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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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vhototechmt (griech.), die Erleuch-tungSknnst, die Kunst, bei Illuminationengroße Wirkung hervorzubringen.

Phrnfe tphrcists) (griech-), Redens-art. Daher: P drase n mach er, Phra-sen dre ch s l er, P h ra se ii m a » », einer,der sich in künstliche», zierliche» Redens-arten gefallt, der auf eine gesuchte, affec-tirte Weise spricht oder schreibt. Phra-seologie, >. Sammlung von Redens-arten; 2. Lehre von der Zusammensetzungder einzelnen Wörter zn ganzen Redens-arten, von den einer Sprache eigenihiiin-lichen Redensarten.

Phrenesie, stehe Frenesie.

phrenologie. i. Seeleulehre; 2. dieLehre von dem Zusammenhange der Scha-delbildnng mit dem geistigen Wesen. Vgl-Rrmnotogie. Rranioskopie.phrenologische Gesellschaften (inEngland) sind solche, die steh mit der Phre-nologie in der zweiten Bedeutung beschäf-tigen.

PhronestS (griech.), Verstand, Ein-sicht. Klugheit.

phryne 'griech.), i. eine der reizen,beste» Buhlerinnen von Athen, welche stehan einige» Volksfesten am Ufer des Mee-res auskleidete, und vor Aller Augen ba-dete; 2. überhaupt eine verführerische,bezaubernde Schöne.

phthiririsis (griech.i, die Lanfesncht,Lausekrankheit «von welcher Herodes, Splla,Philipp II. dahingerafft wurden).

phthtsis (griech.). Schwindsucht, Aus-zehrung. pktbisi- p»I»,o,i.ilis, Lnngen-sncht. pblbisis Ir.irbealis, Halsschwind-sucht. phthisrsch. schwindsüchtig. aus-zehrend. Phthisiopneumoiiie, dieeiterige Liingensucht mit Entzündung.

phylakterium (griech.. eigentlich:VerwahrungSmiktel), 1. ei» Amnlek oderAnhängsel wider Zauberei und Krankheit;2. ein kleines Behältniß für eine Reliquie,ebenfalls wider üb!« Zufalle; Z. ein Denk-zettel, worauf die Juden die zehn Geboteschreiben.

phylax (griech.), Wachter, Beschützer.(Daher Name vieler Hunde.)

phylllten (griech.), versteinerte Pflan-zenblaicer, Blatterabdrücke. Phyllon,Blatt, Kelchblatt.

Physiogonie.

phymn (griech.), Geschwulst, beson-ders Drüsengeschwulst.

physagogum (griech.). Mittel gegendie Blähungen. Physema. Physe-sis , die Aufblähung, Trommelsucht,physeter 'griech.), Blasebalg,physhrirmonikn (griech.), Wind-Harmonika-

physintrie (griech.), die Heilkraft derNatur.

Physik (griech), Nakurlehre, Natur-Wissenschaft. Lehre von den Kräften derNatur, von den Ursachen der Verände-rungen in der Körperwelt. physika-lisch , was zur Natnrlehre gehört.Physiker, physikus, Naturforscher,Naturknndiger; Physicns heißt auch einvon der Obrigkeit bestellter Stadt- oderLandarzt. Daher: das physikat , dessenAmt. physikant, ein unergründlicher,handwerksmäßiger Naknrlehrer.

Physiko-Theologie, der Versuch derVernunft, anS der zweckmäßigen Einrich-tung der Natur auf einen werfen Urheberderselben zu schließen. Der physikotheo-logische Beweis des Daseins Gottes istalso derjenige, welcher aus der zweckmaßi-gen Anordnung der Dinge in der Weltgeführt wird.

physiognom, physionom (griech),GestchkSforscher, Gestchcsdenter, der anSder Beschaffenheit der Gestchtszüge einesMenschen die Beschaffenheit seiner Seele,seine Fähigkeiten, seine Neigungen, senienCharakter, erkennen will. Physiog-nomie, Gestchksbildung, GestchiSaiiSdruck,das Anseh» eines Menschen, fein ganzesAeußeres (besonders das Gesteht), insofernes eine natürliche und bleibende Beschaffen-heit des Geistes ausdrückt. Physiog-nomik. die Kunst, aus dem Aeußern desMenschen sein Inneres, namentlich anSseinen Gestchkszügen sein ganzes geistigesWesen zu erkenne»; die GesichkSdeutnng,Gesichts- oder Mienenkunde (die besondersLa vatcc auf Grundsätze zurückzuführensuchte). physiognomisch , die Deu-tung der GestchiSzüge betreffend. phy-siogtiomisiren , den Gesichts < oder Mie-nendeuter machen. physiognoniiker,Physiogiiomist, stehe Physiogilom-vhysiogonie oder physrogenie(griech.), Natur-Entstehuiigslehre.