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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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422 Psammismus.

sang zu begleiten pflegte; 3. ein sehr la».ger Rosenkranz gewisser Nonnen; 4. derFaltenmagen, Bläktermagen der wieder-käuenden Thiere.

Psammismus (griech.), t. warmesSandbad^; 2. Abgang von Sand im Harn.

pseudo, pseud (griech.), wird Na-men und Worten vorgesetzt, um dadurchetwas Unechtes und Falsches zu bezeichnen,z. B- Pseudo - Christ, Scheinchcist,P se ud o > M essi a s , falscher, vorgeb-licher Messias. — pseudomorphisch,trugbiwlich. — pseudoiiymus, Pseu-donym , der einen falschen Namenannimmt, salschnamig, verkappt. —Pseudoblepsie , das Falschsehe» , dieGesichtstäuschung. — Pseudothmiatos.Scheintod.

Psittacismus (lat. von p-itwc»;, einPapagei), Fertigkeit, Wörter zu ge-brauchen, die man nicht versteht, Papageie»-geschwätz.

psora (griech.). die schuppige Kratze,Rande. — psorisch, krätzig. — Pso-rika, Krätzmiltel.

Psyche (griech.), t. die Seele; 2. inder Zabellehre Amors Geliebte. Bisweilenwird die Psyche mit Schmetterlingsflügelnoder als Schmetterling abgebildet, um denBegriff Seele oder Unsterblichkeitauszudrucken. — psychisch. sich auf dieSeele beziehend, z. B- psychische An-khropologie, Lehre von der Seele,oder von der geistigen Natur des Menschen.

— psychrigogie, Seelenleikung; -er-Hebung („die magische Psychagogie derTöne" — Senme von dem Glockenge-läute); Lebenserhaltung. — psychago»glsch, Leben erhaltend, wiederbringe»».

— Psychiatrie, Seilkunst der Seelen-krankbeiten. — Psychiater, Seelenarzt.

— psychismus , die dem Materialis-mus entgegengesetzte Ansicht, nach welcherAlles geistig, beseelt ist, aus Seele besteht.Bergi. Spiritualismus. — Psycho-log. Seelenforscher, Seelenkennec; derdie Seelenlehre studirt und versteht. —Psychologie, die Seelenlehre oder Wis-senschaft von der Seele. Sie heißt em-pirisch, in so fern sie auf Erfahrung ge-baut ist, und zur Aufgabe hat. die allge-mein wahrnehmbaren Erscheinungen derSeele »ach ihre» Gesetzen und in ihremZusammenhange darzustellen; rational.

public.

metaphysisch oder transscendental,in so fern sie dem letzte» Grunde jenerErscheinungen nachspüren, und das Wesender Seele und ihr Verhältniß zum Uni-versum erforsche» will. — psychologisch,nach den Grundsätzen der Seelenlehre, zurSeelenlehre gehörig. — psychomantie,Geistecbannung, vorgebliche Kunst, dieSeelen der Verstorbenen hervorzurufen,und durch sie übernatürliche Dinge zu er-fahren. — Psychoiiomie. Lehre vonden Gesetze» der Entfaltung des geistigenLebens. — Psychopannychie , Seelen-schlaf, Schlaf der abgeschiedene» Seelenbis zur Auferstehung.

psychvologic (griech.), frostiges, ab-gelchmacktesReden, Geschwätz.— Psychro-lutro», kaltes Bad. — Psychromcter,Luftseuchtigkeiksmeffer. — psychrophorbie. Scheu vor kaltem Wasser. — psyk-tisch , kühlend.

ptrirmica (griech.), Niesemittel. Niesenerregende Dinge.

ptisane, Tisane (griech.), abgelocktesGerstenwasser; Absud von Gerstengraupe»,gereinigten Rosinen, Süßholz u. dgl,; über-haupt auch jeder abgesottene Arzneitrank.

ptyalisinus (griech.). das Soeichel-werfe», häufige Spucken; der Speichelfluß.tVergl- Salivation.)

Pubertät (lat.), die Mannbarkeit, Ge-schlechtsreffe.

public (lat.), pubtw, pui-Ugu- (fraiiz.sprich: pübligg), öffentlich, allgemein,überall bekannt, landkundig. — puKUc»suctoi'iwle , mit obrigkeitlicher Bewilligung.

— publicrmduin. etwas bekannt zumachendes, öffentliche Anzeige, obrigkeit-liche Kundmachung. — Publikation,öffentliche Bekanntmachung, Ankündigung.

— kavlicatio bonoruin, Einziehung derGüter.— publicatum, eröffnet, öffent-lich bekannt gemacht, z. B. ein Testament,ein Urtheil n. s. w. — publiciren, be-kannt machen, offenbaren; öffentlich heraus-geben. — Publicist, t- ein Lehrer oderKenner des Staatsrechts; 2. politischerSchriftst.ller, Zeitschrifksteller. — Publi-city», öffentliche Bekannkwerdnng. Oeffent-lichkeit. — publicum, >. die Welt. dieLenke; 2. die Zuhörer, Zuschauer, Lese-welt; 3. aus Universitäten, eine öffentlicheVorlesung, die der Professor unentgeltlichhält, im Gegensatze von Privatum und