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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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498 Sophron.

Sokrates Asterweise, Vernnnftlec, diedurch Trugschlüsse den Verstand verwirrten,»nd durch nichtige Spitzfindigkeiten denKlauben an daS Ueberfinnlicke zu unter-graben suchte». — Sophisterei» dieKunst oder Fertigkeit, Ander« durch Trug-schlüsse zu hintergehe». — Sophistereien,spitzfindige Trugschlüsse. — sophistisch ,nach Act der Sophisten, spitzfindig. — so>phisitsiren, durch betrüglich«, spitzfindig«Schluss« und Verdrehungen hintergehe».

Sophron lgciech.), «in weiser tmaßi-ger und besonnener) Mensch. — Sophro-nistercs, die Weisheitszahue.

Sophrosl»ie kgriech.), I. Mäßigkeit.Nüchternheit; 2. Weisheit und Tugend.

sopiren, soporiren (lat), einschla-fern; stillen, beruhigen. — soporeitiv,soporistsch, >- fchlasmachend, einschla.sernd; 2. langweitig; wobei man einschla-fen mochte. — »opoi-iser», Schlafdringend«Mittel. — soporös . mit tiesem Schlafbebafret; z. B- ein sopocöserZustand.— Sopor, Schlaf, besonders belau-bender; Betäubung.

ropr» (ital. vom lat. -upr»), in derKaufmannssprache, über, z. B. ropra 1>,o-t-5io, über den Protest, d. h. aus Freund-schaft (den Wechsel annehmen.) — .'»proüber die gewöhnliche Thara bewil-ligter Abzug.

Soprrm, Soprans lital. vom lat.rupreioi, ,oi>, Oberstimme, Diskant, diehöchst« der vier Singstimmen, welche nurKnaben. Frauenzimmer und Castraten fin-gen. Die Sauger heißen Sopran« undSopran ist« n.

Sorbet » Serbet, Gcherbet (lürk.),ein bei den Türken sehr gewöhnliches Ge-tränk, aus Rosinen, Zucker, Limoiiensastund Ambra mit Wasser zubereitet.

Sorbonne (stanz.), der Name einesder GotteSgelehrtheit gewidmeten, im Rufegroßer Orthodoxie stehende» Collegiums iuParis, von Robert Cordon 12äL gestiftet;kheolog. Zaculkäk.

sordid llat.), l. schmutzig, unflakhig,niedrig; 2. geizig, filzig. Das entspre-chende Hauptivorl ist: Sordiditrit.

Sordino (ikal.), Sordine, Konr-ii»«(stanz.), der Dampser, der bei den Musik.

sotadisch.

instrnmenten gebraucht ivird. — o»n oorsino(ikal-I, gedampft. — -orso, gedampft, sanft. ^

Sorites, Sorit (griech.), in der Der-nnnftlebre, ein Kettenschluß, ei» aus meh-rer» Schlüssen zusammengezogener Schluß.Krug erwähnt folgende» aus dem Bucheder Weisheit:

Wer die Weitbeit aibtet, läßt sich von ihrweisen

Wer sich ron ibr weisen läßl, halt ibreGcdole.

Wer ihre Gebote hält, fubrt ein heilige«beben.

Wer ein heilige« beben fubrt, ist Gottnabe.

Wer also die Wcihheit achtet, ist Gottnahe.

Bei den Alke» bezeichnete Sorites eine»Trugschluß, der sich auf die Schwierigkeitgrundere, bei angehäuften Dingen, wennman von l, 2, Z, u. s. w. ausging, zubestimmen, wie aus dem, was man An.sangs noch nicht eine» Haufen zu nennensich getraute, aus einmal ein solcher ein-standen sei.

Kornetten lstanz.), ungereimte Reden,Possen, albernes Geschwätz.

sororistren , als Schwestern mit einan-der umgehe», sich verschwester». Vom lat.»oror, Schwester. (Vgl. frnternistren)

Sorte (stanz.), Art, Gattung. —Sortiment, >. ein Verkaufs - oder Waa-renlager ; 2. bei den Buchhändler», Ver-rath von Büchern, die sie Nicht selbst ver-legt oder gedruckt, sondern nur von An-der» zum Verkauf iu Lommilsio» haben;daher Sortimentsbücher. (Vgl. As>sortiment ) — sortiren, nach Sortenordne». Dinge einer Art zusammenthun. —wohl sortirt sein, ein ausgesuchtesWaarenlager haben.

Sortie(stz ), AuSfall (aus einer Stadt).

Sorlilegiuni (lat.), Weißagung durchLoose.

Sospire», kleine Ruhepunkte, Pau-sen im Singe» (von >i,-o) (ital.) —

zend, klagend.

-o-tciuio (ital.), (Musik), anhaltend,gehalten.

Sostrun« ^griech.). Rettungslohn; auchArztlohn.

sStadisch (griech.). unsittlich, schmutzig,von dem thrazische» Zotendichter Sotadet-