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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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412 Poterie.

poterie (franz.), Töpferwaare.Poterne (franz. vom lak. >>ort»ta,Pförtchcn), Schlnpsihor, ein kleines verbor-genes Thor einer Festung. aus welchem manunbemerkt Ausfalle mache» kann.

pote.-kas (lat.) , Gewalt. — potaskiiLpatiia, die väterliche Gewalt, das väter-liche Ansehen. — in paw-wie, in Gewalt,in den Händen,poti», Gelbkupfer.

Polio (lat.). ei» Trank- — potolo-gie, Getränklehre.

xoUor cnesitoi- (lat.), ei» bevorrechtig-ter Gläubiger.

potiv-Tafeln, Abbildungen erlegterJagdthiere.

Pot-pourri, stehe pol-poudrette <fca»z.>. Düngerpnlver. zuStaub gewordener Menfchenkoth.

poula» (der), der Doppelsatz, Zusatzim L'Hombrespiel.

Poularde (franz.), «in verschnittenesgemästetes Huhn. Kapphuhn. — pou-larherie, eine Anstalt, verschnitten« Hüh-ner zu mästen.

I»>»r- lfranz. sprich: pur), siir.povr ncgolt (franz. sprich: pur Ag-gih). den Empfang bescheinigt (siehe Ac-

quit).

paar I» banne boucbe liranz. sprich:pur la bo»»' Busch), für daS Lecker-maul, elwaS Wohlschmeckendes.

paar >0 inoriie (franz. sprich: pur leMeriht'), für das Verdienst, (Ordens-zeichen).

poun pnrrer >e lemp» lfranz. sprich: purpasseb le Tang), zum Zeitvertreib.

poussire» (franz. vom lat. ,>nl-nn-),t. stoßen, treiben; 2. forthelfen, empor-helfen: durchzusetzen suchen. (Siehe auchbossiren.) — sich poussire», sich em-porschwingen.

rouvoin (franz. sprich: Puwoahc),Macht, Vermögen, Gewalt. — (Dergl.Plein-pouvoir)poveritio (ital.), ei» armer Teufel.VoZZ0la»a, puzzolana (ital. teer-,pu/roinna), oder puzzoianerde, einebald graue, bald schwarze, braune odergelbliche, vulkanische Erde, welche iiiUncer-

Practik.

italien, insonderheit bei Puzzolo (P«<teoli) häufig gefunden wird, und mit Mas.sec vermischt und wieder getrocknet sich zueiner festen, steinarkigen Materie verhärtet,die schon von den Allen als der dauerhaf-teste Mörtel zum Banen, hauptsächlich zumStraßen - und Wasserbau gebraucht wurde.Ganz Nom ist mit Gängen untergraben,die dazu dienten, diese Erde herauszuho-len. Sie ist eigentlich ei» gebrannter mitEisentbeile» und sehr ivenig Kalk vermeng-ter Thon-

practik, Praktik, practica. Pra-xis (griech.). die Ausübung, Anwendung,Erfahrung, im Gegensatze der Theorieoder der bloßen Regeln. — pi-actica estmultipler , die Betriebsamkeit ist mannig-faltig , es wird Vieles getrieben und ver-sucht. — Praktiken, Kunstgriff«, Kniff«,Ränke. — in praxi , i» der Ausübung.

— Ein Arzt oder Sachwalter hat starkePraxis, zahlreiche Kunden. Klienten.—practicabel, t. ausführbar, möglich,thuulich; 2. gangbar, wegsam- — prac«tieante», t . Personen, welche den Rechts-gang bei einem Gerichte erlernen; 2. solche,die in die Arzenei- oder Rechtswissenschafthineinpfuschen. — practiker, practi-kus, 1. ei» eine Kunst ausübender Man»,z. B- ei» Arzt, der nicht nur seine Wissen-schaft inne. sondern auch eine» Wirkungs-kreis hak, indem er Kranke besorgt; 2.überhaupt ei» erfahrener, geübter Mann.

— practicire», 1- ausüben, Geschäftebetreiben, besonders von Aerzten und An-wälten; 2. im gemeine» Leben, etwas be-geben, listig ausüben, etwas Unerlaubtesvornehmen. — sich in ein Amt prac-ticiren, es durch List an sich bringen.—ein practiciretider Arzt, ein aus-übender, der seine Kunst wirklich treibt.

— rvertpracticiven . unvermerkt auf dieSeite schaffen. — practisch, praktisch,ausübend, in der Ausübung gegründet, demtheoretischen entgegengesetzt; auch: aus-führbar. anwendbar. — Eine practischeAnrveisung. bei der die Anwendung derRegeln an Beispielen gezeigt wird. — Einpractischer Retigionsvortrag , derauf den Willen, die Gesinnung und Handlungwirkt. — practische Philosophie, wel-chs die Grundsatz« des sittliche» Verhaltenslehrt. — Die practische Pernunst,das Vermögen. durch Erkenntniß das Be-gehrungsvermögen zu bestimme».