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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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400 Plastron.

siisch, bildend, schöpferisch. — Plastici-tät, Bildsamkeit.

plasiron , das Bruststück der Fechtmei-stec, das dicke Leder oder Polster, das steauf der Brust krage».

platanus, Platane (griech.), derausländische Ahorn, ei» auch bei uns ein-heimisch gewordener Baum von prächtigemWüchse, mit große» Blattern-

platca (griech.), der breite Bandwurm-

Plateau (franz. sprich: Platoh), 1.Hochebene, Flache aus Gebirgen; 2. Wage-brek; Z. Tafelbret; 4. Tischaufsatz, Aussatzauf Tische, Kasten.

platebande (franz.), Saumbeet, schma-les Gartenbeet. Vgl. Rabatte.

plateforme, platform, 1. flachesHausdach, Söller; 2. ein erhöhetec flacheroffener Platz, eine Art von Terrasse in einemGarten oder aus einem Spaziergange, vonwo ans man eine freie Aufsicht auf dieUmgegenden hat; 3. eine Erhöhung, wo-rauf ein Geschütz gestellt wird, nm auf denFeind zu feuern, Stückbekkung; 4. bei Uhr-machern die Theilscheibe, zur Abtheilungder Räder.

plattstes, gewisse Arten fchlesischer undböhmischer Leinwand.

Platina, Platin (span.). ein um dieMitte des vorigen Jahrhunderts in Sud-amerika entdecktes, weißblanliches, edleSMetall, das man auch weißes Gold, Schwer-sslber oder Goldsilber zu nenne» pflegt.Es ist das schwerste aller Metalle, in ge-wöhnlichem Feuer unschmelzbar.

platine franz.),Metallblättchen,Blech,Rohrschienc.

?latit»s-, Platitüde (franz.). Platt-heit, Seichtheit; ein gemeiner Ausdruck-

plat-menage oder i'iat so »,ö»oge(franz. sprich: Menahsch'), ein silbernesoder porcellanenes Gestell. worauf bei einergroße» Tafel allerlei beim Essen nöthigeSache» und Gefäße, z. E. Salz, Pfeffer,Essig, Oel, Zucker u. s. w. gestellt werden.

platoniker tgriech.), Anhänger, Schü-ler des griechische» Weltweisen Platon. —Platonisch, waS von Platon herrührt,ihn oder seine Lehre betrifft. — platoni-sche Republik nennt man das von Platonentworfene Bild eines vollkommenen Staa-

Plein-pouvvir.

tes. — platonische Liebe bedenket eineganz reine geistige, keine Spuren der Sinn-lichkeit a» sich tragende Liebe. — Plato-nische Ideell, Vorbilder, Ideale. Mu-ster. Eine solche Idee ist z. B. dasSchöne a» sich, welches jedem einzel-neu Dinge, das wir schön nennen, zumGrunde liegt. — platonisches Jahr,der Zeitraum, in welchem alle Fixsterne,da sie immer mit unvermerkter Bewegungfortrücken, wieder an den vorigen ürtkommen sollen; die Alte» setzten diesen Zeit-raum auf 36,000, Neuere auf 23,920 oder23,716 Sonnenjahre. — platouisire» ,1. dem Platon folge», ihm ähnlich philo-sophiren; 2. geistig lieben. — platonis-MUS- die Philosophie des Plako»; auchdas Streben nach dem Jdealischru, nachPlat. Manier.

platte-forme , sieh« plate-sorme.plattire», soviel als plaquiren-plausii- slat.), klatschet! war im Alter-thum ein Zeichen des Beifalls, welches sichder zuletzt von der Buhne abtretende Schau-spieler ausbak. — plausibel, l.beisalls-würdig; 2. scheinbar, wahrscheinlich. —plausibilitat, 1. Beifallswurdigkeit; 2.Scdeinbarkeit, Wahrscheinlichkeit.

Plebejer llak.), ehemals zu Rom einBürger, der nicht z» dem Range der Se-natoren und Ritter gehörte; daher jetzt nochder Bürgerlich«, im Gegensatze nut demAdelichen, einer aus der untersten Bolks-klasse, der gemeine Man». Vgl. Patri-zier. — plebejisch, niedrig, gemein,pöbelhaft. — Plebiscit»»! , Volksschlnßbei den alten Römern. — Vlebs . dasgemeine Volk, der Pöbel. — Plebokrartie, Pöbelherrschaft.

plectruin. Plektron (griech.). derGriffel, womit die Alten die Saite» be-rührten.

plejaden (griech.), eigentlich: in derFadellehre, die siebe» Töchter deS KönigsAtlas und der Plejone, welche Jupiter anbell Himmel versetzte, lvo sie die siebenFirstern« am Kopfe des Stiers im Thier-kreise, daS Siebengestirn, bilden; sie heißenauch die Hz-ade» oder das Regengestirn.

VIein-pouvoir (frz. sprich: Plang-puwoahr), Vollmacht, freie Hand, un-llmschrankle Gewalt.