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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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jütisches Gesetz.

Safzwerk; eine Anstalt, welche dazu dient,Kochsalz aus denl Salzwasser z» gewinne» ;auch Salzbergwerk.— salinische lDasser,Wasser, lvelche Salze, B- Bittersalzenthalten. — Salinist, Kenner derSaline».

salisches Gesetz. Darunter verstehtman den 62sten Artikel de« sali scheuGesetzbuches (der ältesten Sammlunggeschriebener Gesetze, herrührend von vierAnführern der Salier, oder salische» Fran-ke» , gültig bis ins eilfke und zwölfte Jahr-hundert), wornach Töchter von der Erb-schaft, folglich auch Fürstentöchter von derThronfolge ausgeschlossen wurde». (Vergl.nivrg.xi-.tj,'»). — salische Güter. Gü-ter, die nur auf die männlichen Nach-kommen vererben.

Salivatio» lat. v. 8allr:>, Speichel),Speichelfluß, Speichelkur, Heilung durchAbführung des Speichels. — salivire»,speicheln, die Speichelkur gebrauchen . durchden Speichelfluß reimgen. — Salivan»tien - den Speichelfluß erregend» Mittel.— Galiote, Speichelstoff.

Saliiiagmidi (stanz.), Ueberbleibsel-gericht.

Salmiak (lat. -->1 ->»>»,<», lncuin), ei»Mitielsalz, ivelcheS aus Kochsalzsäure mitflüchtigem Laitgensalze verbunden besteht.

Salon, Gallon (stanz. sprich: S a-longl, ein großer Saal. Prunksaal, Ge-sellschafkSsaal.—Galon-Damcn, Frauen-zimmer, wie fle in den Sälen geputzt er-scheine».

saloppe, salop sfran;-), schmutzig,nnremlich. — Galoppe, t. ein unsan-bereS Weib. eine Schlampe; 2. ein Frauen-mantel, ursprünglich wohl zur Bedeckungder Nachtkleider, Ueberwnrfmantel. — Ga-loperie, Unsäuderlichkeit, unsauberes,schmutziges Wesen.

Salpetersäure , Scheidewasser. —Galpötriöre , > - Salpeterssederei, Erd-salzflederei; 2. Hospital, Irrenanstalt fürWeiber zu Paris.

Galpinx llat.). i. Trompet-; 2. eineSeemuschel; 3. die eustachische Röhre.

Galse (lat. 8-i>ss), salzige Brühe. —Galsanrente, mit Salz eingemachte Sa-che» , eingesalzene Speisen.

Galt» (ital.), ei» Sprung, sowohl in

den gymnastische» Künsten, als in derMusst. — 8-Mo >n-»-,sw, 1. ein künst-licher »ud gefährlicher Sprung, z. B- vonSeiltänzern, Bereuter»; 2. überhaupt ei»kühnes Wagstück: 3. ein kühner Sprungim Urtheile» und Schließen.

Galubrität (lat.), gesunde, zuträglicheBeschaffenheit der Lust oder einer Gegend.

8-i!u; (lat.), Glück, Heil, Gesundheit.

salutireu llat.), t. grüße»; 2. eine»Ehrengruß machen , wie z. B- bei den Sol-daten mit Schwenkung der Fahne- — Garlutattoil. Gruß, Begrüßung.

8olva nuctarilute jndieiali ( lät.), demrichterlichen Ansehe» unbeschadet. — ->.->lr»con.'ioieniw , ohne das Gewissen zu ver-letzen. mit gutem Gewisse». — ?»»>«,

ohne Nachtheil für den guten Namen. —ratilli-Ltivue, mit Vorbehalt höherer

mit Ehren zu melden, mit Erlaubniß.

Valvation llat.), Vertheidigung, Ver-wahrung. — Valvation«-Schrift,Bertheidigungsschrist, Schrift, wodurch derKläger zeigt, daß er gültige Beweise ge-leistet habe; Nettungssthrift seiner Beweise.

— Galvatoriuin, Schutzbrief.

Salve (lat.), Ehrenschnß, Begrüßung

oder Freuden- und Ehrenbezeugung mitgroßem oder kleinem Geschütze.— General-Salve, das Feuer des gesummten Trnp-pencorps auf einmal. — Salve-Garde ,flehe Sauve-Garde. — salviren,rette», in Sicherheit bringen.

r»Ivo(lat.). mit Vorbehalt. — iu Salvosein, in Sicherheit sein. — « -esNo (aufFrachtbriefen), unbeschädigt, wohlbehalten.

— Lslvo erroi-e c»leuli, unter vorbehal-tener Berichtigung der vielleicht eingeschli-chenen Rechnungsfehler. — r»lro Konore,flehe 5^lva venio. — salvo jure , mit Vor-behalt des Rechts- — .»»lvo inetw,-,, mitVorbehalt eines bessern Urtheils (Andeu-tung, daß mau sich irre» könne, und be-reit sei, das jetzige Urtheil an ei» bessereszu vertauschen). — -aN-, liwlo (abgekürzt8. '!'.). auf Adressen von Briefen, mitVorbehalt des Titels, Rang und Würdeunbeschadet. — 8:>!>»s conäuciu», sicheresGeleit, der GeleitSbrief, das einem Be-klagte» gethane richterliche Verspreche» derBefreiung aus dem Gefängnisse, unter