Oriflamme.
gegenden finden, sich znrecht finden; 2.sich überhaupt in die Verhältnisse e-neSOrtes, einer Sache finden, sich mit etwasbekannt machen. Man sagt daher anch:sich in einer Wissenschaft orienti-ren. — Orientirung, die Zurechtfin-düng.
Driflamine, die ehemalige heiligeReichsiabne der Franzosen, die ans feuer-rorhem Tastet bestand, nuten an drei Or-ten ausgeschnitten und an den Spitzen nntgrünseidcnen Quasten geziert war — Die-ses Wort kommt in Schiller's Jung-frau von OrleauS vor:
Denn wenn im Kampf die Milchigsten ver-zagen,
Wenn Frankreichs letztes Schicksal nun sichnabt,
Dann wirst du meine Oriflamme tragen,
originell (franz->, ursprünglich , eigen,eigenthümlich, nicht nachgeahmt, nicht vonAndern erlernt; anch seltsam, sonderbar,— originär (sranz, vom lat. oi'lgo, Ur-sprungs, ursprünglich, uranfänglich. —Original (lad), 1. das erste ursprüng-liche Werk, welches keine Nachahmung vonetwas anderm ist, Urschrift, Urbild, Ur-kunde z. B- das Original eines Briefes,im Gegensatze der Copie. (In der vielfa-chen Zahl sagt man Originale, Ori-ginnllen- 2. Ein ausgezeichneter KopfSelbstdenker (daherc ein O r i g i n a l - Ge-nie), doch hauptsächlich ein Mensch vonganz eigenthümlichem Charakter; anch ver-ächtlich, ein Sonderling. — i„ original,,-»ui-umin,-,', in d.r Urschrift, Uiknnde —Originalität, Ureigenheit, Eigenthüm-lichkeit, Selbststaiidi^keii-
Orlüo» tauch Oreillon) lfranz.),der obere Theil der Flanke a» einem Fe-stitngSiveike, ivodurch der aiidere zurückge-zogene Theil deffeldeti gedeckt wird; ei»BolliverkSohr,
Orion tgriech.s, ein berühmter SerosdeS fabelhaften Alterthums. ein Sohn Nep-tuns , ein ungeheurer Niese und sehr ferti-ger Jäger, Nach seinem Tode winde ernebst semem Hunde als ei» Gestirn in denHtinmel versetzt, welches von allen duS glän-zendste tst und noch jetzt diese» Namen fnh-k.Nach diesem Gestirne richteten fich in ulkenZeiten die Schiffer, und die alten Dichtermachte» es zum Urheber der Ltürme.
Orkan, siebe Orcan.
Orseille. 359
Orkus, siehe Orcus.
Orlean, Kernroth, ein schöner gelb-rother Färbestoff (der auch Roucou oderRukn heißks.
Orloysschjsf, Kriegsschiff; von Or-log, (altdeutsch), Krieg.
Orinuzd, das gute Grnndwesen, dasPrincip des Lichtes und alles Guten beiden alten Persern, welchem Ariman ge-genübersteht, das dose Princip.
Ornament llat.), Ornement (sranz.sprich, Ornemanqs, Zierath, Zierde,Verzierung. — Ornat llat). Putz,Schmuck, feierliche Amiskleidnng, Fe-er-kleid (besonders der Geistliche»), — ornt-ren , schmücken, auszieren, verzieren.
Ocnithographie (griech.), Beschrei.buiig der Vogel- — Ornitholith, Ver-steinernng von einem Vogel, versteinerterVogel. — Ocnitholog eit, Keiiiier undLiebhaber der Geschichte der Vogel, einVogelkenner. — Ornithologie Natur-geschichte oder Beschreibung der Vogel. —ornithologtsch, die Lehre von den Vo-geln betreffend- — Ornithomanti dasWahrsagen a»S dem Fluge, Fresse» undGesänge der Bögel. — Ornithotrovhie,die Vogel- oder Federviehzucht. — Ocni-thorrzpnchus , das Schtiabelthier, dieSchnabelotrec, in Nenholland.
Orognosie (griech.', Gebirgskunde. —Oroynosi, ei» Bergknndiger. — Oro-graphie, Beschreibiitig der Berge, Ge-birgsbelchreibnng. — Orolog, <"ebirgs-kundiger. — Orologie, Gebirgskunde.—orologtsch, zur Gebirgskunde gehörig.
Orphanotrovhiu,» (griech.), Wai-senhaiiS. — Or'phanotroph , Waisen-erziebec. Waisenvaier. — Orphelin(sranz. f.rich: Orpheläiig), eine Waise.
Orpheus , ei» berühmter griechischerSauger und Leyerspieler, der alles bezan-derie. — Orphila ei» von Völlig inBerlin erfundenes Saiteninstrument miteiner kleine» Claviainr, welches auf demSchönste liegend oder an ein Band ge-bangt, wie eine Guitarre gespielt werdenkann.
Orrhochezie (griech.). wässerigerStuhlgang.
Orseille (sranz.), die Färbe,flechte,das Farbenmooe. das ein schönes Noch gibt.