runde, gelbgrüne Frucht des Oelbaums,aus welcher das Baumöl gepreßt wird. —Olivenbaum, Oelbaum- — Olivenöl,Baumöl.

Olivetten (franz.), 1. eine Act Tänzeder Bauern in der Provence in Frankreich»ach der Olivenernte; 2. Glasperlen inGestalt der Oliven.

Olla potrida (span. v. lat. »lla p„-ti-i-la), 1. ei» Faultops, ein Gericht, wo-rin vielerlei Zleischarken und Zuthaten un-ter einander gemischt sind, ein LiedlingS-gericht der Spanier; 2. Riechtvpf, mitwohlriechenden Blumen und Kräutern; 3.ein Mischmasch, ein Allerlei. VergleichePotpourri-

Olymp (griech.), l. ei» Berg in Thes-salien (jetzt Lacha genannt), der in der altenFabellehre, seiner Höhe wegen, für denWohnsitz und Versammlungsort der Göttergehalten wurde; 2. überhaupt der Wohnsitzder Götter, oder der Himmel. — oly»u