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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Pictogrqphie.

Pictoarcrphie (lat. griech.), Schrift-mahlerknnst llvovo» eine ausführliche Be-schreibung im Reichsanzeigec <796, Nro-11V, Seite 2V62 z» finden ist.)

Ptece (fcanz. sprich: Piefs'f, 1. einStuck, Theil eines Ganzen; 2, eine kleineSchrift, Brochürc, Flugschrift; 3. einelrichie Kanone; 4. ein gangbares StückGeld oder wlünze.

Pledestal (fran;.), Fußgestell für eineBildsäule, Säulenfuß.

pieno lilal. v. lat. plenu. 1 , voll), sMustk),voll, vollstimmig, ganz vollständig, z. E.der volle Chor.

pieride», pierin»en (griech.), einBeiname der neun Musen.

plerrot (frauz.), eine lustige Personauf den französischen Theatern, die a»SHarlekin und Polichinell zusammengesetzt,und ivie jener gekleidet, lvie dieser launigund witzig ist.

Pietät (lat.), 1. Frömmigkeit; 2. kind-liche Zärtlichkeit; pflichkmäßigcs Betragengegen Wohlthäter, Pflichtgefühl. Pie-tismus, pietisierei, Frömmelei, be-sonders die Meinung, daß zur Bekehrungdes Menschen eine übernatürliche Einivil-kung erforderlich sei. Pietist, einFrömmler. Andächtlec. pietisttsch,frömmelnd, scheiufromm-pielo-o t ital.), sMusik), andächtig,feierlich. Mitleid erregend,pigmäen, stehe Pygmäen.Pigment (lat.), Jarbestoff; Anstrich,pignoralion (lat.). Pfändung, Ver-pfändung. Versetzung. pignoratov.der Pfandnehmer oder Inhaber der Pfande. pignorativ, pfandweise. pjgno-riren, verpfänden, versetzen. ,>lz,»i.<:,Pfand, Unterpfalid.

Plgomantie. stehe Pegommitie.pikant, stehe piquant-Pike, 1. langschaftigec Spieß, lvie ehe-mals die Fußsoldaten führten; 2. bei derReilerei: Spieß der Ublauen oder La».cierS. (Siehe auch Pique ) pike-nier . ei» Pikenträger-

piket, pikiren, stehe piquet, pi-quiren.

pikrocholifch (griech.), bittergallig,jähzornig.

Pinlisse.

pikromel (griech.), bitterlich süßerGallenstoff, Gallenzucker (in der Ochsen-galle).

pilnster (fran;.), in der Baukunst,viereckige Pfeiler oder Träger, vierseitigeWandpfeiler. Sie unterscheiden sich da-durch von den Säulen, daß sie mcht ,,-iediele isolirt dastehen nnd im Durchschnitterund find. sondern als prismatische Trägeraus den Mauern hervortreten, die in ihrerganzen Höbe durch sie verstärkt werden. !Man gibt ihnen wie den Säulen Kapirä- fler und Fußgestelle, die nach Art der ver- Ischieden«» Säulen verziert sind. >

Pilrru, Pl'Iarv, Neißbrei, eins be-liebte Speise der Türken und anderer Mor-genländer.

pilory, pilori (engl.l, in Englandund Frankreich. Drillbänschen; Pranger,Schandsänle. plloriren , an de» Pran-ger stellen.

Pilot (frauz.), 1. ein Steuermann;auch Looksmanu. Lookien; 2. in der Na-turbeschreibung heißen Piloten die kleinenFische, welche den Hai begleite» und denNaub für ihn aufsuchen, von dessen Ueber-resten sie leben- pjlotage l sprich:Pilokahsch'), Lootsengeld. Das nam-llche Wort bedeutet auch: Pfahlwerk.wenn ein Gebäude auf Pfähle oder Röstegesetzt wird. pilotiren, l.ein Schiffdurch gefährliche Oerter durchführen, look-fen; 2. einen zum Bauen untauglichen Bo-den durch eingerammte Pfahle fest machen.

Piment, Zamaikapfeffer, Nelkenpfef-fer, ei» Gewürz, bestehend ans den un-reif abgepflückten, an der Sonne getrock-nete» Beeren der Gewürzmirthe.

Pimpernelle. Pimpiiielle <lat.', einePflanze mit hitziger Wurzel. von schar-fem, brennendem Geschmacke und eiförmi-ger Frucht.

Pimplei'de» (griech.), Beiname derMusen, von dem Berge Pimple in Böotie».

pnmkothek (griech.). Bildersaal. Ge-maldegallerie, Berwahrungsort für Ge-mälde, Bildfäuleii n. dgl. Z. B- diePinakothek zu München enthält Pracht-werke-

pincisse (frauz.), ein langes, schmalesSchiff mit viereckigem Hiutertheil und dreiMasten, das sehr geschwind segelt.