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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Pincette.

Pincette (franz. sprich: P ä II g sse tt'),Kluppzange, eine kleine Zange, welche inkeinem Gewinde gebt, sondern sich federt.Wen» man sie mit den Fingern zusammen-druckt, so geht sie hernach vermöge ihrerElastizität wieder von selbst auseinander.Sie wird zum Festhalten kleiner Körper-ehen, z. B. der Schrauben. Seifte undNader zu Taschenuhren — auch von Wund-ärzten — zum Befassen kleiner Zaserchen —u. s. w. gebraucht.

pinciren (sranz.), in der Musik, mitden Fingern oder mit einem Federkiel dieSaiten klingend machen.

pinchbeck, Gelbkupser, ähnlich demSemiioc oder Tomback, eine Zusammen-setzung von Kupfer und Zink und Eisen.

pindarilch, in der Art des griechischenOdendichierS Pindar, der die Siegerinden olympischen Spielen besang. — pl'n-dariftrcn , sich hohen dichterischen Schwun-ges bedienen.

pindus (griech.), ein Berg in Grie-chenland, zwischen EpiruS, Macedonien undThessalien; er war, wie der Helikon undParnaß, dem Apollo und den Musen ge-weiht.

pi»g»o i-emsaim» (lat.), in der RechtS-sprache, ein kräftiges, wirksames Rechts-mittel.

Pinie», pinienkerne, piniokensv. lat. i-me»), die länglich spitzigen Kernedes Pinien- oder Zirbelnnßbaums; sie die-nen zur Speise und zur Arzenei.

Pinke, eine Act 300 Tonnen führen-der vastschiffe. hinken und vorn gleichrund,mit flachem Boden und dickem Bauche.

piNNeN < V0M lat. penn» lind pinn»,Feder-, >. die starken Schwungfedern anden Flügeln der Falken und ähnlicher Bö-gel; 2, eine Art kleiner Nagel mit flachenKöpfen; Z. kleine, spitzige Stäbe, derenman sich beim Feldmeffen bedient, um zuwissen, wie oft die Mrßkette von einemOrte zum andern fortgetragen worden;4. eine Art langer, spitziger Muscheln,mit zusammengewachsenen Schalen (Steck-muschelii). die. wenn sie versteinert sind,pinniten beißen.

Pinke lsranz.), 1. eine Kanne; 2.Schenke, Kneipe.

piiiiit, (pinr.), (lat.), Unterschrift un-ter Gemälden, nm anzuzeigen, wer ein

Pirogue, Piroke- 397

Stück gemalt habe; auch unter Kupfersti-chen , um den Urheber des Originals nebendem Kupferstecher gelten zu mache».

pion (sranz. sprich: Piougl, einStein im Schachspiele, der Bauer ge-nannt, von der Bedeutung eines gemeinenSoldaten.

pionnier, Pisnirer (sranz.), Schan-zec, Schanzgrabec.

Pipe, >- ein langes, schmales Faß,besonders in Spanien, welches 5 Eimerhalt; 2. Kliissigkeitsmaß in Hamburg. Dä-nemark und einigen andern Orte».

Piperinen <fc.). Pseffermünzküchelchen.

piquant, pikant (sranz.), 1. prikelnd,reizend, auffallend, scharf, stechend; 2.beißend, anzüglich; z. B. pikanter Witz,pikante Reden. — piquantcrie, Pi-kanterie, Spannung, gegenseitige Ge-neigtheit. einander zu necken, Stichelei,kleiner Groll.

Pique (sranz. sprich: Pihgg'), 1. so-viel als Pike, ein Spieß, eine Lanze;2. Groll, Feindschaft. — Eine Pigne aufeinen haben, einen Groll, einen Zahn aufihn habe», ihm etwas nachtragen; Z. eineFarbe im französischen Kartenspiel, Schau-feln, Schlippen-

Pique, ein der gesteppten Arbeit ähn-licher Baiimwollenzeiig, eine Art Doppel-karun.

Pique-nique, siehe picknick.

piquet, piket (franz.), k. Feldwache,eine Anzahl in Bereitschaft stehender Mann-schaft, welche theils den Feind beobachten,theils bei einem Ueberfall sogleich ausrückenmuß; daher, aus dem Piket sein, sichin Bereitschaft halten, jedes Befehles ge-wärtig sein; 2. ein gewisses Kartenspielunter zwei Personen.

piquiren (franz. sprich: piggiren),t. stechen; . 2 . reizen, empfindlich machen,z. B. sein Betrage» hat mich pikirt. —6>ich piquiren auf etwas, eine Ehrein etwas setzen. — pikirt sei» , gereizt,betroffen oder empfindlich sein.

Pirat (griech.), ein Seeräuber. — Pi-raterie , Seerauberei. — pirariren,Seerauberei treiben. — piratisch, see-rauberisch.

pirogue, piroke , ein Ruderkahnaus einem ausgehöhlte» Baumstamm,