Buch 
J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
Entstehung
Seite
403
JPEG-Download
 

403

' Pöcilt.

Pöcile, Pökilc (griech.), l. eine mitvielen Gemälde» ausgeschmückt« Halle zuAlben, ,n welcher der Stoiker Zeno lehrte;2. jede gelehrte Mannigfaltigkeit, Eamm-lung von nnhlicheni Allerlei. — Pökllo-ramei, Gegendanstcht, Giickkasten.

, Po» (lat.). Straf«. — rubpoena pr-«elu»,, bei Straf« des Aus-schließend oder RechtSveiliisteS- — p-rbiir->ri», PO'ilie», Ivlllkurllcht Strafe. —pae»i> c-pit^li», Lebeiisstrafe, Todesstrafe.

— poen» eert». bestimmte Strafe. —poevL coueeui», Reukauf. — poena eo.-porir-füiciie-, körperliche Züchtigung, Lei-beSstrafe. — po»»» »>, Kirchen,büßt. — poeoi, ,,^>ur->li>, natürliche Strafe,die aus der Natur der Handlung folgt. —Pönnl-Loder- Strafgesetzbuch. — pö-nalgesetz Strafgesetz. — Pö»nI-RI-i-ge oder Actio» , peinliche oder Strafan.klage, durch welche man die in den Ge-setzen verordncke Straf« verlaiigt — Po-nrilMandnt, Strafgesetz. — Pönfoll,überhaupt jede« Verbreche» gegen ei» ob.rigkeitlicheS Gesetz. — Pöillteiltleilt,tiu Kirchenbuch der Katholiken, worin dieVorschrift«, über Beicht«, Buße und Ab,laß enthalten find. — Pönitentlar,psnilciltier, ein Beichtvater, ein Büß.Prediger. 2 ußpriester der Absolution er-kbeilen darf. — Pönstenz. Rene; Buße,Bußubung, Strafe. — poiiiteuz-pfarreoder Pfründe, «>iie »venig Einkommei,gewahrende Pfarre, auf welche Jemandvon einer bessern zur Strafe versetzt wird.

— pönstenz > oder PonltentinrGy-siem die Methode, nach welcher mantrachtet. Verbrecher, stakt sie bloß zu stra-fen, auch sittlich z» bessern. Wird diesesSystem dem Eoloiualsystem tauf Botany.Bai) entgegengesetzt, so denkt man sichdarunter die Behandlung der Verbrecher,wonach sie durch Absonderung, Nüchtern,heit u. s. w. gebessert werden sollen.

Poesie (lat.), l. Dichtkunst; 2. Dich-teranlage; Z. Dichtung. Gedicht. —Poet, ei» Dichter. — Poetnsier.Dichterling, elender Dichter, Neiniefchmid.

— poetercl, im verächtlichen Sinne,die Dichterei, Versemacherei. — Poetik,Anweisuiig i»r Dichtkunst. Dichtkunde,Theorie der Dichtkunst. — poetisch, dich-terisch. nach den Regeln der Dichtkunst,in gebundener Rede. — poetische Li-

Pole.

c«nzen, Freiheiten in Rücksicht der Epra-che, welche sich Dichter erlaube». — Post»tisire». dichten, Gedichte machen.

poyoniasis (grieck.), 1. der starkeBartwuchs; 2. der Weibcrbart.

I'oil <te kl>e»r- franz. sprich: Poahlde Schawec, vom lat. >>>>>,» cape.re), l.eigentlich: Ziegenhaar: 2. bekannter lang.haariger Wollensammk.

Point (franz sprich: Poang, b. lat.poi>ei>„„>, l. Punkt, Stich, Stoß; 2.Würfelaiige, Kartenauge, das was dieKarten zahlen. — nuf dem Point sie«Heil, im Begriffe sei», etwas zu thun.

— I'uiui a'»p;>u, (sprich: Poang d'ap-piiihl, Stutzpunkt, AnlebnnngSpunkt. —l'nliit a, a,f«i>oi>, Richkpulikk. — l'olnt>IN.oi,«e»r < sprich : Poang d'onnöhrl,eiiie Sache, welche die Ehre betrifft; Eh.reupunkt; Ehrgefühl. — l'olui s« ,»>- (spr.:Poang de iviibl, Gesichtspunkt, derSehpnnkk. — poiltt lie rr'unio» , Dereini.giin,Spiinkk.

Pointe (franz. spr.: Poängt), Spitze.Stachel, besonders das Witzige in einemSiungekichte, Slbarfe deS WitzeS, K«>kaukenfpitzt. — Pointille (sprich: Po.angtilj« . Spitzstnklgkeit. — pointil«leux sprich: poaugkilljöbl, allzupunkt-lich. allzugenau »ehinend, kitzlich. — poilt»tire» sspriib: poa »g ti re n), l. richten,ti» Geschütz; 2. „ncigentlich: zielen, trach.teil; Z. auf die Karten setze» im Spiele.

— Pointeur (sprich: Poangrökr).

1. der Artillerist, welcher die Kanone richtet;

2. im Pbaraospiel«. der Spieler, der auseine Karte eine Summe Geldes setzt. —pointilliren. I. tüpfeln, 2. grübeln,sich bei Kleinigkeiten aufhalten.

poiffnrdt (franz ), Fischweib (in'Pa.r>Sl; u,«eigentlich eui gemeines, pöbelhaf-tes Weid.

Pokal. steh« pocnl.

Pole. Euch. Pol (lat. vom griech),I. die Angelpunkte, die beiden einanderentgegenstehende» Endpunkte einer Achse,um welche sich ei» Körper dreht; 2. i,nengern Sinne, die beiden äußerste» , einan.der entgegenstehende» Punkte der Erdachse,»m welch« sich die Erde deivegk, und dienoch von keinem Menschen besucht wordensind. Diese zwei Punkte heißen : der N o cd-p ol (der arktisch«), und der S üd pol (der