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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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374 partuil.

das Königreich Neapel genannt, als dieFranzose» dasselbe im Jahr 1794 erobertenund zn einer NernbUk machten, van par-thenope, dem alten Name» der StadtNeapel.

partiak (lat.), 1. theilwcile, theilig.z. B. eine partiale Mandsfinsterniß;in diesem Sinne wird eben so häufig par-tiell gebraucht; 2. parteiisch- — par-tlalltät- Parteilichkeit.

Participant ilat.), ein Theil,iehmer,Theilhaber. — Participation, Tbeil-»ekmnna, Tlieiliiabme. — Participa-tloiiS- Conto . eine Gesellschaftsrechnnngmehrere, Kaufleute, die an Gewinn undVerlust eines Unternehmens gemeinschaftlichTheil nehmen. — particivlren. Theilnehmen an erwas. — Participium, inder Sprachlehre: Mittelwort, der Theileines Zeitwortes, der viel mit einem Bei-worte gemein bat. z. B. gehend, gegan.gen liebend, geliebt n. s. s. Vgl. (Inst-Iiltlv. — Participlal - Consructio»diejenige Wortfügung oder Stellung derWörter eines Satzes. wobei ein oder meh-rere Mittelwörter am schicklichen 2rke vor-kommen, und wodurch der Satz kürzerausgedruckt wird. als durch Umschreibungvermittelst mehrerer Redeiheile.

Partie- parthie (fron,., vorn lat.p.ii.-ij' t. einzelner Theil, z. B eitles Ge-maldes , eines Vertrages u. s w-; 2. ge-wisse Zahl oder Menge von Waaren z da-her: in Partien kaufen ; 3. so vtel alsParkei; die Seite, auf die man sich schlagt;daher: flix einen Partie nehmen,d. h. sich eitles annehmen, eilten ver-theidigen ; i. Gesellschaft mehrerer sich cr-lustigender Personen ; ä. bei einigen Spielenei» ganzes Spiel, z. B. eine PartieBillard; 6. eine Lustbarkeit, Luftfahrt;7. die fzeirath in Ansehung der GlnckS-nmstande z. B. eine gute Partie machen ;L. in der Musik find die Parkten die ein-zelnen auS der Partitur abgeschriebenenStimmen. — ptii'lie bitt,lebe stanz., sprich:Parrih dlausch i, im Billard, ei» ein-faches Spiel unter zwei Spielern mit zwei

Partil,' hongtöl, Si. i. Schamtheile;2. schleckte Seite eines Mensche» , die ergern verbergen will.

Partikel (lat.), ein Stückchen, Theil-

Partner.

chen; in der Sprachlehre. ein kleiner nichtbiegnngSfahiger Nedetheil, z-B- auch, „och.

partikular (lat.), particulier (fr-,sprich: Parti ggli l i eh 1, ein Mann. derfür steh lebt, ohne öffentliches Amt, Privat-mann. — partikular, partikulär.

a,tg parricüljeb, p a r k i c ü l, a h r c-mang) einzeln, fnr sich bestehend, imGegensatze des Allgemeinen. — parti-kuläre Rechnung , besondere Rechnung.— partikularismus. >. Streben nachAbsonderung, Sorge für das Einzelne.Selbstsucht, Egoismus, besondere Meinung;2. die stolze Meinung der Juden, Gottnehme sich nur ihrer an; 3. die Lehre vonder besonderen Gnade, daß nämlich Chri-stus nur für etliche gestorben sei, und dassnur etliche selig werden (Gegensatz vonUinversalismus). — partikularist,Selbstsüchtiger. Egoist, der eine besondereMeinung hat. partikularisten nenntman auch die Anhänger des PartikulariS-muS in den andern eben angefahrte» Be-deutungen. — Partikularitäten, be-sondere Umstände, Einzelnheiren-

partiren slat.), l. theilen, vertheilen;2. betn,gliche Kunstgriffe anwende», umetwas z» erlangen. — Partirer. I. Stnck-kramer, Kleinhändler; 2. Betrüger, Ent-wenden — partlrerei, l. d-e Betrügereiim Handel, der Schleichhandel; 2. Be-trügerei besonders im Bergbau, betrng-licher Knrhandel Erzcniwendnng. — Par-tite (franz. und ital), I. Handelsgcsell-schaff; 2. Schuld, die man im Schuldbucheintragt. Schuldvollen; 3. heimliche listigeRanke, Prakttken. — partttlsch.rankevoll.

Partisan (franz.), I. ein Anhänger;2. ein Parteigänger, der Anführer einerTruppe, die zum kleinen Kriege, z» Streif-zügen s. w. bestimmt ist.

Partisane (franz.), ehemals eine Artvon Spiest mit einem zweischneidigen Beileunter dem Siechetse».

partition llak ), Theilung, Verthei-lung, Eiutheilung. — Partitur, iu derMusik, die schriftliche Ueberstcht aller zueinem vielstimmige» Tonstncke gehörige»Stimmen; daS Stimmenbnch, woraus dieeinzelnen Stimmen abgeschrieben werden.

Partner, Theilhaber. Genost, z. B-Tanzgenost, Mirranzer.