379
Patricia?.
außer dem Pauste zwei Patriarchen zn Ve-nedig und Agnileja. ö. Vorsteher der grie-chische» Kirche. Ais Oberhaupt dieserKirche gilt der Patriarch von Eonstanti-iiooel, dem andere Patriarchen »nrergeord-„et stiid. 4. Uneigentlich: ein ehrwürdigerGreis. — patriarchalisch erzvaierlich;einfach. — pntriarchal Rirchen beißendie siinf Hanvtkil'cheii zu Rom; überhauptauch jede Hanptkirchc, ivelcher ein Patri-arch oder Oberb,schot vorsteht. — Patri-archat. das Amt. die Wurde, auch derSprengel eines Patriarchen.
patriciat. patriziat (lak.). das Her-kommen, die Abstammung vom Adel odervon vornehmen nud regierenden Familien,Lurgeradel. — Patricier Patrizier,>. hießen im alten Rom gewisse, dnrchAbkunft, Ehre und Vermögen ausgezeich-nete Familie», auS welchen die Senatorengewählt wurde»; 2. seht die Vornehmern.Stadiadclichen. — Daher pntrizisch ,z. B- patrizische Geschlechter.
patrimoului» llat.s, E-bgut, Vater-liches Erde Vatergut. — patrimoili-U»> petri das vorgebliche Erbtheil desApostels Petrus, «in G.biet um Rom,welches Eonstanti» der Große im viertenJahrhundert dem Papste geschenkt habe»soll. — Patrimoutal Gut. Erbgut —patrimonial Iurisdiction. die Erb-oder niedere Gerichtsbarkeit.
Patriot (lat.^, I. ein Vaterlandsfreund,einer, der das Beste des Vaterlandes be-fördert, auch mit Aufopferung seines eige-nen Vortheils; 2. zur Zeit der Revolniio»ein blinder und «xaliirter Demokrat. —patriotisch, vaterländisch gesinnt, wohl-meinend fnr das Vaterland, treu am Va-terland,!. — Patriotismus, Vaterlands-liebe, Eifer, dem Baterlande zn diene»,und desselben Wohlstand und Ehre zu de-fordern, mit Aufopferung seiner eigenenVortheile, Biiigersinii.
patrisire» llat.), dem Vater nachar-te». Das l»egcntheil ist matrisireii.
patrisuk llat.), Kenntniß des Lebens,der Schriften lind Lehren der alte» Kirchen-vater.
patrize, Patrick slat. paii-in), beiden Schriftgießern . der stählerne Stempel,durch dessen Abdruck in Kupfer die Ma-triye entsteht. (Siehe diesen Aitikel.)
Pause.
patrociniui» llat.), Schutz einesGönners. Rechtsbeistand. — patroctui»ren, palroziuire», in Schlitz nehmen,Beistand leisten, begünstigen, beschirmen.
patrolle, Patrouille (franz. sprich:Patrulliel, eine z» gewißen Zeiten um-hergehende Wache rvc Erhaltung der öffent-lichen Niike und Sicherheit; die Runde.Streifwach-. — patrouillire», 1 dieRunde machen; 2. uueigentlich: emstg undwachsam umhergehen.
Patron tlai.l Schntzherr, Beschützer,Beschirmer; Vorsteher, Znkier; daher z. B.> S il> i l fs p a iro » ein Sck'iffsherr; 2.in der römischen Kirche, ei» Schutzheiliger;Z Lebensherr, Kirchenberr, einer, derdas Recht hat, die Stellen a» Kirche»und Schulen zu vergebe», welches Pa-tronat T^echt toder Collatur) Kirche»,leben, Kirchensatz, heißt; 4. noch kommtder Ausdruck vor: ei» lustiger Patron,statt: ei» lustiges Subjekt.
Patrone (franz.). t. Modell oder Mu-ster. Ivornach etwas gemacht wirb; 2. Pul-verhiille, Papierknlie leer, oder mit demzu einem irchuste nöthigen Pulver und Bleiangefüllt; Z. bei den Buchdrucker» ein strei-fen Papier, der a» die Sielte» der Form,welche leer bleib » muffe», gelegt wird,damit der Dogen nicht besteckt werbe.
Patrons,nikon, patronymlkunisgriech.l, ein von dem N amen des Vaters(bisweilen auch der Vorfahren! abgeleiteterName, z. B Dardaniden die vonDardanns Abstammenden; die Hera-kliden, die Abkömmlinge deS Heraklesoder Hercules. Eben so kann man sa-gen: die Napoleon iden. — patro-iiymisch, nach des Vaters, »ach demGeschlechts- oder Adknnfrsnamen.
patt, pat der Zustand des Kön-gS imSchachspiel. da er keine» Ziig machen kann .ohne sich i»S Schach zu ziehen wahrendauch keine andere Z'gur seiner Farbe einensolchen zn unlernebmen im Stande ist.
Pauperismus ilat.), der Zustand derArmnlh. — p.>uperie.<i sinrist.s, der durchein Thier verursachte Schaden.
pause tgriech-), 1. die Unterbrechungeiner Handlung . der Stillstand in derselbenRuhezeit, Nnbepnnkr; besonbers i» derMusik, ein Stillhalten und das Zeiche»dafnr. — pauftrc», still halte» eineZeitlang aufhören.