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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Parole.

die sich a» einem Orte niederlasse», ohneBürgerrecht.

Parole (lranz.), >. Wort, Ehrenwort,z. E. Cavaliersparole; 2. in der Kriegs-sprache, das Losnngs- oder ErkenniingS-Wort, welches täglich ausgegeben wird, da-mit die Wachen und Pollen, so wie über-haupt die Soldaten desselben Heeres, sichan demselben erkennen können. parviea'lioune»,-, Ehrenwort.

Paroli (ital.), 1. im Pharaospiel derdreifache Gewinn des ersten Einsatzes; auchdas Umbiege» einer Karte an einer Ecke.welches bedeutet, daß der Spieler seine»Satz und den schon gemachten einfachenGewinn nochmals ansis Spiel setzen will,um, wenn er noch einmal treffen sollte,seinen Satz dreifach zu gewinnen; 2. kräf-tiger Geqenbescheid, verstärkte Vergeltungeine treffende Erwiederung auf einen witzigenoder spöttischen Angriff, wodnrch das-cherliche und Beißende dem Gegner in ver-stärktem Plaste zurückgegeben wird.

paroniie sgriech.), Sprichwort.

paroinologie tgriech.), eine redne-rische Figur, wo man etwas zugesteht, umdann den Gegner desto nachdrücklicher vomGegentheile überzeugen zu können.

parönien sgriech-i, Trinklieder.

parononiasie t Paranoniafte ),(griecki.) , >. der Gleichklang, Neben-einanderstellung gleich oder ähnlich klin-gender Wörter von verschiedener Bedeu-tung; z. B. aniar.tss S»»I awentrs (Ver-liebte sind halb Verrückte». In Wallen-steins Lager von Schiller sagt der Ka-puziner von der Armee, sie kümmere sichmehr um den Krug als den Krieg,wetze lieber den Schnabel als den Säbel. 2. Anspielung auf einen Namen.

paronychie tgriech.), Nagelgeschwür.

Paronymen, paronyniisch kgr.),heißen die Wörter, welche in der Ab-stammung einander verwandt sind, dereneines von dem andern abgeleitet ist.

Paroptik tgriech.), die Lehre vomVvrbeisehen,

parotis tgriech.), die Ohrendrüse. .

paroxysmus, paroxisinus tgr.),ei» verstärkter F>eberanfall; ein heftigerAnfall oder Ausdruck) von Krankheit oder

parthenopeische Republik. 373

Wahnsinn. So kann man auch von einem..ParorysmnS des Zornes" sprechen.

parquet, parket lkranz.) , I. ei»eingeschlossener Raum in Gerichtsstuben fürdie Richter; 2. der mit Sperrsitzen ver-sehene Vorplatz im Schauspielbause; Z. eingetäfelter Fußboden. parquetirt- ge-täfelt, eingelegt, von einem Fußboden.

par raillerle lfranz., sprich: par raill-ierih), aus Scherz, scherzhafter Weise.

P.1I- renowmöa tscanz. , sprich: parR'nommeh), dem Namen oder demRufe nach.

parrhefre (griech.), Freimüthigkeit imReben; Dreistigkeit.

parricidium llat.>, 1. Batermord;2. Mord der Eltern oder naher Anver-wandten.

pars (lat,), Theil. pars aärersa, derGegner; die Gegenpartei. pars lillgaus,der streitende Theil. pars s»ccuu>be»s,der unterliegende, verlierende Theil.pars vinceue, der siegende > gewinnendeTheil.

parsrnionie < lat. ), Sparsamkeit,Kargheit.

Part (srauz., vom lat. pars), Theil,Antheil. (Aegenpart, Gegenpartei.

Partage tsianz., sprich : Partahsch'),Theilung. partagl're» , theilen-

parterre (franz., vom lat. per wrram,auf der Erde), 1. im Schauspielbause, derauf dem Fußboden befindliche Platz für dieZuschauer; auch die auf diesem Platze be-findlichen Zuschauer; 2. in den Garten,ei» Blumenbeet, ein in Felder von allerleiFiguren getheiltes Stück; 3. in Gebäuden,das Erdgeschoß, das unterste Stockwerk.

Partes aegiiater <lak.) gleiche Theile.Partes eoeslilitlirae, Bestandtheile; Theile,aus welchen eine Sache besteht. Partesgeuitales, Gsburts - oder Zeugungstheile.Partes orattonls, Theile der Rede. Vgl.

parthenien tgriech ), die Zeichen derJungfrauschaft.

Parthenon (griech.), Tempel der Mi-nerva auf der Burg zu Athen.

parthenopeische Republik wurde